Malerbetrieb Neumann aus Dinslaken und Autohaus Lackermann GmbH aus Wesel werben in Clipserie der Handwerkskammer für den Reiz ihrer Ausbildungsberufe

KREIS WESEL. Das Handwerk hat bundesweit einen „Sommer der Berufsbildung“ ausgerufen und seine Vermittlungs- und Beratungsangebote noch einmal ausgeweitet. Die Handwerkskammer Düsseldorf ergänzt ihre im Frühjahr gestartete Informationsoffensive (u. a. „Starten statt warten!“-Plakataktion, Azubi-Hotline, Praktikumsinitiative) zur Unterstützung der Fachkräftesicherung der Unternehmen jetzt mit einer Reihe selbst produzierter Videoclips, die neugierig und Lust machen auf die Qualifizierungschance, die der breitgefächerte Berufsbereich Schulabgängern auch und gerade in diesem Jahr bietet. Die Besonderheit: Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Auszubildende aus Ausbildungsunternehmen im gesamten Bezirk der Handwerkskammer (der deckungsgleich ist zum Regierungsbezirk) sind die „Stars“ der 26 Kurzfilme; sie packen ihre Botschaft – das, was an dem betreffenden Ausbildungsberuf so begeistert – in prägnante, packende Ansagen.

Im Kreis Wesel werben gleich zwei Profis für ihren Beruf. Unter ihnen Alex Neumann vom
Malerbetrieb Neumann. Ihm ist Zusammenhalt im Team wichtig, was auch dazu beiträgt, bei der Arbeit das bestmöglichste Ergebnis zu erzielen. Jugendlichen, die noch unsicher sind, ob sie nach der Schule eine Ausbildung im Handwerk machen sollen, rät er: „Macht es einfach. Im Maler- und Lackiererhandwerk gibt es zahlreiche Wege, sich nach oben zu arbeiten.“ Das Familienunternehmen besteht übrigens seit über fünfzig Jahren und wird in der zweiten Generation geführt. Auch Lia, Auszubildende im Autohaus Lackermann in Wesel wirbt für Ihr Handwerk. Sie mag es, körperlich gefordert zu werden. „Den ganzen ‚herumzusitzen’ ist nicht für mich.“, sagt sie. Das Autohaus Lackermann blickt auf eine lange Firmentradition zurück. Heute wird die Firma von den beiden Söhnen des Firmengründers Hermann Lackermann sen., Manfred und Wolfgang, sowie deren
Söhnen Jörg, Sven, André und Maik geführt.

Die Serie wird fortgesetzt und im bundesweit vom Handwerk ausgerufenen „Sommer der
Berufsbildung“ punktuell um Videotagebücher ausgewählter Azubis ergänzt.
Zu den Clips: www.hwk-duesseldorf.de/Ausbildungsvideos

Die HWK meldet bezirksweit noch zahlreiche offene Ausbildungsstellen, die kurzfristig besetzbar sind: www.hwk-duesseldorf.de/lehrstellen

Quelle: Handwerkskammer Düsseldorf

AZUBI-STIPENDIUM 2021

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Contorion unterstützt den Nachwuchs im Handwerk

NRW. Contorion, der Online-Shop für professionelles Handwerk, vergibt dieses Jahr zum zweiten Mal in Folge das Azubi-Stipendium. Das Stipendium im Gesamtwert von 3.000 Euro richtet sich an junge Menschen, die eine handwerkliche Ausbildung absolvieren oder kurz davor sind, diese zu beginnen. Ab dem 14. Juni bis zum 22. August 2021 können sich Auszubildende unter contorion.de/azubi-stipendium um das Stipendium bewerben. Der Gewinner oder die Gewinnerin erhält von Contorion ein Jahr lang monatlich 250 Euro zur freien Verfügung. Über die Vergabe des Azubi-Stipendiums entscheidet eine Jury aus Handwerksexperten und -expertinnen, die in Kürze bekannt gegeben wird.

Contorion hilft jungen Menschen, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen

“Als Partner und Unterstützer des Handwerks ist es uns ein großes Anliegen, den Nachwuchs zu fördern. Deshalb haben wir vergangenes Jahr das Azubi-Stipendium ins Leben gerufen”, erklärt Tobias Tschötsch, Gründer und Geschäftsführer von Contorion. Die Resonanz war groß, rund 130 Bewerbungen sind während der dreimonatigen Bewerbungsphase eingegangen. Unter ihnen zahlreiche Bewerbungen junger Menschen, die in Handwerksberufen eine Chance sehen, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. “Das hat uns sehr gefreut”, so Tschötsch, “denn wir wissen, dass es für viele Betriebe schwer ist, junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern.” Obwohl das Handwerk vielfältige und zukunftssichere Berufsmöglichkeiten bietet, ist der Fachkräftemangel groß. Laut einer aktuellen Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) fehlten 2020 bundesweit knapp 65.000 Handwerker und Handwerkerinnen, während zahlreiche Lehrstellen unbesetzt blieben. Tobias Tschötsch: “Berufe im Handwerk haben teilweise ein negatives und veraltetes Image. Zu unrecht, wie wir finden. Mit dem Azubi-Stipendium möchten wir deshalb vor allem engagierte und talentierte Nachwuchskräfte stärken und auf ihrem Ausbildungsweg im Handwerk begleiten.”

Das Wichtigste auf einen Blick

Bewerbungszeitraum

14. Juni bis 22. August 2021.

Voraussetzungen

Um das Stipendium können sich Personen zwischen 16 und 25 Jahren bewerben, die sich zum Zeitpunkt der Bewerbung in einer handwerklichen Ausbildung befinden oder in Kürze eine handwerkliche Ausbildung beginnen.* 

Bewerbungsform

Die Bewerbung erfolgt online unter contorion.de/azubi-stipendium. Bewerber und Bewerberinnen werden darum gebeten, ein Video (maximal 60 Sekunden) oder ein Foto mit Text (maximal eine Seite) einzusenden. 

Finale und Preisverleihung

Das Finale mit anschließender Preisverleihung soll Anfang Oktober in Form einer digitalen Veranstaltung mit den Finalisten und Finalistinnen und den Jury-Mitgliedern stattfinden.

Preise 

1. Platz: Das Azubi-Stipendium im Wert von 3.000 Euro und attraktive Sachpreise

2. Platz: Contorion-Gutschein im Wert von 500 Euro und attraktive Sachpreise

3. Platz: Contorion-Gutschein im Wert von 100 Euro und attraktive Sachpreise

Infos zu:

1
KOFA-Studie 1/2021: Fachkräfteengpässe in Unternehmen – Fachkräftemangel und Nachwuchsqualifizierung im Handwerk

2 Unter »handwerkliche Ausbildung« fallen im Rahmen des Wettbewerbs Ausbildungen der Berufe, die in Anlage A und Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung aufgeführt sind, mit folgenden Ausnahmen: Bäcker, Konditoren, Fleischer, Augen- und Feinoptiker, Hörakustiker, Zahntechniker, Orthopädietechniker, Orthopädieschuhmacher, Friseure, Müller, Brauer und Mälzer, Textilreiniger, Gebäudereiniger, Fotografen, Uhrmacher, Buchbinder, Drucker, Siebdrucker, Maßschneider, Textilgestalter, Modisten, Schuhmacher und Bestatter.

Quelle: Contorion GmbH

Hitze im Haus:

Tipps zur Abkühlung für heiße Tage 

NRW. Nach einem viel zu kühlen, nassen Frühling drängt jetzt die Hitze ins Haus und ruft den Klimawandel wieder in Erinnerung. Der FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI) verrät, welche energieeffizienten Maßnahmen nachhaltig für kühle Räume und Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden sorgen und dabei auch dem Klima helfen.

Haus fachgerecht dämmen

Lassen Sie in einem ersten Schritt die Energiebilanz Ihres Hauses von einem Fachmann prüfen. Das lohnt sich, denn der Energieberater erkennt sofort die Schwachstellen, an denen im Sommer Hitze ins Haus und im Winter Wärme aus dem Haus dringt. Ein Knackpunkt sind meist unzureichend oder gar nicht gedämmte Dach- und Fassadenflächen sowie mangelhaft gedämmte Anschlüsse von Fensterrahmen, Balkonen, Dächern und Decken. Oft lassen sich diese Teilbereiche schnell und leicht dämmen und so langfristig große Energieeinsparungen in Kombination mit einer angenehmen Raumtemperatur erzielen. Ein Beispiel ist die Dämmung der obersten Geschossdecke oder eine Zwischen- und Untersparrendämmung bei Steildächern mit Mineralwolle (Glaswolle oder Steinwolle), die auch Heimwerker einfach ausführen können. 

Dämmstoffe aus Mineralwolle sind schnell am und im Haus verlegt. Mit diesen lassen sich auch potenzielle Wärmebrücken bei Bauteilanschlüssen sauber und sicher überdämmen. Das verhindert langfristig bauphysikalisch begründete Bauschäden und die Aufheizung der bestehenden Gebäudehülle in der heißen Jahreszeit. „Unangenehm empfundene, schnelle Temperaturwechsel bleiben den Bewohnern in einem mit Mineralwolle gedämmten Haus erspart. Gleichzeitig bietet Mineralwolle besten Schall- und Brandschutz“, sagt FMI-Geschäftsführer Dr. Thomas Tenzler. 

Fenster verschatten und richtig lüften 

Um die Sommerhitze auszusperren, sind außenliegende Rollos oder Jalousien notwendig. Diese verschatten den Raum sowie die Fensterflächen und verhindern, dass sich diese aufheizen und Wärme an den Raum abgeben. Halten Sie außerdem die Fenster tagsüber am besten geschlossen. Nachts oder frühmorgens sorgen Sie dagegen mit Querlüftung für eine Abkühlung der Innenoberflächen. Diese können dann die Kühle speichern und im Laufe des Tages die Erwärmung des Raumes abpuffern. 

Lassen Sie sich fördern

Dank der attraktiven staatlichen Fördermöglichkeiten lohnen sich energiesparende Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz, wie etwa außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen und eine Dämmung, für Klima und Geldbeutel jetzt besonders: „Im Rahmen der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können Sie Ihr Haus Stück für Stück nach Bedarf und Budget zum Beispiel mit Mineralwolle dämmen und jede Maßnahme bis zu 15.000 Euro in Kombination mit einem sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan einzeln fördern lassen. Alternativ können Sanierer drei Jahre lang insgesamt bis zu 40.000 Euro Steuern sparen“, so Dr. Thomas Tenzler.

Mehr Infos zu den Fördermöglichkeiten und zur Dämmung mit Mineralwolle erhalten Sie unter:
www.der-daemmstoff.de

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

Infos zu Bild 1:

Zu den wichtigsten Maßnahmen für mehr sommerlichen Wärmeschutz im Haus gehören außenliegende Verschattungsmaßnahmen an den Fenstern, das Lüften in der kühlen Tageszeit sowie eine fachgerechte Dämmung der Gebäudehülle, etwa mit Mineralwolle.

Infos zu Bild 2:

Eine Zwischensparrendämmung können Heimwerker schnell und leicht in Eigenregie ausführen.

Mehr Geld für mehr Energieeffizienz im Gebäude

Die Fördermöglichkeiten für Neubau und Sanierung werden noch einmal verbessert

NRW. Eine höhere Energieeffizienz von Gebäuden lohnt sich für Klima, Wohlbefinden und Geldbeutel. Mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können Besitzer sowie mit Genehmigung des Vermieters auch Pächter und Mieter von Wohn- und Nichtwohngebäuden jetzt mit nur einem Antrag höhere Fördergelder denn je erhalten, wenn sie ihre Immobilie energetisch modernisieren. Wer es unbürokratisch mag, für den bietet die steuerliche Förderung bei der Umsetzung energetischer Einzelmaßnahmen am Haus eine gute Alternative. Die Förderung durch die BEG ist wahlweise als Investitionszuschuss oder als Förderkredit mit Tilgungszuschüssen möglich. Auch Bauherren können ab dem 1. Juli 2021 auf attraktive Zuschüsse zurückgreifen.

Dämmung & Co.: 20 Prozent Zuschüsse für energetische Einzelmaßnahmen

Hausbesitzer, die ihr Gebäude Schritt für Schritt passend zum eigenen Zeitplan und Geldbeutel sanieren möchten, haben heute schon zwei Möglichkeiten zum Erhalt staatlicher Fördergelder: Mit der steuerlichen Förderung lassen sich energetische Einzelmaßnahmen am Haus – wie zum Beispiel eine Dämmung mit Mineralwolle (Glaswolle oder Steinwolle) von Dächern, Wänden oder Geschossdecken – drei Jahre lang von der Steuer absetzen. Bei einer Investitionssumme von maximal 200.000 Euro gibt es für jede Maßnahme 20 Prozent Förderung und damit bis zu 40.000 Euro Steuervorteile.

Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung von Gebäuden fördert seit Januar 2021 auch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit ihrem Teilprogramm „Einzelmaßnahmen“ (BEG EM). Bei einer maximal förderfähigen Investitionssumme von 60.000 Euro erhalten Sanierer eines Wohnhauses für jede Maßnahme bis zu 12.000 Euro (20 %). Für Nichtwohngebäude werden 20 Prozent der Sanierungskosten pro Quadratmeter Nettogrundfläche gefördert, das sind bis zu 200 Euro/m².

Sanieren nach Fahrplan: 5 Prozent iSFP-Bonus für Wohngebäude.

Aber damit nicht genug: Für die Wohnhaussanierung gibt es bei der BEG EM zusätzlich 5 Prozent Bonus und damit bis zu 15.000 Euro Zuschuss pro Einzelmaßnahme, wenn diese an einen sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) gemäß „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ vom Fachmann geknüpft wird. Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI), sagt:

„Wer sein Haus gemäß iSPF schrittweise mit Mineralwolle dämmt, wird nicht nur mit dauerhaft niedrigeren Energiekosten und einem idealen Raumklima belohnt. Glas- und Steinwolle dienen zusätzlich auch dem Schall- und Brandschutz in den eigenen vier Wänden.“

Neu ab Juli: Bis zu 50 Prozent Förderung für Effizienzhäuser und Effizienzgebäude

Zum 1. Juli 2021 treten zwei weitere Teilprogramme der BEG – „Wohngebäude“ (BEG WG) und „Nichtwohngebäude“ (BEG NWG) – in Kraft. Wird ein Wohngebäude zum Effizienzhaus saniert, können bei einer maximal förderfähigen Investitionssumme von 150.000 Euro bis zu 50 Prozent der Kosten und somit bis zu 75.000 Euro gefördert werden. Zusätzlich kann man vom iSFP profitieren, denn mit Erreichen der im iSFP definierten Effizienzhaus-Stufe lassen sich für diese abschließenden Maßnahmen zusätzliche 5 Prozent iSFP-Bonus erzielen, wenn dieser innerhalb von 15 Jahren umgesetzt wird. Für Wohnungsneubauten sind staatliche Zuschüsse von bis zu 37.500 Euro (25 %) im Rahmen der BEG WG möglich.

Weil eine höhere Energieeffizienz auch bei den vielen Nichtwohngebäuden zu mehr Energieeinsparung und damit Klimaschutz führt, werden diese ebenfalls stärker gefördert: Bei der Sanierung zum Effizienzgebäude ermöglicht die BEG NWG Zuschüsse bis zu 50 Prozent der förderfähigen Investitionssumme und damit bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche. Neugebaute Nichtwohngebäude mit Effizienzgebäude-Stufe sind bis zu 450 Euro/m² (22,5 %) förderfähig.

„Auf dem Weg zum energieeffizienten Gebäude ist die fachgerechte Dämmung der Gebäudehülle die erste und wichtigste Maßnahme. Dadurch kann dann auch die neue Anlagentechnik, wie eine Wärmepumpe, effizient arbeiten. Eine geförderte Effizienzhaus- bzw. Effizienzgebäude-Stufe lässt sich mit Dämmsystemen aus Mineralwolle einfach erreichen. Zudem bietet ein mit Mineralwolle gedämmtes Gebäude einen sicheren, ruhigen und komfortablen Wohn- oder Arbeitsort“, so Dr. Thomas Tenzler.

Infos zu Bilder:

1. Die staatliche Förderung für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz im Neubau und bei der Sanierung war noch nie so attraktiv.

2. Wird ein Wohngebäude zum Effizienzhaus saniert, lassen sich ab 1. Juli 2021 Fördergelder bis zu 75.000 Euro beantragen.

3. Bei der Sanierung zum Effizienzgebäude winken ab 1. Juli 2021 Zuschüsse bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche bei Nichtwohngebäuden. 

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.



Druckluft sicher nutzen und gleichzeitig Energie und Kosten sparen

Mit sicherheitstechnischen Produkten können Risiken durch Druckluft vermieden werden. Der Technische Handel berät, welche Anwendungen Sicherheit für die Mitarbeiter garantieren.

NRW. In vielen Industriebetrieben werden Anlagen, Maschinen und Werkzeuge mit pneumatischen Antrieben eingesetzt. Von ihnen selbst gehen keine direkten Gefährdungen aus, aber unter Umständen von der „eingesperrten“ Druckluft. Sie ist für bis zu zehn Prozent aller Unfälle bzw. Erkrankungen am Arbeitsplatz verantwortlich: beispielsweise durch platzende und entkoppelte Schläuche, die durch die Luft peitschen, oder durch Blaspistolen, deren Luftstoß die Haut verletzt und mit eingetragenen Partikeln zur Blutvergiftung führen kann.

Sichere Druckluftnutzung ist machbar

Fachbetriebe, die in der Fachgruppe „Schlauch- und Armaturentechnik“ des VTH Verband Technischer Handel e.V. organisiert sind, wissen, wie man die Risiken minimiert. Dazu sollten sich alle Anwender in Handwerk und Industrie zunächst mit diesen elementaren Fragen beschäftigen: Beachten wir alle organisatorischen und technischen Sicherheitsmaßnahmen, wie sie die Betriebssicherheitsverordnung, die Maschinenrichtlinie und produktbezogene Normen vorgeben? Befinden sich unsere Anlagen, deren Einzelkomponenten sowie die Persönlichen Schutzausrüstungen auf dem aktuellen Stand der Technik? 

Wo diese Fragen nicht bejaht werden können, ist Eile geboten. Aber auch wenn diese positiv beantwortet sind, sollten Unternehmen zusätzlich in sicherheitstechnische Komponenten investieren und sie in ihren pneumatischen Anlagen und Druckluftwerkzeugen unter fachlicher Anleitung verbauen. 

Auf dem Markt gibt es mittlerweile ein umfangreiches Sortiment an Produkten, welche Sicherheit bringen und gleichzeitig die Performance der Anlage nicht drosseln. 

  • Mit einschraubbaren Inline-Druckreglern und -Filtern kann ein Unternehmen dafür sorgen, dass im Werkzeug nie ein höherer Druck aufgebaut ist als für die Anwendung benötigt wird. 
  • Wenn zwei- statt einstufige Kupplungen verwendet werden, kann die Trennung vom Stecker sicher erfolgen. Das schlagartige Entweichen der Luft wird verhindert; der Stecker fliegt nicht unkontrolliert durch die Luft und ein Peitschenhiebeffekt des Schlauchs wird vermieden.
  • Ein Kugelhahn sorgt für automatische Entlüftung. Da er abschließbar ist, wird Manipulation ausgeschlossen. 

Dirk Höschle, der das Präventionsprogramm „RIEGLER SAFETY“ beim gleichnamigen Hersteller in Bad Urach betreut, weist auf weitere Vorteile einer sicheren Druckluftnutzung hin: auf Energieeffizienz und Kosteneinsparung. Er sagt: „Viele Werkzeuge, Anlagen und Maschinen werden mit zu hohem Leitungsdruck betrieben. Denken wir zum Beispiel an einen Druckluft-

Ratschenschrauber, dessen Drehmoment für sechs Bar ausgelegt ist, aber an das vorhandene Netz mit acht oder sogar zehn Bar angeschlossen wird. Ein Leitungsdruckregler minimiert hier nicht nur die Unfallgefahr, sondern reduziert auch die Kosten auf Grund des geringeren Luftverbrauchs und verlängert die Lebensdauer der Werkzeuge.“

Fachlicher Rat vom Technischen Handel 

Die Verantwortung für die Sicherheit der Mitarbeiter liegt auch bei drucklufttechnischen und pneumatischen Anwendungen allein beim Arbeitgeber. Er ist dafür zuständig, Anweisungen für den ordnungsgemäßen Umgang mit Druckluft zu erlassen sowie sichere Betriebsmittel zur Verfügung zu stellen. 

Die Routinen am Arbeitsplatz und die Vielfalt der Produkte zur Unfallverhütung und Sicherheit sind jedoch selbst für Sicherheitsbeauftragte kaum überschaubar. Für Riegler-Geschäftsführer Jürgen Wacker ist nach langjähriger Beschäftigung mit der Problematik klar: „Unternehmen sollten auf Nummer sicher gehen und sich von vornherein beim Technischen Händler ihres Vertrauens beraten und schulen lassen; er weiß, welches Produkt für welchen Zweck die meiste Sicherheit garantiert.“ 

Eine Übersicht über qualifizierte Technische Händler bietet der VTH Verband Technischer Handel e. V. auf seiner Webseite: www.vth-verband.de/mitgliederverzeichnis.

Quelle: VTH Verband Technischer Handel e.V.

Fotobeschreibung 1:

Das zweistufige Entkuppeln und Entlüften verhindert den Peitschenhiebeffekt. Der versenkte Knopf verringert die Gefahr des ungewollten Auslösens. Foto: RIEGLER

Fotobeschreibung 2:

Drucklufttechnik: Arbeitsschutz von A bis Z. Quelle: RIEGLER; Grafik: VTH

Fotobeschreibung 3:

Schlauchbruchsicherungen schützen Personen und Arbeitsumgebung vor Schäden, die beim Platzen oder Anreißen einer Druckluftleitung eintreten können. In diesen Fällen unterbricht die Schlauchbruchsicherung sofort den Durchfluss bis auf eine geringe Restströmung und verhindert somit womöglich schwere Verletzungen eines Mitarbeitenden. Foto: RIEGLER

Ausbildung: Positive Zwischenbilanz im Handwerk

Fuhrmann: „Mehr Lehrverträge als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahrs“
Am 29. Mai 2021: Schwerpunkt-Beratungstag mit „Azubi-Hotline“

NRW. Vielen Branchen und Betrieben des Handwerks geht es gut. Die Aufträge reichen zum Teil bis in den Sommer und auch die konjunkturelle Erwartungshaltung der Unternehmerinnen und Unternehmer hellt sich weiter auf, wie die jüngste Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Düsseldorf ergab.
Insbesondere die Handwerke rund ums Haus spüren weiterhin die hohe Investitionsbereitschaft von Privatkunden, Haus und Wohnung zu modernisieren. Aber auch der öffentliche Sektor hat seine Investitionen beispielsweise in die kommunale Infrastruktur bislang – trotz erheblicher Mehrbelastung der kommunalen Haushalte in Folge der Corona-Pandemie – nicht nennenswert zurückgefahren.

Diese positive Grundstimmung weiter Teile des Handwerks macht sich auch im Ausbildungsverhalten bemerkbar. Kammerhauptgeschäftsführer Axel Fuhrmann: „Zum Ende April konnten wir an Rhein, Ruhr und Wupper knapp acht Prozent mehr Lehrverträge zählen als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Dies ist ein starkes Signal der Unternehmen, in den Fachkräftenachwuchs der Zukunft zu investieren!“ Fuhrmann betont jedoch, dass es natürlich auch Branchen gebe, die aktuell in der Nachwuchsrekrutierung sehr zurückhaltend seien. „Vor allem die Handwerke, die, wie Friseure, Maßschneider, Fotografen oder auch Autohäuser, seit über einem Jahr schwer gebeutelt sind, stehen auf der Einstellungsbremse. Hier geht es zunächst einmal ums betriebliche Überleben.“ Auch wenn die aktuelle sehr erfreuliche Entwicklung bei den Lehrverträgen nur eine Momentaufnahme sein kann, so sei die Botschaft des Handwerks doch eindeutig:

Das Handwerk investiert in junge Menschen!

Serviceinfo:
• Aktuell finden sich in der Online-Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Düsseldorf über 1.500 offene Lehrstellen im Handwerk an Rhein, Ruhr und Wupper, die noch zum 1. August bzw. 1. September 2021 besetzt werden können. Die aktuellen Ausbildungsangebote sind unter www.hwk-duesseldorf.de/lehrstellen zu finden.
• Am 29. Mai 2021 in der Zeit von 10:00-13:00 Uhr hat die Kammer eine „Azubi-Hotline“ für
Schülerinnen und Schüler geschaltet; die Ausbildungsberatung der Kammer übernimmt
anschließend den Kontakt zu den Betrieben auf, die Praktika und Ausbildungsplätze
vorhalten.

Anmeldung zur Beratung: www.hwk-duesseldorf.de/azubi-hotline

Quelle: Handwerkskammer Düsseldorf

Neue Energieausweise: Das gilt ab Mai 2021 für Bestandsgebäude

Energiekosten runter, Wohnkomfort rauf  

Das im November 2020 in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt den Fokus auf eine umfangreichere Betrachtung bei Gebäuden im Bestand. In der Konsequenz gelten ab 1. Mai 2021 neue Anforderungen an Energieausweise. So sind künftig zum Beispiel bei allen Energieausweisen zusätzlich zu den End- und Primärenergieverbräuchen in kWh/(m²a) die Treibhausgas-Emissionen in kg C02-Äquivalent/(m²a) aufzuführen. Neu ist auch die Pflicht zur Begehung durch den Aussteller und Modernisierungsempfehlungen.

NRW. Die Angabe der Treibhausgas-Emissionen, also des CO₂-Ausstoßes eines Wohngebäudes im neuen Energieausweis gibt Laien eine einschätzbare Größe für die Nachhaltigkeit beim Wohnen. Sie veranschaulicht die Umweltauswirkungen des Gebäudebetriebs, vor allem durch Beheizung, Kühlung und Warmwasser. Der Heiz- bzw. Kühlbedarf ist bei schlecht gedämmten Gebäuden besonders hoch, da hier unnötig viel Energie über das Dach oder die Außenwände entweicht. Die bestmögliche Energieeffizienz eines Hauses kann deshalb nur durch eine Kombination aus baulichen Maßnahmen an der Gebäudehülle (Dämmung, Fenster), effizienter Anlagentechnik (z.B. Heizung) sowie dem Einsatz erneuerbarer Energien (z.B. Solarwärme) erreicht werden. 

„Ist die Gebäudehülle optimal gedämmt, ist der wichtigste Schritt für mehr Energieeffizienz bereits getan. Dadurch wird deutlich weniger Energie für Heizung und Kühlung benötigt“, sagt Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI). Der vielseitig in Gebäuden eingesetzte Dämmstoff Mineralwolle (Glaswolle und Steinwolle) überzeugt dabei gleich mehrfach: „Ein mit Mineralwolle gedämmtes Wohngebäude senkt dessen Energiebedarf und damit den CO₂-Ausstoß erheblich. Das spart Jahr für Jahr hohe Energiekosten bei gleichzeitig mehr Wohnkomfort, Schallschutz und Brandschutz“, so Dr. Thomas Tenzler.

Welchen Ausweis brauchen Sie jetzt für bestehende Wohnhäuser?

Eigentümer von kleinen Wohnhäusern (bis zu vier Wohneinheiten), für die der Bauantrag vor dem 01.11.1977 gestellt wurde und welche danach auch nicht mehr energetisch modernisiert wurden, sind verpflichtet, den energetischen Bedarf und damit auch die gesamte Gebäudequalität mit dem sogenannten Energiebedarfsausweis nachzuweisen. Für alle anderen Wohngebäude genügt ein sogenannter Energieverbrauchsnachweis. Dieser ließ sich bisher einfach und kostengünstig aus den Verbrauchszahlen der vergangenen drei Jahre ermitteln. Weil aber die so ermittelten Energiedaten stark vom Nutzerverhalten abhängen und wenig über die energetische Qualität des Gebäudes verraten, hat der Gesetzgeber nachjustiert: 

Der Energieverbrauchsausweis muss ab dem 1. Mai 2021 die Energiebilanz des Gebäudes detaillierter benennen. Dafür muss ein Fachmann das Gebäude vor Ort begutachten, mit Fotos dokumentieren und Modernisierungsmaßnahmen empfehlen. So ergibt sich eine gute Übersicht über die Mängel und möglichen Energieeinsparpotenziale eines Bestandsgebäudes. 

Langfristig CO2 senken und Geld sparen

Das neue GEG und die damit verbundenen neuen Energieausweise und Empfehlungen für Modernisierungen zeigen, dass viele Aspekte sinnvoll ineinandergreifen müssen, um einen langfristig nachhaltigen Einspareffekt von Energie und CO₂ bei Gebäuden zu erzielen. 

Hauseigentümer, die ohnehin die Sanierung ihrer Wohnimmobilie beabsichtigen, profitieren jetzt doppelt, wenn sie ihren neuen Energieverbrauchsausweis gemeinsam mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen. Für die iSFP-Erstellung durch einen Energieberater übernimmt der Staat bis zu 80 der Kosten. Gleichzeitig erhalten Sie damit auch einen fundiert durchdachten, optionalen Handlungsplan für die wirtschaftliche energetische Sanierung Ihres Gebäudes.  

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

Handwerkskammer weist auf Materialengpässe bei Holz und anderen Baustoffen hin.

Ehlert: Baustopps und Kurzarbeit drohen trotz voller Auftragsbücher

NRW. Auf eine zunehmend angespannte Versorgung der Bau- und Ausbaubranchen mit Material und Werkstoffen macht die Handwerkskammer Düsseldorf aufmerksam. Gleichzeitig würden Preise für Vorprodukte wie Holz, Metalle, Dämmwolle, Farben und Silikone derzeit stark ansteigen, informiert die Kammer. Auch Fachverbände bestätigen die Verknappung bei Baustoffen und Halbzeug: So hat der Zentralverband des Baugewerbes (ZDB) bereits vor einigen Tagen auf eine „sehr dynamische“ Preisentwicklung und teilweise Lieferschwierigkeiten hingewiesen: Holz sei seit September um 15 bis 20 Prozent teurer geworden, Mineralölerzeugnisse um 15 Prozent und Betonstahl um 30 Prozent.
Auch der Bundesverband Farbe berichtet von Preiserhöhungen um rund 50 Prozent bei
Wärmedämmung und zum Teil auch bei Trockenbauprofilen.

Als zentrale Ursache für den sich zuspitzenden Rohstoff-Mangel auf heimischen Märkten geht die Kammer und gehen die Verbandsexperten von einer überstark angesprungenen Nachfrage aus China und in den USA aus, wo die Konjunktur sich bereits in den letzten Monaten durchgreifend erholt habe. „Hersteller kommen nun mit dem Wiederhochfahren der Produktion nicht nach“, nachdem sie in der ersten Phase der Pandemie die Erzeugung gedrosselt hätten, so HWK-Präsident Andreas Ehlert. „Hält diese Mangelsituation an, könnten Baustopps und in der Folge auch Kurzarbeit die Folge sein – trotz voller Auftragsbücher!“

Praktiker aus den betroffenen Handwerksinnungen hatten der Kammer und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks im Rahmen einer Obermeisterkonferenz der HWK vor wenigen Tagen ferner ihre Beobachtung mitgeteilt, wonach Produzenten und Großhändler das Knappheitsproblem für generelle Preisanstiege in ihren Sortimenten nutzten. Kammerpräsident Ehlert informierte am Montagabend im Rahmen einer virtuellen Dialogveranstaltung mit 200 Handwerksunternehmerinnen und -Unternehmern Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier über die neuen Marktverwerfungen im
Bausektor. „Es ist ein absolutes Brandthema. Der Materialengpass am Bau könnte sich zu einem echten Hemmschuh für eine rasche konjunkturelle Erholung der gewerblichen Wirtschaft nach Ende der Pandemie auswachsen,“ so Ehlert. Kunden und Auftraggeber müssten sich darauf einstellen, dass Bau- und Ausbaubetriebe, die derzeit in großer Breite unter Lieferengpässen und Preissprüngen für Vorprodukte „teils in kurzer Folge“ litten, aktuell gehäuft gezwungen seien, Preisgleitklauseln in die Leistungsverträge hineinzunehmen, warb Ehlert bei Verbrauchern um Verständnis.

Quelle: Handwerkskammer Düsseldorf

DÄMM-MYTHEN

MYTHOS 1 

IST MINERALWOLLE LEICHT ENTFLAMMBAR?

DER MYTHOS: EINE DÄMMUNG DER AUSSENWÄNDE ERHÖHT DIE BRANDGEFAHR

DIE FAKTEN:

Nichtbrennbare Dämmstoffe aus Mineralwolle bieten den größtmöglichen Schutz.

Aber auch für die Dämmung einer Außenwand mit brennbaren (normal- bzw. schwerentflammbaren) Dämmstoffen gibt es Maßnahmen bzw. Bauvorschriften, die die Gefahr eines Fassadenbrandes reduzieren.

Leicht entflammbare Baustoffe – und damit auch Dämmstoffe – dürfen nach Norm ohnehin nicht eingebaut werden.

WAS DAHINTER STECKT:

Um zu verstehen, wie groß die Gefahr eines Fassadenbrandes ist, muss man den typischen Verlauf eines Brandes in einem mehrgeschossigen Haus betrachten: Ausgelöst wird er in aller Regel durch ein Ereignis im Inneren des Hauses: Ein Kurzschluss, eine unbeaufsichtigte offene Flamme oder ein überhitztes Elektrogerät können Ursachen dafür sein. Das Feuer wird dann von zahlreichen brennbaren Gegenständen in der Wohnung genährt: Möbel, Teppiche, Vorhänge, Holzverkleidungen. Durchbricht der Brand die Tür zum Treppenhaus, können brennbare Materialien dort auch zur Ausbreitung in die nächste Etage führen.

Die Variante, bei der eine Fassade überhaupt von der Brandausbreitung innerhalb von Gebäuden betroffen sein kann, führt über die Fenster. Wenn durch die Brandeinwirkung eine Fensterscheibe zerstört wird, bildet sich davor ein Flammenbündel. Diese typische Erscheinung kann ein darüber gelegenes Fenster innerhalb weniger Minuten zerstören und brennbares Material im dahinter befindlichen Innenraum entzünden. Ähnlich kritisch kann eine Brandeinwirkung auf die Fassade von außen, zum Beispiel durch einen brennenden Papiercontainer oder einen Brand im Nachbarhaus sein.

Dabei ist es wichtig, dass die Fassadenkonstruktion diese Form der Brandweiterleitung nicht unterstützt, sondern möglichst verhindert. Eine vollflächige Dämmung der Fassade mit dem Dämmstoff Mineralwolle (Steinwolle oder Glaswolle) ist brandschutztechnisch gesehen die sicherste Variante.

Für schwerentflammbare Dämmsysteme wurden konstruktive Lösungen mit Brandriegeln aus Mineralwolle intensiv von Brandschutzexperten geprüft – so gibt es nun entsprechende Lösungen für die brandsichere Dämmung von Fassaden.

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. 

Nachhaltige Lebensräume auf den Dächern der Stadt

Flachdach sanieren, dämmen und nutzen

NRW. Der Freiraum der nachhaltig verdichteten Stadt liegt auf ihren Dächern. Das Flachdach ist dabei als Raumreserve eine echte Chance. Mit einer Begrünung sorgen Flachdächer zum Beispiel für ein besseres Stadt- und Gebäudeklima, ein gutes Regenwassermanagement sowie Erholungs- und Naturflächen. Ist der Dachaufbau noch intakt, lässt sich ein bestehendes Flachdach ohne Weiteres mit Mineralwolle (Stein- und Glaswolle) aufdämmen. 

Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI), sagt: „Mineralwolle verbessert den Wärmeschutz, sichert mit ihrer offenporigen Struktur den Schallschutz und als nicht brennbarer Dämmstoff den Brandschutz. Genau deshalb ist Mineralwolle bestens geeignet für anspruchsvolle Bauvorhaben wie eine Flachdachsanierung – besonders auch in lauten, dicht besiedelten Gebieten.“ 

Ein solches Bauvorhaben erhielt erst im letzten Jahr für seine gelungene Architektur eine Anerkennung beim Holzbaupreis 2020. Das Besondere: Kantstein Architekten stiegen dem alten Hamburger Wohnriegel aus den 1960er Jahren mit einem Holzaufbau und einer Mineralwolldämmung aufs Dach. Die Architekten schaffen aus ehemals ungenutzten Flachdachflächen in urbaner Nachbarschaft sehr nachhaltige, sichere und lebenswerte Wohn- und Außenräume. Ihr Sanierungsprojekt mit Holz und Mineralwolle ist deshalb prototypisch und beispielgebend für einen langlebigen und substanzerhaltenden Umgang mit Flachdachwohnhäusern der 1960er und 1970er Jahre. 

Der richtige Dämmstoff fürs Flachdach

Die Hersteller von Mineralwolle bieten spezielle Flachdachdämmplatten, die so druckstabil und belastbar sind, dass sie eine Nutzung der Dachfläche ermöglichen. Der Informationsdienst Holz schreibt außerdem in seiner Broschüre „Flachdächer aus Holz“: „Nichtbrennbare Mineralwolledämmstoffe bieten insbesondere bei großflächigen Dächern Vorteile, weil sie keinen Beitrag zur Brandlast leisten.“ FMI-Geschäftsführer Dr. Thomas Tenzler ergänzt: „Dämmplatten aus Mineralwolle ermöglichen außerdem, auch bei Flachdächern die Balkenlage zur Dämmung zu nutzen und so Aufbauhöhe zu sparen.“ So bleiben Dach- und Gebäudehöhen oft unverändert – ein entscheidender Punkt bei der Sanierung von denkmalgeschützten und baurechtlich eingeschränkten Gebäuden.

Und Mineralwolle kann noch mehr: Für Gründächer bieten einige Hersteller den Dachaufbau als Komplettsystem an. Bei diesem System punktet Mineralwolle nicht nur als brandschützende, wärme- und schalldämmende Flachdachdämmung, sondern dazu gehört auch eine weitere Vegetationsschicht aus nachhaltiger Mineralwolle als Pflanzsubstrat fürs Urban Gardening.

Zwei Varianten der nicht hinterlüfteten Flachdachsanierung mit Mineralwolle

Im Blog „Maximal Mineral“ zeigt der FMI, wie sich Flachdächer mit Mineralwolle sicher und schadensfrei sanieren und in nutzbare Flächen verwandeln lassen. Weil dabei einiges hinsichtlich Feuchteschutz und Abdichtung zu beachten ist, gehört die Flachdachsanierung immer in professionelle Hände. Deshalb kommen im Blog zwei Experten zu Wort: 

Der Flachdachexperte und Ingenieur Guido Worring erklärt die Sanierung eines nicht hinterlüfteten Flachdaches mit einer Überdämmung der tragenden Ebene. Mit Mineralwolle ist das ein sicherer Dachaufbau. Der Holzbauingenieur Jörg Bühler erläutert, worauf es ankommt, wenn man auch den Sparrenbereich bei Flachdächern mit Mineralwolle dämmt. Er verrät, welche Aspekte selbst Dachdeckerprofis oft nicht genug beachten. Mit diesen beiden Aufbauvarianten und den fachmännischen Tipps lässt sich ein Großteil der Flachdächer energetisch korrekt mit Mineralwolle sanieren und über viele Generationen erhalten.

Quelle:  FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI)