DÄMM-MYTHEN

MYTHOS 1 

IST MINERALWOLLE LEICHT ENTFLAMMBAR?

DER MYTHOS: EINE DÄMMUNG DER AUSSENWÄNDE ERHÖHT DIE BRANDGEFAHR

DIE FAKTEN:

Nichtbrennbare Dämmstoffe aus Mineralwolle bieten den größtmöglichen Schutz.

Aber auch für die Dämmung einer Außenwand mit brennbaren (normal- bzw. schwerentflammbaren) Dämmstoffen gibt es Maßnahmen bzw. Bauvorschriften, die die Gefahr eines Fassadenbrandes reduzieren.

Leicht entflammbare Baustoffe – und damit auch Dämmstoffe – dürfen nach Norm ohnehin nicht eingebaut werden.

WAS DAHINTER STECKT:

Um zu verstehen, wie groß die Gefahr eines Fassadenbrandes ist, muss man den typischen Verlauf eines Brandes in einem mehrgeschossigen Haus betrachten: Ausgelöst wird er in aller Regel durch ein Ereignis im Inneren des Hauses: Ein Kurzschluss, eine unbeaufsichtigte offene Flamme oder ein überhitztes Elektrogerät können Ursachen dafür sein. Das Feuer wird dann von zahlreichen brennbaren Gegenständen in der Wohnung genährt: Möbel, Teppiche, Vorhänge, Holzverkleidungen. Durchbricht der Brand die Tür zum Treppenhaus, können brennbare Materialien dort auch zur Ausbreitung in die nächste Etage führen.

Die Variante, bei der eine Fassade überhaupt von der Brandausbreitung innerhalb von Gebäuden betroffen sein kann, führt über die Fenster. Wenn durch die Brandeinwirkung eine Fensterscheibe zerstört wird, bildet sich davor ein Flammenbündel. Diese typische Erscheinung kann ein darüber gelegenes Fenster innerhalb weniger Minuten zerstören und brennbares Material im dahinter befindlichen Innenraum entzünden. Ähnlich kritisch kann eine Brandeinwirkung auf die Fassade von außen, zum Beispiel durch einen brennenden Papiercontainer oder einen Brand im Nachbarhaus sein.

Dabei ist es wichtig, dass die Fassadenkonstruktion diese Form der Brandweiterleitung nicht unterstützt, sondern möglichst verhindert. Eine vollflächige Dämmung der Fassade mit dem Dämmstoff Mineralwolle (Steinwolle oder Glaswolle) ist brandschutztechnisch gesehen die sicherste Variante.

Für schwerentflammbare Dämmsysteme wurden konstruktive Lösungen mit Brandriegeln aus Mineralwolle intensiv von Brandschutzexperten geprüft – so gibt es nun entsprechende Lösungen für die brandsichere Dämmung von Fassaden.

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. 

Nachhaltige Lebensräume auf den Dächern der Stadt

Flachdach sanieren, dämmen und nutzen

NRW. Der Freiraum der nachhaltig verdichteten Stadt liegt auf ihren Dächern. Das Flachdach ist dabei als Raumreserve eine echte Chance. Mit einer Begrünung sorgen Flachdächer zum Beispiel für ein besseres Stadt- und Gebäudeklima, ein gutes Regenwassermanagement sowie Erholungs- und Naturflächen. Ist der Dachaufbau noch intakt, lässt sich ein bestehendes Flachdach ohne Weiteres mit Mineralwolle (Stein- und Glaswolle) aufdämmen. 

Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI), sagt: „Mineralwolle verbessert den Wärmeschutz, sichert mit ihrer offenporigen Struktur den Schallschutz und als nicht brennbarer Dämmstoff den Brandschutz. Genau deshalb ist Mineralwolle bestens geeignet für anspruchsvolle Bauvorhaben wie eine Flachdachsanierung – besonders auch in lauten, dicht besiedelten Gebieten.“ 

Ein solches Bauvorhaben erhielt erst im letzten Jahr für seine gelungene Architektur eine Anerkennung beim Holzbaupreis 2020. Das Besondere: Kantstein Architekten stiegen dem alten Hamburger Wohnriegel aus den 1960er Jahren mit einem Holzaufbau und einer Mineralwolldämmung aufs Dach. Die Architekten schaffen aus ehemals ungenutzten Flachdachflächen in urbaner Nachbarschaft sehr nachhaltige, sichere und lebenswerte Wohn- und Außenräume. Ihr Sanierungsprojekt mit Holz und Mineralwolle ist deshalb prototypisch und beispielgebend für einen langlebigen und substanzerhaltenden Umgang mit Flachdachwohnhäusern der 1960er und 1970er Jahre. 

Der richtige Dämmstoff fürs Flachdach

Die Hersteller von Mineralwolle bieten spezielle Flachdachdämmplatten, die so druckstabil und belastbar sind, dass sie eine Nutzung der Dachfläche ermöglichen. Der Informationsdienst Holz schreibt außerdem in seiner Broschüre „Flachdächer aus Holz“: „Nichtbrennbare Mineralwolledämmstoffe bieten insbesondere bei großflächigen Dächern Vorteile, weil sie keinen Beitrag zur Brandlast leisten.“ FMI-Geschäftsführer Dr. Thomas Tenzler ergänzt: „Dämmplatten aus Mineralwolle ermöglichen außerdem, auch bei Flachdächern die Balkenlage zur Dämmung zu nutzen und so Aufbauhöhe zu sparen.“ So bleiben Dach- und Gebäudehöhen oft unverändert – ein entscheidender Punkt bei der Sanierung von denkmalgeschützten und baurechtlich eingeschränkten Gebäuden.

Und Mineralwolle kann noch mehr: Für Gründächer bieten einige Hersteller den Dachaufbau als Komplettsystem an. Bei diesem System punktet Mineralwolle nicht nur als brandschützende, wärme- und schalldämmende Flachdachdämmung, sondern dazu gehört auch eine weitere Vegetationsschicht aus nachhaltiger Mineralwolle als Pflanzsubstrat fürs Urban Gardening.

Zwei Varianten der nicht hinterlüfteten Flachdachsanierung mit Mineralwolle

Im Blog „Maximal Mineral“ zeigt der FMI, wie sich Flachdächer mit Mineralwolle sicher und schadensfrei sanieren und in nutzbare Flächen verwandeln lassen. Weil dabei einiges hinsichtlich Feuchteschutz und Abdichtung zu beachten ist, gehört die Flachdachsanierung immer in professionelle Hände. Deshalb kommen im Blog zwei Experten zu Wort: 

Der Flachdachexperte und Ingenieur Guido Worring erklärt die Sanierung eines nicht hinterlüfteten Flachdaches mit einer Überdämmung der tragenden Ebene. Mit Mineralwolle ist das ein sicherer Dachaufbau. Der Holzbauingenieur Jörg Bühler erläutert, worauf es ankommt, wenn man auch den Sparrenbereich bei Flachdächern mit Mineralwolle dämmt. Er verrät, welche Aspekte selbst Dachdeckerprofis oft nicht genug beachten. Mit diesen beiden Aufbauvarianten und den fachmännischen Tipps lässt sich ein Großteil der Flachdächer energetisch korrekt mit Mineralwolle sanieren und über viele Generationen erhalten.

Quelle:  FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI)

SANIERUNG EINES FLACHDACHES IN HOLZBAUWEISE MIT MINERALWOLLE ZWISCHEN UND AUF DEN SPARREN

NRW. Im letzten Beitrag haben wir erklärt, wie sich ein zweilagiger Dachaufbau, bestehend aus einem Tragwerk und einer darüber liegenden Dämm- und Abdichtungsebene, aufdämmen oder neu aufbauen lässt. Viele der Wohnhäuser mit Flachdach aus den 1960er und 1970er Jahren haben aber ein Holzflachdach. Bei diesem gibt es gute Gründe, den Balkenzwischenraum für die Dämmung zu nutzen und so Aufbauhöhe zu sparen. Allerdings ist dieser einlagige Dachaufbau hinsichtlich möglichen Tauwassers anspruchsvoll, da die Holzkonstruktion in der Dämmebene bis in den Kaltbereich reicht. Geringe Mengen Dampf könnten an den kalten Außenseiten der Bauteile kondensieren und die Holzkonstruktion durchfeuchten und dauerhaft beschädigen.

Wir zeigen hier, wie sich ein Holzflachdach mit einer Wärmedämmung in der tragenden Ebene sicher sanieren lässt, dabei nur wenig Aufbauhöhe braucht und so die Ausbildung des notwendigen Dachgefälles erleichtert.

Bestandsdach aufdämmen

Die Ausgangslage ist ein Bestandsdach, das möglicherweise bereits zwischen den Sparren etwas gedämmt, mit Holz verkleidet und an der Außenseite mit Bitumen abgedichtet wurde. Die Dämmstärke, das Material und die Abdichtung entsprechen hierbei nicht dem neuesten Stand der Technik. Die wichtigste Frage ist daher: Sind die Holzkonstruktion und der Dachaufbau an sich noch intakt? Das kann nur ein Fachmann unter anderem mit einer Holzfeuchtemessung bei den Deckenbalken beurteilen. Ist die Konstruktion schadensfrei, gibt es zwei Möglichkeiten:

„Bei bewohnten Häusern und intakter Konstruktion können Sie auf dem alten Dach ein komplett neues Dach aufbauen“, sagt der Holzbauingenieur und gelernte Zimmermann Jörg Bühler. Er leitet die Fachberatung Holzbau des Informationsdienstes Holz und war Fachredakteur des Handbuches „Flachdächer in Holzbauweise“. Diese erste, von ihm genannte Variante entspricht dem zweischaligen Aufbau, den wir im vorangegangenen Artikel beschrieben haben. Sie ist eine robuste Sanierungslösung, die allerdings einen relativ hohen Dachaufbau erzeugt. Ist aber die niedrige Dachhöhe gestalterisch, baurechtlich, statisch oder konstruktiv durch angrenzende Bauteile entscheidend, wird man die zweite Variante des nicht belüfteten Flachdaches bevorzugen: das Abräumen des alten Dachaufbaus und den Neuaufbau mit einer Mineralwolldämmung in der Tragebene und einer zusätzlichen Überdämmung.

U-Wert erreichen mit Mineralwolle als Zwischensparren- und Aufdachdämmung

Die Aufteilung der Dämmstärken auf die beiden Dämmlagen hängt dabei von der Sparrenhöhe und den energetischen Zielen ab. Das GEG fordert für Flachdächer von Wohnhäusern einen U-Wert von 0,20 W/(m²K) – das entspricht nach dem Handbuch des Informationsdienstes Holz etwa einer Zwischensparrendämmung aus Mineralwolle (Stein- und Glaswolle mit WLS 035) von 16 cm und einer Überdämmung mit 6 cm druckbelastbarer Mineralwolle (WLS 040). Den Passivhausstandard mit einem U-Wert von 0,11 W/(m²K) erreichen Sie mit 24 cm + 10 cm Dämmung.

Gegenüber der reinen Aufdachdämmung lassen sich beim Dach mit der Kombination einer Zwischensparren- und Aufdachdämmung also 10 cm bis 20 cm Aufbauhöhe sparen. Für die Ausführung gilt zuerst: Schützen Sie die Holzkonstruktion schon auf der Baustelle und vor dem Dämmen mit Planen vor der Witterung. Dann können Sie die Mineralwolldämmplatten einfach mit einem Cutter zuschneiden und fest zwischen die Sparren klemmen. Schneiden Sie die Matten für eine optimale Klemmwirkung etwa 1 cm breiter, als der Sparrenzwischenraum breit ist. Die meisten Holzdachtragwerke bei Einfamilienhäusern werden eine Sparrenhöhe von etwa 16 bis 22 cm haben. Über diese Höhe können Sie die Zwischenräume komplett mit Mineralwolle ausfüllen, je nach energetischem Zielwert. Nach dieser ersten Dämmlage sollten Sie sich direkt dem Feuchteschutz zuwenden.

Feuchteschutz

Nicht immer ist es Wasser von außen, das die Schäden verursacht, wie Bühler berichtet: „Gerade bei Winterbaustellen muss die Dämmung und die Konstruktion zügig vor Feuchteeintrag durch Baufeuchte, wie feuchten Estrich oder Putz, geschützt werden.“ Sie sollten also die Sparrenlage direkt nach Verlegung der Zwischensparrendämmung auch zum Innenraum hin zügig abdichten. Arbeiten Sie bei großen Dachflächen daher am besten in Sparrenabschnitten.

Das A und O für den Feuchteschutz ist die geeignete Folie. Von der früher verlegten, innenseitigen Dampfsperre mit einem sd-Wert von 100 raten Experten bei diesem Warmdachaufbau mit Zwischensparrendämmung dringend ab. Eine Dampfsperre zum Innenraum verhindert die Rücktrocknung des Bauteils und kann daher schwere Feuchteschäden verursachen. Eine geeignete Folie muss diffusionsdicht genug sein, um die Tauwassermenge zu begrenzen und zugleich möglichst diffusionsoffen sein, um eine Rücktrocknung von möglicher Feuchtigkeit zum Innenraum hin zu gewährleisten. Bühler erklärt: „Deshalb kommen heute feuchtevariable Dampfbremsen mit variablem sd-Wert zum Einsatz.“

Die Rücktrocknung über die Diffusion zum Innenraum und damit der Schutz vor Kondensation von Feuchtigkeit im Dachaufbau hängt unter anderem vom Verhalten der Folie ab. „Auch deshalb ist bei diesem Dachaufbau eine hygrothermische Simulation für den Feuchtenachweis zwingend erforderlich. Denn das vereinfachte Diffusionsbilanzverfahren nach Glaser berücksichtigt nicht die feuchte- und temperaturabhängigen Materialkennwerte, die veränderlichen Klimabedingungen und weitere Einflussgrößen“, so Bühler. Jeder Dachaufbau, bei dem Holzbauteile in der Dämmebene liegen, braucht daher eine individuelle Feuchtigkeitsberechnung mit der hygrothermischen Simulation. Bühler sagt: „Hier müssen Handwerksbetriebe mit Bauphysikern eng zusammenarbeiten, um den richtigen Dachaufbau zu planen.“ Sind die Zwischensparrendämmung und die geeignete feuchtevariable Folie unter der Balkenlage verlegt, erfolgt der weitere Dachaufbau mit der nächsten Dämmlage.

Aufsparrendämmung verlegen

Zunächst sollten Sie über die Zwischensparren eine Dampfsperre als Trennlage verlegen. Bühler erklärt: „Ab hier muss der Dachaufbau im oberen Bereich dicht sein, um die Diffusion von Feuchtigkeit auf den Zwischensparrenbereich zu begrenzen. Für diese Dampfsperre haben sich als gleichzeitige Bauzeit- und Behelfsdichtung einlagige, streifen- oder punktartig befestigte Polymerbitumenbahnen sowie frei bewitterbare PVC-Dachbahnen bewährt.“ Die Bahnen der Dampfsperre sollten Sie mit ausreichend großer Überlappung, aber lose, d.h. nur streifenweise oder punktuell befestigt – nicht verklebt – verlegen, damit Bewegungen im Bauteil nicht zu Spannungen und Schäden in der Dampfsperre führen. Besondere Aufmerksamkeit erfordern hier die luftdichten Anschlüsse, Überlappungen und Faltungen der Bahnen an angrenzende Bauteile.

Ist die Dampfsperre verlegt, können Sie darauf die Aufsparrendämmung lose, aber dicht gestoßen und mittig über die Sparren, bzw. versetzt zu den Stößen der Zwischensparrendämmung, verlegen. So vermeiden Sie durchgehende Fugen und Wärmebrücken. Die Aufsparrendämmung überdämmt die konstruktiven Bauteile und verlegt so den Taupunkt weg von der Konstruktion nach außen. Möglicher Dampf wird also nicht mehr an den Seiten der Bauteile kondensieren, solange auch eine Rücktrocknung über eine feuchtevariable Folie innenraumseitig ermöglicht wird. Diese Trocknungsreserve über eine innenseitige Rücktrocknung ist eine Forderung der Holzschutznorm.

Gefälle zur Dachentwässerung

Beachten Sie bei der Aufsparrendämmung das notwendige Gefälle zur Dachentwässerung. Flachdächer brauchen eine Dachneigung von mindestens 2 Prozent. Mit 5 Prozent Neigung und einer ausreichend dimensionierten Entwässerung vermeiden Sie weitestgehend Standwasser, was die Langlebigkeit des Dachaufbaus erhöht. Beachten Sie hier die Wetterereignisse der Region, in der Sie bauen und rechnen Sie mit zunehmendem Starkregen. Auch dann sollte sich das Wasser nie höher als 8 cm auf der Dachoberfläche stauen und schnell, auch über Notabläufe, abfließen.

Mit Gefälledämmplatten und Dämmkeilen aus Mineralwolle können Sie die Oberfläche des Daches optimal für eine punktförmige Entwässerung gestalten. Dabei sollte der niedrigste Punkt der Aufsparrendämmung der erforderlichen Mindestdämmhöhe entsprechen. Als oberste Lage lassen sich Abdichtungsbahnen überlappend verlegen. Sichern Sie die Abdichtungsbahnen punktuell mechanisch oder mit einer Auflast gegen Windsog. Wie bei den Folienlagen zuvor gilt, dass Überlappungen und Anschlüsse an angrenzende Bauteile wie Flachdachfenster, Dachkuppeln, Entwässerungen und durchgeführte Bauteile besonders sorgsam, luft- und wasserdicht, aber spannungsfrei ausgeführt werden müssen. Eventuell müssen Bauteile oder Attiken erhöht werden, um die notwendigen Anschlusshöhen von Abdichtungen zu ermöglichen (15 cm bei Bauteilen bzw. 10 cm am Dachrand, je ab Oberkante Dachbelag). Dieser Anschlussbereich erhöht sich also um die Höhe der Auflast wie Kies oder Erdsubstrat.

Auflast statisch und bauphysikalisch einrechnen

Je nach Nutzung sollten Sie für die Aufsparrendämmung Dämmplatten aus Mineralwolle mit hoher Druckfestigkeit nutzen und mit einer lastverteilenden Plattenlage, Kiesschüttung oder Erdsubstrat bedecken. Dabei profitiert das Dach nicht nur von den hohen Wärme- und Schalldämmwerten. Der Informationsdienst Holz schreibt in seinem Handbuch: „Nichtbrennbare Mineralwolledämmstoffe bieten insbesondere bei großflächigen Dächern Vorteile, weil sie keinen Beitrag zur Brandlast leisten.“ Jeder weitere Aufbau auf dem fertigen Dach wie Kies und Begrünung bedeutet eine erhebliche Auflast für die Tragkonstruktion und sollte deshalb vom Statiker berechnet und freigegeben werden.

Die Nutzung des Daches ist nicht nur für die Statik, sondern auch für den Feuchteschutz relevant, wie Bühler sagt: „Die Temperatur, die von außen auf das Bauteil wirkt, kann den Dampfdruck im Bauteil nach innen erhöhen und damit die Rücktrocknung fördern. Deshalb ist es ein Unterschied, ob ein Dach eine Auflast hat oder nicht.“ Bei einem Gründach wird es zum Beispiel weniger Temperaturschwankungen und eine langsamere Rücktrocknung im Dachaufbau geben. Wie genau sich eine Auflast bauphysikalisch auf das Bauteil auswirkt, auch das berechnet nur die hygrothermische Simulation. „Es gibt bei diesem Dachaufbau einfach keine Pauschalaussagen, es braucht immer die Berechnung des Bauphysikers“, sagt Bühler.

Ist der zweilagige Warmdachaufbau mit Mineralwolle hygrothermisch korrekt berechnet und entsprechend ausgeführt, dann ist er hinsichtlich des Feuchtschutzes sehr robust und ermöglicht langfristig einen hohen Wärme-, Schall- wie auch Brandschutz bei einem schlanken Dachaufbau.

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI)

MEHR ALS EIN ÖKOLOGISCHER TREND: FERTIGHÄUSER SIND SCHNELL GEBAUT UND ENERGIEEFFIZIENT

NRW. Fertighäuser in Holzrahmenbauweise werden immer beliebter. Circa 15 Prozent aller neuen Eigenheime in Deutschland sind solche Fertighäuser, also Bauten, deren Rohbau eine sehr hohe Vorfertigung aufweist. Erst auf der Baustelle werden die vorgefertigten Bauteile dann zusammengesetzt.

Hauskäufer schätzen zunehmend die vielfältigen Vorteile des Fertigbaus: Der hohe Grad der Vorfertigung garantiert optimale Qualität und viele der bereits auf dem Markt angebotenen Fertighaussysteme erfüllen die Normen eines Niedrigenergiehauses.

Große Marken und Systemanbieter von Fertighäusern dominieren derzeit den Markt. Das Portfolio besteht dabei meist aus einem überschaubaren Angebot an Haustypen, das sich nach dem Geschmack und Budget der Käuferschichten orientiert. Individuelle Fertighäuser – und damit eine unbegrenzte Auswahl an einzelnen „Bausteinen“ eines Fertighauses – erhält der Kunde jedoch nur von Architekten, deren Planung eng mit den Vorfertigungsprozessen verwoben ist.

Das Berliner Architekturbüro Müllers Büro (www.muellersbuero.com) errichtet seit 25 Jahren überwiegend Fertighäuser als Niedrigenergie- oder Passivbauten:

„Fertighäuser haben eine hohe Maßgenauigkeit, sprich eine hohe Qualität. Sie zeichnen sich durch kurze Bauzeiten aus und können es energetisch mit jeder konventionellen Bauweise aufnehmen. Wir entwerfen und bauen absolut individuell nach Kundenwunsch, sind aber kompromisslos bei der Qualität und Energieeffizienz“, sagt Inhaber Frank Müller.

Mineralwolle – ein exzellenter Baupartner

Eine effektive Wärmedämmung, etwa durch Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle), trägt entscheidend zur Energieeffizienz von Fertighäusern bei. Sie spart in der kalten Jahreszeit eine Menge Heizkosten und reduziert dadurch den Ausstoß von klimaschädlichem CO2. In den warmen Monaten schützt die fachgerechte Dämmung das Haus wiederum vor Hitze. Eine Mineralwolldämmung sorgt so übers Jahr hinweg für Wohlfühltemperaturen im ganzen Haus.

Neben den exzellenten Wärmedämmeigenschaften von Mineralwolle punkten noch weitere Vorteile des mineralischen Dämmstoffes bei den traditionell, in einer Holzständerkonstruktion errichteten Fertighäusern: Dank ihrer Nichtbrennbarkeit eignet sich Mineralwolle ideal, um einer tragenden Holzkonstruktion beste Brandschutzqualitäten zu verleihen. Die Außen- und Trittschalldämmung ist bei Gebäuden in leichter Bauweise ebenso wichtig. Mineralwolle verfügt in allen drei Bereichen über hervorragende Eigenschaften.

Frank Müller und sein Partner im Fertigteilbau, die Firma Kreutner & Schmälzlin Holzbau GmbH (www.ks-holzbau.de), bestätigen den Dreifachschutz von Mineralwolle:

„Von den zur Auswahl stehenden Wärmedämmmaterialien präferieren wir Mineralwolle, weil sie zusätzlich einen besonders guten Schallschutz leistet. Ebenso effektiv ist dieser nichtbrennbare Dämmstoff, wenn es darum geht, Schwelbrände innerhalb von Holzständerwänden zu verhindern.“

Dem Wand- und Deckenaufbau von Fertighäusern kommt daher eine große Bedeutung zu. Die regulären Außen- wie Innenwände beruhen auf einer Holzständerbauweise. Die Stärke der Hölzer in Außenwänden liegt bei 8 x 18 cm, wobei die Hohlräume der Wände als Wärmeschutz mit einer 18 cm dicken Schicht Mineralwolle der Wärmeleitgruppe (WLG) 035 ausgelegt sind. In den meisten Fällen wird auf der Außenseite noch eine Holzfaserplatte (80 mm) aufgebracht, um die Wärmedämmung weiter zu verbessern.

Fertighäuser: Positive Ökobilanz

Bewertet man die Bedingungen, unter denen Fertighäuser geplant, gefertigt und errichtet werden, so zeigt sich unterm Strich eine sehr positive Ökobilanz. Architekt Frank Müller resümiert:

„Die Holzständerbauweise ist sehr gut für das Wohnklima in Bezug auf die Wärme- bzw. Kältestrahlung. Außerdem ist ihr hoher Vorfertigungsgrad, verbunden mit kurzen Bauzeiten, aus ökologischer Sicht unschlagbar. Mineralwolle fügt sich mit ihren sehr guten multiplen Dämmeigenschaften sowie ihrer leichten Verarbeitung ideal in die Bauweise von Fertighäusern ein.“

Mineralwolle ist damit bereits heute ein wichtiger Teil einer nachhaltigen, klimafreundlichen Bauweise, die in Zeiten des ökologischen Umdenkens eine große Zukunft haben wird.

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

SANIEREN MIT SACHVERSTAND

Die fachlichen Anforderungen der Förderprogramme zur energetischen Gebäudesanierung

NRW. Um die neue steuerliche Förderung oder die Förderprogramme der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) für die energetische Sanierung Ihres Eigenheims nutzen zu können, brauchen Sie die Hilfe von Sanierungsexperten. Das Dilemma: Viele nennen sich Experten, nicht alle sind es. Wer ist wirklich kompetent und wer passt zu Ihrem Projekt? Wie Sie den richtigen Sanierungspartner finden, verraten wir hier.

EXPERTEN SIND PFLICHT

Falsche Sanierungsmaßnahmen beim Altbau verschlingen nicht nur unnötig Geld bei der Investition, sondern können in der Folge auch richtig teuer werden oder sogar die Bausubstanz schädigen. Ist zum Beispiel die Dämmung falsch dimensioniert, nicht korrekt oder lückenhaft montiert, könnte es z.B. an Kältebrücken zu Feuchtigkeit oder Tauwasser kommen. Deshalb ist bei der Förderung durch die KfW-Bank die Begleitung der Sanierung durch einen Experten Pflicht. Damit Sie nicht nur Energie sparen, sondern neben Ihrem Geldbeutel auch die Bausubstanz Ihres Hauses und Ihre Gesundheit schützen.

Für eine KfW-Förderung müssen Bauherren einen Energieeffizienz-Experten mit der Planung, Antragstellung und Durchführung der Sanierung beauftragen. Dies gilt zum Beispiel für die Sanierungsprogramme 151/152 und 430: Hier werden energetische Einzelmaßnahmen, darunter die Dämmung von Dächern, Wänden und Geschossdecken, jetzt mit 20% der Investitionssumme gefördert. Das entspricht bis zu 10.000 Euro pro Einzelmaßnahme. Entsteht bei einer umfassenderen Sanierung ein sogenanntes KfW-Effizienzhaus (KfW-Denkmal, 115, 100, 85, 70, 55), sind sogar Zuschüsse bis zu 48.000 Euro möglich.

Außerdem empfiehlt die KfW schon vor der Planung eine Energieberatung durch einen Energieberater oder Energieeffizienz-Experten. Das ist zwar nur optional, aber bei umfangreicheren Sanierungsmaßnahmen werden alle kompetenten und seriösen Fachleute eine Erstdiagnose durchführen. Auch diese sogenannte „Vor-Ort-Beratung“ wird seit dem 1. Februar 2020 besser gefördert. Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern können nun mit einem Förderhöchstsatz von 1.300 Euro (vorher 800 Euro) rechnen.

WER IST EXPERTE?

Für Laien ist oft nur schwer zu erkennen, wer denn eigentlich ein kompetenter Experte im Sinne der Förderauflagen ist. Denn „Energieberater“ ist kein geschützter Begriff. Die dena (Deutsche Energieagentur) macht es Ihnen aber leicht: Sie führt eine Liste mit anerkannten Energieeffizienz-Experten, die eine förderfähige Planung leisten können. Auf diese Liste dürfen nur Fachleute, die ein bautechnisches oder (bau)physikalisches Hochschulstudium oder eine entsprechende Ausbildung in diesem Bereich vorweisen können. Außerdem müssen sie eine Zusatzqualifikation im Bereich Gebäudeenergie absolvieren, jährlich an Weiterbildungen teilnehmen und mehrere Jahre Praxiserfahrung nachweisen. Die dena überprüft außerdem regelmäßig und in Stichproben bereits registrierte Energieeffizienz-Experten und die Qualität ihrer realisierten Projekte.

Sie können sich übrigens auch an die Ingenieurs- und Architektenkammern wenden. Die hier gelisteten Energieberater erfüllen ebenfalls die genannten, hohen Qualitätskriterien. Wer also auf einer dieser Listen steht, kann sich mit Fug und Recht „Energieexperte“ nennen.

WAS SIND FACHUNTERNEHMEN?

Für die steuerliche Förderung, bei der Haussanierer drei Jahre lang von Steuervorteilen bis zu 40.000 Euro durch das Finanzamt profitieren können, gilt die Auflage, dass ein Fachunternehmen die Sanierung durchführen muss. Der Begriff „Fachunternehmen“ ist zwar nicht geschützt, aber in der Verordnung über die Mindestanforderungen für die steuerliche Förderung ist eine Liste an Gewerken enthalten, die als Fachunternehmen gelten. Wer sichergehen will, dass das beauftragte Unternehmen eine entsprechende Expertise hat, der schaut am besten auf die Mitgliederlisten der Handwerkskammern.

Allgemein ist der Meistertitel eine sehr gute Voraussetzung, um die Fachqualität eines Betriebs zu sichern. Deshalb hat die Bundesregierung seit dem 01.01.2020 den Meistertitel für zwölf Handwerksberufe wiedereingeführt, insgesamt sind damit über fünfzig Gewerke mit dem Meister geschützt. Darunter fallen auch verschiedene Gewerke, die Sie für eine Gebäudesanierung und damit auch Dämmmaßnahmen benötigen.

„Wenn Sie etwa Ihr Haus mit Mineralwolle (Steinwolle oder Glaswolle) dämmen möchten, beauftragen Sie für komplexere Baumaßnahmen z.B. Unternehmen aus Ihrer Region. Diese haben üblicherweise viel Erfahrung bei der Sanierung mit Mineralwolle und kennen somit alle Verarbeitungsschritte genau. Durch den fachgerechten Einbau kann eine Mineralwolldämmung ihre Dreifach-Wirkung aus optimalem Brand-, Schall- und Wärmeschutz voll entfalten“, sagt Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI).

NEUERUNGEN FÜR FACHUNTERNEHMEN

Sie würden gerne einen Experten beauftragen, aber es findet sich keiner, der Zeit hat? Die gute Konjunktur und das steigende Klimabewusstsein sorgen bei den Handwerkern für volle Auftragsbücher. Hier sind die Unternehmen gefragt, schnell zu handeln und die gesetzliche Neuerung jetzt zu nutzen: Denn ab 2020 gelten diverse Erleichterungen, um unter anderem die Ausbildung noch attraktiver zu machen und ausreichend Sanierungsexperten für die Zukunft zu qualifizieren. Seit Januar gilt zum Beispiel das Berufsbildungsgesetz mit einer gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung, ab März gilt das zeitlich befristete Fachkräfteeinwanderungsgesetz und die ebenfalls befristete Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung. Ab August werden Ausbildungen zum Meister finanziell noch stärker gefördert und schon seit Januar mit dem Titel Bachelor Professional gewürdigt.

Für die unterschiedlichen Gewerke bei der Gebäudesanierung ist dieser kommende Frühling also die perfekte Zeit, um neue Mitarbeiter zu gewinnen, nach hohen Qualitätsstandards auszubilden und so die Nachfrage nach förderfähigen Sanierungen zu erfüllen. Der Sanierung mit einer finanziellen Förderung und dem nötigen Sachverstand steht also 2020 nichts mehr im Wege.

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

Mehr Geld vom Staat: Förderung für die Energetische Sanierung steigt bei Wohnhäusern auf 25% und bei Nichtwohngebäuden auf 20%

Höhere Energieeffizienz, Behaglichkeit und Sicherheit – eine Gebäudesanierung lohnt sich dreifach. Schon einzelne energetische Maßnahmen, wie z.B. eine Dämmung von Dächern, Außenwänden und Geschossdecken, verbessern langfristig das Klima und die Haushaltskasse.

NRW. Um Hausbesitzer, Pächter und Mieter von Wohn- und Nichtwohngebäuden finanziell noch besser bei der Sanierung zu unterstützen, ging am 1. Januar 2021 die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) an den Start. Die BEG verbessert die Förderung von Einzelmaßmaßnahmen bei energetischen Sanierungen. Für Wohngebäude bedeutet das ab sofort staatliche Zuschüsse von bis zu 15.000 Euro pro Maßnahme und für Nichtwohngebäude bis zu 200 Euro pro saniertem Quadratmeter.

Energieeffizienz rechnet sich – aber nur mit den richtigen Experten

Für die energetische Sanierung eines Gebäudes, dessen Bauanzeige oder Bauantrag mindestens fünf Jahre zurückliegt, können Antragstellende ab sofort einen Investitionszuschuss für entsprechende Einzelmaßnahmen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA: www.bafa.de) beantragen. Zu den förderfähigen energetischen Einzelmaßnahmen gehören eine energieeffiziente Anlagentechnik (Beheizung, Lüftung), die Erneuerung von Fenstern, Außentüren sowie Dämmmaßnahmen an Dächern, Außenwänden oder Geschossdecken, z.B. mit Mineralwolle (Glaswolle oder Steinwolle). Dabei sind die technischen Mindestanforderungen an die jeweilige Einzelmaßnahme einzuhalten und nachzuweisen.

Ganz gleich, ob es sich bei der zu sanierenden Immobilie um ein Wohn- oder Nichtwohngebäude handelt – um im Rahmen der BEG EM von noch höheren staatlichen Zuschüssen zu profitieren, schalten Sie vor Maßnahmenbeginn unbedingt einen Energieeffizienz-Experten (www.energie-effizienz-experten.de) ein. Nur der Energieeffizienz-Experte kann die für Sie und Ihr Gebäude besten Maßnahmen ermitteln und anschließend die maximale Förderung dafür beantragen. Zusätzlicher Pluspunkt: Auch die verschiedenen Energieberater-Leistungen sind förderfähig.

WOHNHÄUSER: BIS ZU 15.000 EURO FÖRDERUNG MIT 5%-ISFP-BONUS ERHALTEN

Pro Einzelmaßnahme an der Gebäudehülle winkt bei der energetischen Wohnhaussanierung ein Investitionszuschuss von 20 % – die förderfähige Investitionssumme ist dabei auf 60.000 Euro gedeckelt. Planen Sie zum Beispiel, das Dach Ihres Wohnhauses mit Mineralwolle zu dämmen, so können Sie sich dafür 20 % der Sanierungskosten – maximal 12.000 Euro – durch das BAFA erstatten lassen. Aber damit nicht genug: Diese hohen Fördersummen können Sie weiter aufstocken, wenn Sie die Maßnahme im Rahmen eines im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ geförderten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) umsetzen. Mit dem 5%-iSFP-Bonus erhöht sich der Fördersatz auf insgesamt 25 % und damit 15.000 Euro.

Gut zu wissen ist auch, dass der Staat bereits für die Erstellung des individuellen Sanierungsfahrplans bis zu 80 % der Kosten übernimmt. Mithilfe des iSFP kann der von Ihnen beauftragte Energieeffizienz-Experte die einzelnen Sanierungsmaßnahmen klug planen und sämtliche Förderoptionen ausloten. Dadurch erhalten Sie ab dem ersten Sanierungsschritt mehr Geld, insofern die entsprechende Einzelmaßnahme binnen 15 Jahren nach Erstellung des iSFP umgesetzt wird.

NICHTWOHNGEBÄUDE: PRO QUADRATMETER BIS ZU 200 EURO GESCHENKT

Bei der energetischen Gebäudesanierung von Nichtwohngebäuden werden Einzelmaßnahmen, bei förderfähigen Kosten von bis zu 1.000 Euro je m² Nettogrundfläche, mit 20 % Zuschuss gefördert. Das ergibt bis zu 200 Euro je Quadratmeter. Die förderfähige Investitionssumme ist dabei auf 15 Mio. Euro gedeckelt. Für einzelne Sanierungsmaßnahmen von Nichtwohngebäuden, beispielsweise eine Außenwanddämmung aus Mineralwolle, können Sie sich somit bis zu 3 Mio. Euro erstatten lassen.

Eine Dämmung aus Mineralwolle senkt nicht nur den Energieverbrauch eines Hauses

Noch mehr Geld sparen Sie langfristig durch die minimierten Energie- und Betriebskosten Ihres sanierten Hauses. Aber nicht nur der finanzielle Aspekt spricht für eine energetische Gebäudesanierung. Darüber hinaus erzielen Sie, insbesondere durch geeignete Dämmmaßnahmen, einen Werterhalt oder sogar eine Wertsteigerung der Immobilie.

Eine mit Mineralwolle gedämmte Gebäudehülle verbessert den Komfort spürbar und erhöht die Sicherheit und Gesundheit in Wohn- und Arbeitsräumen langfristig. Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI), sagt:

„Mineralwolle schafft ideale Raumtemperaturen zu jeder Jahreszeit. Außerdem sichern Sie mit einer Dämmung aus nichtbrennbarer Mineralwolle sich und Ihre Immobilie vor Brandgefahren. Auch der Schallschutz ist inbegriffen. Und: Da Mineralwolle einen sehr langen Lebenszyklus hat, wird eine Dämmung aus Glas- oder Steinwolle Ihr Haus viele Jahrzehnte nachhaltig schützen.“

Alte Gebäude nachhaltig an neue Wohnansprüche angepasst

NRW. Wohnkomfort inklusive: Eine Mineralwolldämmung ist ein nachhaltiger und wichtiger Schritt auf dem Weg zum energieeffizienten Haus. „Je schlechter das Bauteil heute energetisch dasteht, desto besser rechnen sich energetische Investitionen, wie z.B. eine Dämmung aus Glas- oder Steinwolle,“ so Anke Schwark. Mineralwolle trägt damit maßgeblich zum Werterhalt bei und verlängert den Lebenszyklus des Gebäudes um weitere Generationen.

Wie hervorragend sich Gebäude aus den 1950ern bis 1970ern sanieren und an zeitgemäße
Wohnansprüche anpassen lassen, zeigt auch die gelungene Sanierung eines Einfamilienhauses von 1967, gebaut vom bekannten Architektenpaar Margot Schwilling und Joachim Schürmann und saniert vom Kölner Architekten Thomas Kostulski. Das Haus hatte die für seine Generation typischen Schwachstellen wie eine unzureichende Dämmung in Dach und Fassade, eine wenig kompakte Bauweise und eine ungedämmte Kellerdecke. Dafür aber hat es ganz besondere Raum- und Architekturqualitäten, wurde deshalb prämiert und unter Denkmalschutz gestellt. Bei der Sanierung dieses Wohndenkmals setzten die Architekten rundum auf Mineralwolle und profitierten gleich mehrfach, wie Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI), sagt:

„Die Sanierung mit Mineralwolle lohnt sich unter verschiedenen Aspekten. Mit Mineralwolle vermeiden Sie Energieverluste und Feuchteschäden in der Gebäudestruktur. Auch hemmt dieser nichtbrennbare Dämmstoff im Brandfall die Feuerausbreitung. Zudem erhöhen Sie mit Mineralwolle den Schallschutz und damit die Wohnqualität in Ihren eigenen vier Wänden.“

Textquelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

Foto: Thomas Kostulski Architekten BDA; www.kostulski-architekten.de

Zeit für neues Leben in alten Gebäuden

Wie Sie mit der BEG und Mineralwolle eine energetische Sanierung durchführen und einenAltbau zu Ihrem Traumhaus verwandeln können.

NRW. Fast 90 Prozent der 19 Millionen Wohngebäude in Deutschland
stammen aus dem letzten Jahrhundert. Rund 7 Millionen Altbauten wurden laut dem
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zwischen 1949 und 1978 – und damit größtenteils vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 – errichtet. Die damaligen Bauherren gehören heute zur Generation 60plus; ihre Kinder sind längst erwachsen, die Wohnflächen oft zu groß und die damit verbundenen Instandhaltungen zu aufwändig. Der energetische Zustand ist also in den meisten Fällen unzureichend. Gut zu wissen ist deshalb, dass Sanieren dank der neuen Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude (BEG) attraktiver denn je ist.

Familien, die jetzt die Wohnhäuser ihrer Eltern- und Großelterngeneration übernehmen, können mit dem BEG-Programm „Einzelmaßnahmen“ (BEG EM) Schritt für Schritt einzelne
Sanierungsmaßnahmen durchführen. So können Sie zum Beispiel die Fassade, das Dach oder die oberste Geschossdecke und die Kellerdecke mit Mineralwolle (Steinwolle und Glaswolle) dämmen und weitere Maßnahmen durchführen ‒ passend zum Bedarf, dem eigenen Geldbeutel und den Kraftreserven. Das Beste: Für jede einzelne Maßnahme bekommen Sie bis zu 15.000 Euro vom Staat geschenkt, wenn Sie die jeweiligen energetischen Einzelmaßnahmen Ihres Wohnhauses mithilfe eines im Rahmen der „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ geförderten
individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) umsetzen.

Welche energetischen Sanierungsmaßnahmen sinnvoll und förderfähig sind, was es bei der BEGFörderung und dem iSFP zu beachten gibt, verrät die Energie- und Umweltingenieurin Anke Schwark im Blog „Maximal Mineral“. Die Expertin berät seit Jahren Bauherren, Planer und Kommunen zum Thema Energie-, Umwelt- und Gebäudetechnik, zu BAFA- und KfW-Projekten und arbeitet außerdem als unabhängige Beraterin für die Verbraucherzentrale. Sie kennt die Herausforderungen und die wichtigen Stellschrauben bei der energetischen Gebäudesanierung und der GEG- und Wärmebrückenberechnung. Die Expertin rät:

„Durch falsche Sanierungsmaßnahmen können Lock-in-Effekte oder Bauschäden
begünstigt werden. Deshalb ist es wichtig, mit professionellen Handwerkern und einem
Energieeffizienz-Experten zusammenzuarbeiten. Nur dann erhalten Sie übrigens auch
die beantragten Fördergelder.“

Text und Bildquelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

UV-Strahlung: Professioneller Schutz vor Hautkrebs

Baustelle_UV-Schutz_FotoVTH

Die UV-Intensität nimmt in Mitteleuropa tropische Verhältnisse an. Unternehmen müssen ihre Angestellten in Zukunft noch besser schützen, der Technische Handel kann dabei wirksam helfen.

NRW. Das Risiko wächst: Jährlich erkranken mehr als 200.000 Menschen in Deutschland an Hautkrebs. Schuld daran sind vor allem die mit der Sonneneinstrahlung verbundenen Ultraviolettstrahlen (UVStrahlen). Dabei steigt die Belastung durch UV-A- und UV BStrahlung Jahr für Jahr. In Deutschland wurden in diesem Sommer UV‐Stärken gemessen, wie sie vor zwanzig Jahren nur für Länder wie Indien und Australien typisch waren. Sind die technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Vermeidung von Sonnenbestrahlung nicht ausreichend, bietet richtige Kleidung einen effektiven Schutz vor einer zu hohen
UV-Strahlung, ergänzt durch Sonnenschutzmittel für unbedeckte Hautpartien.

Risiko nicht nur bei Outdoor-Arbeit
Nicht erst zum Höhepunkt des Sommers im Juli und August müssen die Berufsgruppen, die viel im Freien arbeiten, auf der Hut sein. Der UV-Index steigt in Mitteleuropa bereits im April
auf die Gefährdungsstufe 4, sodass bereits dann zumindest Sonnencreme und Kopfbedeckung erforderlich sind. Der aktuelle UV-Index ist täglich auf der Seite www.dwd.de/uvi einsehbar.

Aber die UV-Gefahr betrifft nicht nur Outdoorworker. Bei Tätigkeiten wie dem Lichtbogenschweißen oder beim Härten von Kunststoffen entsteht künstliche UV-Strahlung (UV-CStrahlung), die ebenfalls für den „weißen Hautkrebs“ verantwortlich sein kann.

Weißer Hautkrebs – Schwarzer Hautkrebs
Der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) tritt wesentlich seltener auf als der weiße Hautkrebs, ist jedoch besonders bösartig. Neben der UV-Strahlung spielt beim schwarzen
Hautkrebs auch die genetische Veranlagung eine Rolle. Bei weißem Hautkrebs ist allein die UV-Strahlung für die Erkrankung verantwortlich. Seit 2015 ist weißer Hautkrebs als
Berufskrankheit anerkannt.

Wirksamer UV-Schutz vom Fachmann
Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) stellen eine besonders wirksame Barriere für UV-Strahlung dar. Grundsätzlich gilt: Je dichter das Kleidungsgewebe, desto besser schützt es seinen Träger. Handelsübliche T‐Shirts dagegen, etwa aus Baumwolle, bieten lediglich einen UV‐Lichtschutzfaktor (LSF) 10, nass sogar nur LSF 3.
Einige Textilien bieten durch besondere Webtechniken und/oder Imprägnierungen einen besonders effektiven UVSchutz und sind dementsprechend ausgezeichnet. Dieser
sogenannte UV-Protektions-Faktor (UPF) sollte für Outdoorworker mindestens 40 betragen. Schutzkleidung mit 40 und mehr UPF erkennt man an einem gelben Logo mit
Angabe des Schutzfaktors „UPF 40+“. Für erhöhte Sicherheit sorgt „UPF 50+“ gemäß EN 13758.

Neben der Kleidung sind natürlich auch Licht- bzw. Sonnenschutzmittel als UV-Schutz unerlässlich, da sie die Bereiche des Körpers abdecken, die man mit Kleidung nicht
ausreichend schützen kann – beispielsweise Gesicht, Hals oder Nacken. Lichtschutzmittel können das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, um rund 40 Prozent reduzieren.

Professionelle Partner für Unternehmen
Die richtige Auswahl an UV-Schutzprodukten für die Angestellten ist für den Arbeitgeber nicht einfach. Den Grund dafür kennt Frank Küsters, Managing Director von SC
Johnson Professional für die Region DACH (ehemals DebSTOKO Europe GmbH): „Unterschiedliche Arbeitssituationen und Arbeitsfelder der Beschäftigten bedeuten auch
unterschiedliche Anforderungen für deren Schutz. Hier kann man sich auf die spezialisierten Technischen Händler verlassen, die eine auf diese spezifischen Anforderungen zugeschnittene Lösung mit qualitativ hochwertigen
Schutzprodukten zusammenstellen können. Ob UVSchutzcreme oder UV-Schutzkleidung oder auch Schulungen der Belegschaft vor Ort, der Technische Händler ist hier der
richtige Ansprechpartner.“

Um ihre Leistungen für Unternehmen ständig zu optimieren, haben sich 39 Technische Händler in der PSA-Fachgruppe des VTH Verband Technischer Handel e.V. zusammengeschlossen. Neben der qualifizierten Beratung zur verlässlichen Gefährdungsbeurteilung und der optimalen Produktauswahl ist es ein Ziel der Mitgliedsunternehmen, gemeinsam mit führenden Markenherstellern die
bestmögliche PSA gegen UV-Einwirkung im Markt zu etablieren. Denn der Klimawandel und die damit verbundene Steigerung der Sonnenintensität wird für Deutschlands Arbeitnehmer immer mehr zum wortwörtlich heißen Thema werden.
Mehr Informationen zum Arbeitsschutz bietet die Website
www.arbeitsschutzfachhandel.de.
Weitere Informationen zum Thema Hautschutz finden sich auf
der Seite www.vth-verband.de/hautschutz.

Textquelle: VTH Verband Technischer Handel e.V.

WPC: selbst verarbeiten oder nicht?

Die Planungen der Frühjahrsaktivitäten im Garten stehen vor der Tür.
Damit Terrassen, Fassaden und Sichtschutzzäune aus WPC lange
Freude bereiten, ist eine gekonnte Verarbeitung unerlässlich.

Für den Außenbereich im privaten wie im öffentlichen Raum erfreut sich das Material WPC (engl.: Wood Polymer Composites) großer Beliebtheit. Das Farbspektrum ist breiter als bei Holz und lässt mehr gestalterische Freiheiten zu. Am bekanntesten ist WPC zwar als Terrassenund Balkonbelag, doch auch Sicht- und Schallschutzelemente sowie
Fassaden lassen sich aus diesem Holzwerkstoff realisieren.

Profiarbeit oder selber machen?
„Hochwertige WPC-Produkte müssen fachkundig verbaut werden, um optimale und langlebige Ergebnisse zu erzielen. Während Terrassen und Sichtschutzzäune unter Einhaltung der Verlegevorgaben der Hersteller auch von geübten Heimwerkern umgesetzt werden können, gehören Arbeiten an der Fassade immer in die Hände von Profis“, erklärt Horst Walther, Vorsitzender der Fachgruppe Holz-Polymer-Werkstoffe im Verband der
Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI).
Unabhängig davon, wer die Produkte verarbeitet, gilt: Bei der Verwendung von WPC-Elementen sind die Herstellervorgaben zu befolgen, um die hohe Haltbarkeit und die Witterungsbeständigkeit der Produkte optimal zu gewährleisten. Viele Hersteller von WPC-Elementen bieten die zum jeweiligen Produkt passenden Unterkonstruktionen, Halterungen, Klick- und Klammersysteme im Holzfachhandel an.

Was ist WPC?
WPC (engl.: Wood Polymer Composites) sind Verbundwerkstoffe, die aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz, sortenreinen Kunststoffen und Additiven bestehen. Durch die Verbindung der Materialien entsteht ein einzigartiger Werkstoff, der die Natürlichkeit von Holz mit der langen Lebensdauer von hochwertigen Kunststoffen verbindet. WPC quillt weit weniger als unbehandeltes Holz und ist gegen Pilz- und Insektenbefall resistent. Aufwendige Pflegearbeiten wie Streichen oder Ölen entfallen. Das Material ist witterungsbeständig, splitterfrei und rutschfest und eignet sich auch für Poolbereiche, Bootsstege und Schwimmbäder.

Auf Qualität achten
Eine wichtige Orientierungshilfe beim Kauf von Terrassendielen bietet die Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe e.V. Sie vergibt ihr Gütesiegel nur an Produkte, die besonderen Qualitätskriterien entsprechen. Durch zahlreiche Tests wird dem Kunden ein sicheres und qualitativ hochwertiges Produkt garantiert. Geprüfte Dielen aus WPC müssen beispielsweise eine punktuelle Belastung von 320 Kilo aushalten. Sie überstehen Nass-, Gefrier- und Trocknungsphasen auch im extremen Wechsel und nehmen selbst bei
stundenlangem Sieden im kochenden Wasser kaum Feuchtigkeit auf. Es lohnt sich deshalb, beim Kauf auf das Siegel der Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe e.V. zu achten.

Weitere Informationen im Internet unter:
www.qg-holzwerkstoffe.de

Textquelle: Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe e.V