Hitze im Haus:

Tipps zur Abkühlung für heiße Tage 

NRW. Nach einem viel zu kühlen, nassen Frühling drängt jetzt die Hitze ins Haus und ruft den Klimawandel wieder in Erinnerung. Der FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI) verrät, welche energieeffizienten Maßnahmen nachhaltig für kühle Räume und Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden sorgen und dabei auch dem Klima helfen.

Haus fachgerecht dämmen

Lassen Sie in einem ersten Schritt die Energiebilanz Ihres Hauses von einem Fachmann prüfen. Das lohnt sich, denn der Energieberater erkennt sofort die Schwachstellen, an denen im Sommer Hitze ins Haus und im Winter Wärme aus dem Haus dringt. Ein Knackpunkt sind meist unzureichend oder gar nicht gedämmte Dach- und Fassadenflächen sowie mangelhaft gedämmte Anschlüsse von Fensterrahmen, Balkonen, Dächern und Decken. Oft lassen sich diese Teilbereiche schnell und leicht dämmen und so langfristig große Energieeinsparungen in Kombination mit einer angenehmen Raumtemperatur erzielen. Ein Beispiel ist die Dämmung der obersten Geschossdecke oder eine Zwischen- und Untersparrendämmung bei Steildächern mit Mineralwolle (Glaswolle oder Steinwolle), die auch Heimwerker einfach ausführen können. 

Dämmstoffe aus Mineralwolle sind schnell am und im Haus verlegt. Mit diesen lassen sich auch potenzielle Wärmebrücken bei Bauteilanschlüssen sauber und sicher überdämmen. Das verhindert langfristig bauphysikalisch begründete Bauschäden und die Aufheizung der bestehenden Gebäudehülle in der heißen Jahreszeit. „Unangenehm empfundene, schnelle Temperaturwechsel bleiben den Bewohnern in einem mit Mineralwolle gedämmten Haus erspart. Gleichzeitig bietet Mineralwolle besten Schall- und Brandschutz“, sagt FMI-Geschäftsführer Dr. Thomas Tenzler. 

Fenster verschatten und richtig lüften 

Um die Sommerhitze auszusperren, sind außenliegende Rollos oder Jalousien notwendig. Diese verschatten den Raum sowie die Fensterflächen und verhindern, dass sich diese aufheizen und Wärme an den Raum abgeben. Halten Sie außerdem die Fenster tagsüber am besten geschlossen. Nachts oder frühmorgens sorgen Sie dagegen mit Querlüftung für eine Abkühlung der Innenoberflächen. Diese können dann die Kühle speichern und im Laufe des Tages die Erwärmung des Raumes abpuffern. 

Lassen Sie sich fördern

Dank der attraktiven staatlichen Fördermöglichkeiten lohnen sich energiesparende Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz, wie etwa außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen und eine Dämmung, für Klima und Geldbeutel jetzt besonders: „Im Rahmen der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können Sie Ihr Haus Stück für Stück nach Bedarf und Budget zum Beispiel mit Mineralwolle dämmen und jede Maßnahme bis zu 15.000 Euro in Kombination mit einem sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan einzeln fördern lassen. Alternativ können Sanierer drei Jahre lang insgesamt bis zu 40.000 Euro Steuern sparen“, so Dr. Thomas Tenzler.

Mehr Infos zu den Fördermöglichkeiten und zur Dämmung mit Mineralwolle erhalten Sie unter:
www.der-daemmstoff.de

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

Infos zu Bild 1:

Zu den wichtigsten Maßnahmen für mehr sommerlichen Wärmeschutz im Haus gehören außenliegende Verschattungsmaßnahmen an den Fenstern, das Lüften in der kühlen Tageszeit sowie eine fachgerechte Dämmung der Gebäudehülle, etwa mit Mineralwolle.

Infos zu Bild 2:

Eine Zwischensparrendämmung können Heimwerker schnell und leicht in Eigenregie ausführen.

Richtiges Verhalten bei sommerlicher Hitze

VOERDE. Der Klimawandel ist immer häufiger spürbar und wird an manchen Tagen zur körperlichen Belastung. Während sommerlicher Hitze sind Anpassungsmaßnahmen im individuellen Verhalten sinnvoll und erforderlich, zum Beispiel auf den Gebieten der körperlichen Gesundheit und im baulichen Hitzeschutz.

Digitaler Hitzeschutz-Stammtisch am 08.07.2021
War es im Mai noch relativ mild und feucht, konnten im Juni bereits an mehreren Tagen in Folge sommerliche Temperaturen verzeichnet werden. Aus diesem Grund laden Sie Simon Bielinski (Klimaschutzmanager der Stadt Voerde) und Akke Wilmes (Energieberater der Verbraucherzentrale NRW im Kreis Wesel) am 08.07.2021 von 18:30-20:00 Uhr zu einem digitalen Hitzeschutz-Stammtisch ein.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich hier über das Verhalten während Hitzeperioden informieren. Themen sind dabei z. B. das Trinkverhalten, richtiges Lüften sowie der Zeitpunkt des Aufenthalts im Freien und die Achtsamkeit gegenüber Mitmenschen.
Zudem können Sie sich bei der Arbeit sowie im häuslichen Umfeld auch durch „bauliche“ Maßnahmen (Verschattung, Dämmung, Fenstertausch, …) schützen.

Eine Teilnahme am Hitzeschutz-Stammtisch ist kostenlos möglich. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich.
Interessierte melden sich bitte per E-Mail an, um die Zugangsdaten zu erhalten: stadtplanung@voerde.de.

Verteilaktion der Broschüre „Hitzeknigge“
„Der ‚Hitzeknigge‘ des Umweltbundesamtes dient Bürgerinnen und Bürgern in Zeiten zunehmender Extremwetterlagen und Hitzeperioden als Ratgeber. Interessierte können sich über Möglichkeiten informieren wie sie hitzebedingte Belastungen abmildern oder vermeiden können“, erklärt der Voerder Klimaschutzmanager. „Der ‚Hitzeknigge‘ ist im Voerder Rathaus beim Fachdienst 6.1, im Bürgerbüro oder der Stadtbibliothek erhältlich.“

Weitere Tipps zum Sonnen- und Hitzeschutz, die digitale Version der
„Hitzeknigge“-Broschüre und Informationen zu den kostenlosen Angeboten der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW im Kreis Wesel erhalten Sie auf der städtischen Internetseite unter www.voerde.de/klimaschutz.

Für Fragen kontaktieren Sie bitte den Voerder Klimaschutzmanager Simon Bielinski (Tel. 02855 / 80-512).

Quelle: Stadt Voerde (Niederrhein)

Mehr Geld für mehr Energieeffizienz im Gebäude

Die Fördermöglichkeiten für Neubau und Sanierung werden noch einmal verbessert

NRW. Eine höhere Energieeffizienz von Gebäuden lohnt sich für Klima, Wohlbefinden und Geldbeutel. Mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können Besitzer sowie mit Genehmigung des Vermieters auch Pächter und Mieter von Wohn- und Nichtwohngebäuden jetzt mit nur einem Antrag höhere Fördergelder denn je erhalten, wenn sie ihre Immobilie energetisch modernisieren. Wer es unbürokratisch mag, für den bietet die steuerliche Förderung bei der Umsetzung energetischer Einzelmaßnahmen am Haus eine gute Alternative. Die Förderung durch die BEG ist wahlweise als Investitionszuschuss oder als Förderkredit mit Tilgungszuschüssen möglich. Auch Bauherren können ab dem 1. Juli 2021 auf attraktive Zuschüsse zurückgreifen.

Dämmung & Co.: 20 Prozent Zuschüsse für energetische Einzelmaßnahmen

Hausbesitzer, die ihr Gebäude Schritt für Schritt passend zum eigenen Zeitplan und Geldbeutel sanieren möchten, haben heute schon zwei Möglichkeiten zum Erhalt staatlicher Fördergelder: Mit der steuerlichen Förderung lassen sich energetische Einzelmaßnahmen am Haus – wie zum Beispiel eine Dämmung mit Mineralwolle (Glaswolle oder Steinwolle) von Dächern, Wänden oder Geschossdecken – drei Jahre lang von der Steuer absetzen. Bei einer Investitionssumme von maximal 200.000 Euro gibt es für jede Maßnahme 20 Prozent Förderung und damit bis zu 40.000 Euro Steuervorteile.

Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung von Gebäuden fördert seit Januar 2021 auch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit ihrem Teilprogramm „Einzelmaßnahmen“ (BEG EM). Bei einer maximal förderfähigen Investitionssumme von 60.000 Euro erhalten Sanierer eines Wohnhauses für jede Maßnahme bis zu 12.000 Euro (20 %). Für Nichtwohngebäude werden 20 Prozent der Sanierungskosten pro Quadratmeter Nettogrundfläche gefördert, das sind bis zu 200 Euro/m².

Sanieren nach Fahrplan: 5 Prozent iSFP-Bonus für Wohngebäude.

Aber damit nicht genug: Für die Wohnhaussanierung gibt es bei der BEG EM zusätzlich 5 Prozent Bonus und damit bis zu 15.000 Euro Zuschuss pro Einzelmaßnahme, wenn diese an einen sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) gemäß „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ vom Fachmann geknüpft wird. Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI), sagt:

„Wer sein Haus gemäß iSPF schrittweise mit Mineralwolle dämmt, wird nicht nur mit dauerhaft niedrigeren Energiekosten und einem idealen Raumklima belohnt. Glas- und Steinwolle dienen zusätzlich auch dem Schall- und Brandschutz in den eigenen vier Wänden.“

Neu ab Juli: Bis zu 50 Prozent Förderung für Effizienzhäuser und Effizienzgebäude

Zum 1. Juli 2021 treten zwei weitere Teilprogramme der BEG – „Wohngebäude“ (BEG WG) und „Nichtwohngebäude“ (BEG NWG) – in Kraft. Wird ein Wohngebäude zum Effizienzhaus saniert, können bei einer maximal förderfähigen Investitionssumme von 150.000 Euro bis zu 50 Prozent der Kosten und somit bis zu 75.000 Euro gefördert werden. Zusätzlich kann man vom iSFP profitieren, denn mit Erreichen der im iSFP definierten Effizienzhaus-Stufe lassen sich für diese abschließenden Maßnahmen zusätzliche 5 Prozent iSFP-Bonus erzielen, wenn dieser innerhalb von 15 Jahren umgesetzt wird. Für Wohnungsneubauten sind staatliche Zuschüsse von bis zu 37.500 Euro (25 %) im Rahmen der BEG WG möglich.

Weil eine höhere Energieeffizienz auch bei den vielen Nichtwohngebäuden zu mehr Energieeinsparung und damit Klimaschutz führt, werden diese ebenfalls stärker gefördert: Bei der Sanierung zum Effizienzgebäude ermöglicht die BEG NWG Zuschüsse bis zu 50 Prozent der förderfähigen Investitionssumme und damit bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche. Neugebaute Nichtwohngebäude mit Effizienzgebäude-Stufe sind bis zu 450 Euro/m² (22,5 %) förderfähig.

„Auf dem Weg zum energieeffizienten Gebäude ist die fachgerechte Dämmung der Gebäudehülle die erste und wichtigste Maßnahme. Dadurch kann dann auch die neue Anlagentechnik, wie eine Wärmepumpe, effizient arbeiten. Eine geförderte Effizienzhaus- bzw. Effizienzgebäude-Stufe lässt sich mit Dämmsystemen aus Mineralwolle einfach erreichen. Zudem bietet ein mit Mineralwolle gedämmtes Gebäude einen sicheren, ruhigen und komfortablen Wohn- oder Arbeitsort“, so Dr. Thomas Tenzler.

Infos zu Bilder:

1. Die staatliche Förderung für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz im Neubau und bei der Sanierung war noch nie so attraktiv.

2. Wird ein Wohngebäude zum Effizienzhaus saniert, lassen sich ab 1. Juli 2021 Fördergelder bis zu 75.000 Euro beantragen.

3. Bei der Sanierung zum Effizienzgebäude winken ab 1. Juli 2021 Zuschüsse bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche bei Nichtwohngebäuden. 

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.



Die „neue“ Kurze Straße

WESEL. Im Spätsommer 2020 haben die Bauarbeiten an der Kurzen Straße begonnen.
Zusammen mit den Stadtwerken Wesel GmbH und dem ASG Wesel erneuerte die
Stadt Wesel aufwendig in acht Monaten die Straße und den Kanal.
Die Kurze Straße ist eine Einbahnstraße in der Weseler Innenstadt. Sie befindet sich
unmittelbar an dem Marien-Hospital. Erbaut wurde sie in den 1950er Jahren. In den
Nachkriegsjahren wurden viele Gehwege sehr schmal angelegt. So war der Gehweg
in der Kurzen Straße zum Teil nur 60 Zentimeter breit. Vor allem Menschen, die auf
barrierefreie Wege angewiesen sind, hatten ihre Probleme. Rollatoren oder
Kinderwagen konnten so gut wie gar nicht auf dem Gehweg genutzt werden. Zudem
befand sich die Fahrbahn in einem desolaten Zustand. Aufgetretene Risse im
Asphalt wurden in der Vergangenheit lediglich „geflickt“.

Die Kurze Straße präsentiert sich nun in neuem Glanz. Zeitgemäß wurde sie
barrierefrei in Pflasterbauweise zum verkehrsberuhigten Bereich ausgebaut. Dadurch
profitieren vorrangig Fußgänger*innen, insbesondere mobilitätseingeschränkte
Menschen. Zusätzlich konnten zwei Baumbeete angelegt werden. Eine neue
Parkbank lädt zum Verweilen ein.

Die gesamte Baumaßnahme hat ca. 339.000 Euro gekostet (125.000 Euro für den
Straßenbau und etwa 214.000 Euro für den Kanalbau).
Die Straße bleibt weiterhin eine Einbahnstraße.

Quelle: Stadt Wesel

Energiequartier Schepersfeld bietet telefonische und digitale Beratung an

WESEL. Die Covid-19-Pandemie zwingt die meisten von uns, derzeit auf Home-Office umzustellen. Auch das Sanierungsbüro im MehrGenerationenHaus im Schepersfeld, Am Birkenfeld 14, ist bis auf weiteres nicht vor Ort besetzt. Daher bietet das Sanierungsmanagement für die Bewohner*innen und Immobilienbesitzer*innen im Schepersfeld sowohl telefonische als auch digitale Beratungen via E-Mail oder Videokonferenz zu den Themen: energetische Gebäudemodernisierung, Energiesparen und Fördermöglichkeiten an.

„Das Interesse an energetischen Modernisierungsmaßnahmen im Energiequartier Schepersfeld ist seit Projektbeginn ungebrochen groß“, erläutert Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. „Es sind bereits acht Anträge auf Förderung bei uns eingegangen, und wir konnten schon fünf Förderbescheide ausstellen und sie den Antragstellern zusenden. Das verdeutlicht uns, dass gute Wohn- und Lebensumstände wichtig sind und unsere Entscheidung, das Projekt Energiequartier Schepersfeld mitten in der Pandemie zu beginnen, genau richtig war“, betont Westkamp. „Durch die verschiedenen Maßnahmen leisten die Bürger*innen nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz. Bei sinkenden Energiekosten sparen sie nach einer energetischen Sanierung auch Geld und steigern ihre Wohnqualität.“

Einen wesentlichen Beitrag zur erhöhten Modernisierungstätigkeit leistet die, eigens für das Energiequartier Schepersfeld entwickelte, städtische Förderrichtlinie: Der „Sanierungszuschuss Wesel-Schepersfeld“. Das Programm fördert zum Beispiel Maßnahmen rund um Dämmung, Fensteraustausch oder auch den Einsatz Erneuerbarer Energien mit direkten Zuschüssen. Der Sanierungszuschuss richtet sich an alle Eigentümer*innen, deren Immobilie im Quartier liegt. Das Quartier wird begrenzt von der Schermbecker Landstraße im Süden, der Hagerstownstraße im Osten sowie der Brüner Landstraße und den Bahngleisen im Nordwesten und Westen.

Bereits 44 Bürger*innen haben sich seit dem 27. Oktober 2020 mit einer Terminanfrage für eine kostenlose Erstberatung im Sanierungsbüro Schepersfeld an Sanierungsmanager Nikolai Spies gewandt. 30 nahmen dieses Angebot schon in Anspruch: „Ratsuchende informieren sich zu ihren individuellen Modernisierungsmöglichkeiten sowie vorhandenen Förderungen“, so Spies. 23 Ratsuchende ließen sich in einem nächsten Schritt von Akke Wilmes, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW, vor Ort an der eigenen Immobilie bzw. pandemiebedingt via Telefon oder Videokonferenz beraten.

Bislang wurden 6.060 Euro an Fördergeldern für 2020 bewilligt. Für das Jahr 2021 stehen aktuell noch 34.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Schnell sein lohnt sich also, denn die Ausschüttung der Fördergelder erfolgt nach Eingang der Anträge.

Bei Fragen rund um die Förderrichtlinie und das Beratungsangebot steht Herr Nikolai Spies dienstags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr für eine individuelle und kostenlose Energieberatung telefonisch unter 0281 / 203-2778, via E-Mail unter info@energiequartier-schepersfeld.de oder nach vorheriger Absprache an der Immobilie im Schepersfeld zur Verfügung. Selbstverständlich immer unter Einhaltung der Coronaschutzverordnung. Die Sprechzeiten werden nach einer Lockerung der Coronaschutzmaßnahmen auch wieder persönlich im MehrGenerationenHaus Schepersfeld, Am Birkenfeld 14, angeboten werden.

Ein weiteres Angebot sind regelmäßige, kostenlose Themenabende für Bürger*innen im Quartier. Der nächste Themenabend „Heizen, Lüften, Schimmel vermeiden“ findet am 16. März 2021, um 18:00 Uhr, als Onlinethemenabend statt. Nähere Einzelheiten zum Programm erfahren Sie rechtzeitig aus der lokalen Presse oder über die genannte Internetseite. Eine Anmeldung zum Themenabend ist aber bereits jetzt beim Sanierungsmanagement möglich.

Aktuelle Termine und Informationen zum Energiequartier Schepersfeld sind über die Projektwebseite www.energiequartier-schepersfeld.de abrufbar.

Quelle: Stadt Wesel

MEHR ALS EIN ÖKOLOGISCHER TREND: FERTIGHÄUSER SIND SCHNELL GEBAUT UND ENERGIEEFFIZIENT

NRW. Fertighäuser in Holzrahmenbauweise werden immer beliebter. Circa 15 Prozent aller neuen Eigenheime in Deutschland sind solche Fertighäuser, also Bauten, deren Rohbau eine sehr hohe Vorfertigung aufweist. Erst auf der Baustelle werden die vorgefertigten Bauteile dann zusammengesetzt.

Hauskäufer schätzen zunehmend die vielfältigen Vorteile des Fertigbaus: Der hohe Grad der Vorfertigung garantiert optimale Qualität und viele der bereits auf dem Markt angebotenen Fertighaussysteme erfüllen die Normen eines Niedrigenergiehauses.

Große Marken und Systemanbieter von Fertighäusern dominieren derzeit den Markt. Das Portfolio besteht dabei meist aus einem überschaubaren Angebot an Haustypen, das sich nach dem Geschmack und Budget der Käuferschichten orientiert. Individuelle Fertighäuser – und damit eine unbegrenzte Auswahl an einzelnen „Bausteinen“ eines Fertighauses – erhält der Kunde jedoch nur von Architekten, deren Planung eng mit den Vorfertigungsprozessen verwoben ist.

Das Berliner Architekturbüro Müllers Büro (www.muellersbuero.com) errichtet seit 25 Jahren überwiegend Fertighäuser als Niedrigenergie- oder Passivbauten:

„Fertighäuser haben eine hohe Maßgenauigkeit, sprich eine hohe Qualität. Sie zeichnen sich durch kurze Bauzeiten aus und können es energetisch mit jeder konventionellen Bauweise aufnehmen. Wir entwerfen und bauen absolut individuell nach Kundenwunsch, sind aber kompromisslos bei der Qualität und Energieeffizienz“, sagt Inhaber Frank Müller.

Mineralwolle – ein exzellenter Baupartner

Eine effektive Wärmedämmung, etwa durch Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle), trägt entscheidend zur Energieeffizienz von Fertighäusern bei. Sie spart in der kalten Jahreszeit eine Menge Heizkosten und reduziert dadurch den Ausstoß von klimaschädlichem CO2. In den warmen Monaten schützt die fachgerechte Dämmung das Haus wiederum vor Hitze. Eine Mineralwolldämmung sorgt so übers Jahr hinweg für Wohlfühltemperaturen im ganzen Haus.

Neben den exzellenten Wärmedämmeigenschaften von Mineralwolle punkten noch weitere Vorteile des mineralischen Dämmstoffes bei den traditionell, in einer Holzständerkonstruktion errichteten Fertighäusern: Dank ihrer Nichtbrennbarkeit eignet sich Mineralwolle ideal, um einer tragenden Holzkonstruktion beste Brandschutzqualitäten zu verleihen. Die Außen- und Trittschalldämmung ist bei Gebäuden in leichter Bauweise ebenso wichtig. Mineralwolle verfügt in allen drei Bereichen über hervorragende Eigenschaften.

Frank Müller und sein Partner im Fertigteilbau, die Firma Kreutner & Schmälzlin Holzbau GmbH (www.ks-holzbau.de), bestätigen den Dreifachschutz von Mineralwolle:

„Von den zur Auswahl stehenden Wärmedämmmaterialien präferieren wir Mineralwolle, weil sie zusätzlich einen besonders guten Schallschutz leistet. Ebenso effektiv ist dieser nichtbrennbare Dämmstoff, wenn es darum geht, Schwelbrände innerhalb von Holzständerwänden zu verhindern.“

Dem Wand- und Deckenaufbau von Fertighäusern kommt daher eine große Bedeutung zu. Die regulären Außen- wie Innenwände beruhen auf einer Holzständerbauweise. Die Stärke der Hölzer in Außenwänden liegt bei 8 x 18 cm, wobei die Hohlräume der Wände als Wärmeschutz mit einer 18 cm dicken Schicht Mineralwolle der Wärmeleitgruppe (WLG) 035 ausgelegt sind. In den meisten Fällen wird auf der Außenseite noch eine Holzfaserplatte (80 mm) aufgebracht, um die Wärmedämmung weiter zu verbessern.

Fertighäuser: Positive Ökobilanz

Bewertet man die Bedingungen, unter denen Fertighäuser geplant, gefertigt und errichtet werden, so zeigt sich unterm Strich eine sehr positive Ökobilanz. Architekt Frank Müller resümiert:

„Die Holzständerbauweise ist sehr gut für das Wohnklima in Bezug auf die Wärme- bzw. Kältestrahlung. Außerdem ist ihr hoher Vorfertigungsgrad, verbunden mit kurzen Bauzeiten, aus ökologischer Sicht unschlagbar. Mineralwolle fügt sich mit ihren sehr guten multiplen Dämmeigenschaften sowie ihrer leichten Verarbeitung ideal in die Bauweise von Fertighäusern ein.“

Mineralwolle ist damit bereits heute ein wichtiger Teil einer nachhaltigen, klimafreundlichen Bauweise, die in Zeiten des ökologischen Umdenkens eine große Zukunft haben wird.

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

Mehr Geld vom Staat: Förderung für die Energetische Sanierung steigt bei Wohnhäusern auf 25% und bei Nichtwohngebäuden auf 20%

Höhere Energieeffizienz, Behaglichkeit und Sicherheit – eine Gebäudesanierung lohnt sich dreifach. Schon einzelne energetische Maßnahmen, wie z.B. eine Dämmung von Dächern, Außenwänden und Geschossdecken, verbessern langfristig das Klima und die Haushaltskasse.

NRW. Um Hausbesitzer, Pächter und Mieter von Wohn- und Nichtwohngebäuden finanziell noch besser bei der Sanierung zu unterstützen, ging am 1. Januar 2021 die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) an den Start. Die BEG verbessert die Förderung von Einzelmaßmaßnahmen bei energetischen Sanierungen. Für Wohngebäude bedeutet das ab sofort staatliche Zuschüsse von bis zu 15.000 Euro pro Maßnahme und für Nichtwohngebäude bis zu 200 Euro pro saniertem Quadratmeter.

Energieeffizienz rechnet sich – aber nur mit den richtigen Experten

Für die energetische Sanierung eines Gebäudes, dessen Bauanzeige oder Bauantrag mindestens fünf Jahre zurückliegt, können Antragstellende ab sofort einen Investitionszuschuss für entsprechende Einzelmaßnahmen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA: www.bafa.de) beantragen. Zu den förderfähigen energetischen Einzelmaßnahmen gehören eine energieeffiziente Anlagentechnik (Beheizung, Lüftung), die Erneuerung von Fenstern, Außentüren sowie Dämmmaßnahmen an Dächern, Außenwänden oder Geschossdecken, z.B. mit Mineralwolle (Glaswolle oder Steinwolle). Dabei sind die technischen Mindestanforderungen an die jeweilige Einzelmaßnahme einzuhalten und nachzuweisen.

Ganz gleich, ob es sich bei der zu sanierenden Immobilie um ein Wohn- oder Nichtwohngebäude handelt – um im Rahmen der BEG EM von noch höheren staatlichen Zuschüssen zu profitieren, schalten Sie vor Maßnahmenbeginn unbedingt einen Energieeffizienz-Experten (www.energie-effizienz-experten.de) ein. Nur der Energieeffizienz-Experte kann die für Sie und Ihr Gebäude besten Maßnahmen ermitteln und anschließend die maximale Förderung dafür beantragen. Zusätzlicher Pluspunkt: Auch die verschiedenen Energieberater-Leistungen sind förderfähig.

WOHNHÄUSER: BIS ZU 15.000 EURO FÖRDERUNG MIT 5%-ISFP-BONUS ERHALTEN

Pro Einzelmaßnahme an der Gebäudehülle winkt bei der energetischen Wohnhaussanierung ein Investitionszuschuss von 20 % – die förderfähige Investitionssumme ist dabei auf 60.000 Euro gedeckelt. Planen Sie zum Beispiel, das Dach Ihres Wohnhauses mit Mineralwolle zu dämmen, so können Sie sich dafür 20 % der Sanierungskosten – maximal 12.000 Euro – durch das BAFA erstatten lassen. Aber damit nicht genug: Diese hohen Fördersummen können Sie weiter aufstocken, wenn Sie die Maßnahme im Rahmen eines im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ geförderten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) umsetzen. Mit dem 5%-iSFP-Bonus erhöht sich der Fördersatz auf insgesamt 25 % und damit 15.000 Euro.

Gut zu wissen ist auch, dass der Staat bereits für die Erstellung des individuellen Sanierungsfahrplans bis zu 80 % der Kosten übernimmt. Mithilfe des iSFP kann der von Ihnen beauftragte Energieeffizienz-Experte die einzelnen Sanierungsmaßnahmen klug planen und sämtliche Förderoptionen ausloten. Dadurch erhalten Sie ab dem ersten Sanierungsschritt mehr Geld, insofern die entsprechende Einzelmaßnahme binnen 15 Jahren nach Erstellung des iSFP umgesetzt wird.

NICHTWOHNGEBÄUDE: PRO QUADRATMETER BIS ZU 200 EURO GESCHENKT

Bei der energetischen Gebäudesanierung von Nichtwohngebäuden werden Einzelmaßnahmen, bei förderfähigen Kosten von bis zu 1.000 Euro je m² Nettogrundfläche, mit 20 % Zuschuss gefördert. Das ergibt bis zu 200 Euro je Quadratmeter. Die förderfähige Investitionssumme ist dabei auf 15 Mio. Euro gedeckelt. Für einzelne Sanierungsmaßnahmen von Nichtwohngebäuden, beispielsweise eine Außenwanddämmung aus Mineralwolle, können Sie sich somit bis zu 3 Mio. Euro erstatten lassen.

Eine Dämmung aus Mineralwolle senkt nicht nur den Energieverbrauch eines Hauses

Noch mehr Geld sparen Sie langfristig durch die minimierten Energie- und Betriebskosten Ihres sanierten Hauses. Aber nicht nur der finanzielle Aspekt spricht für eine energetische Gebäudesanierung. Darüber hinaus erzielen Sie, insbesondere durch geeignete Dämmmaßnahmen, einen Werterhalt oder sogar eine Wertsteigerung der Immobilie.

Eine mit Mineralwolle gedämmte Gebäudehülle verbessert den Komfort spürbar und erhöht die Sicherheit und Gesundheit in Wohn- und Arbeitsräumen langfristig. Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI), sagt:

„Mineralwolle schafft ideale Raumtemperaturen zu jeder Jahreszeit. Außerdem sichern Sie mit einer Dämmung aus nichtbrennbarer Mineralwolle sich und Ihre Immobilie vor Brandgefahren. Auch der Schallschutz ist inbegriffen. Und: Da Mineralwolle einen sehr langen Lebenszyklus hat, wird eine Dämmung aus Glas- oder Steinwolle Ihr Haus viele Jahrzehnte nachhaltig schützen.“

Solarmetropole Ruhr

Die Kreishandwerkerschaft des Kreises Wesel widmet sich seit längerer Zeit dem Thema Nachhaltigkeit. Ein Baustein hierzu ist die Mitarbeit in der Ausbauinitiative der Solarmetropole Ruhr.

NRW. Die Ausbauinitiative der Solarmetropole Ruhr ist ein Projekt des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und des Handwerks in der Rhein-Ruhr-Region.

In 15 Kommunen wird über das Thema Solarenergie mit Hilfe von Veranstaltungen, Rundgängen und anderen Möglichkeiten informiert. Die Ausbauinitiative ist darauf ausgelegt, Hausbesitzer über die positiven Eigenschaften der Photovoltaik zu informieren und sie von deren Nutzen zu überzeugen, um so dem Klimaschutz im Kleinen voranzubringen. Denn jeder Eigenheimbesitzer kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten und so zur Energiewende beitragen.

Daher unterschützen Kreishandwerksmeister Günter Bode und stellvertretender Kreishandwerksmeister Norbert Borgmann die Ausbauinitiative sehr gerne und warben nunmehr am Standort der Kreishandwerkerschaft des Kreises Wesel für sie. Unter dem Motto „Hat Ihr Dach mehr drauf“ setzten sich die beiden Repräsentanten der Kreishandwerkerschaft des Kreises Wesel für die Solarmetropole Ruhr und Ihre Ziele ein.

Bildquelle: www.khwesel.de

Textquelle: ww.khwesel.de

Über den Dächern von Wesel

Azubis starten ihre Ausbildung beim Dachdeckerbetrieb Weber Bedachungen GmbH

WESEL. Hoch hinaus geht es für gleich drei Auszubildende seit dem 1. August dieses Jahres im Meisterbetrieb Weber Bedachungen GmbH an der Rudolf-Diesel-Straße 72. Dennis Sayman, Jason König und Ioanis Reinhardt haben ihre Dachdecker-Lehre im Weseler Traditionsunternehmen begonnen. Geht alles glatt, dürfen die neuen Lehrlinge in drei Jahren ihre Gesellenprüfung ablegen. Der Jüngste im Bunde ist Jason König. Mit gerade mal 16 Jahren ist er ins Berufsleben gestartet: „Ich wollte lieber eine anständige Ausbildung machen, statt weiter zur Schule zu gehen“, berichtet König. Der Beruf des Dachdeckers mache ihm einfach riesigen Spaß.

Ein bisschen mehr Luft im Berufsleben schnuppern konnten hingegen Dennis Sayman (24) und Ioanis Reinhard (19). Beide absolvierten bereits vorab Praktika in Dachdeckerbetrieben. „Dennis hat bei uns sein dreiwöchiges Praktikum absolviert. Dabei hat er sich gut geschlagen. Wir freuen uns deshalb, dass er nun bei uns seine Ausbildung begonnen hat“, so Christian Weber, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Ingo in zweiter Generation führt. Nach der Gesellenprüfung soll für Dennis Sayman aber noch lange nicht Schluss sein. Der junge Mann möchte nach der Lehre die Meisterschule besuchen. Doch diese Qualifizierung sei alles andere als preiswert.

Rund 15.000 Euro koste die Qualifizierung zum Meister. Und auch Ioanis Reinhardt kam durchs Praktikum zum Traumberuf. „Die Arbeit des Dachdeckers ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Man muss allerdings das Arbeiten auf einer Baustelle mögen. Alle Azubis müssen zudem natürlich höhentauglich sein“, erklärt Reinhardt. Bereits seit Jahrzehnten werden bei Webers junge Menschen zu Dachdeckern ausgebildet. „Ausgebildete und qualifizierte Fachkräfte sind in der Branche nur schwer zu finden. Entweder sind diese Leute selbstständig oder in festen Anstellungen. Daher bilden wir unsere Dachdecker am liebsten selbst aus. Mehr als 50 Prozent der heutigen Mitarbeiter sind ehemalige Lehrlinge“, berichtet Ingo Weber. Auf eine Sache ist man im Familienbetrieb an der Rudolf-Diesel-Straße besonders stolz. „Bei uns haben bislang alle Azubis ihre Prüfung zum Dachdecker bestanden. Das ist eine tolle Leistung, wenn man bedenkt, dass bei einigen Prüfungen 50 Prozent der Lehrlinge bei der Handwerkskammerprüfung in Düsseldorf durchfallen“, so Christian Weber. 75 Prozent der ehemaligen Azubis blieben zudem im Betrieb. „Einige von ihnen sind Innungsbeste“, freuen sich die Chefs.

Dass der Meisterbetrieb erste Adresse für eine Ausbildung ist, zeigten auch die Bewerbungszahlen. Ingo Weber: „Rund 90 Bewerbungen haben wir alleine in diesem Jahr erhalten. Das macht uns natürlich mächtig stolz.“ Und wie sieht es mit weiblichen Auszubildenden in dieser Berufsbranche aus? Ingo Weber: „Frauen sind in diesem Beruf eher selten zu finden. Dabei hat die Ausbildung sich stark gewandelt. Wo einst körperliche Kraft gefragt war, sind heute eher mathematische Kenntnisse erforderlich. Wir freuen uns daher besonders, ab September eine Jahrespraktikantin bei uns begrüßen zu dürfen.

Weitere Infos unter: www.weberbedachungen.de

Bild: Links: Dennis Sayman, Mitte: Jason König, Rechts: Ioanis Reinhard

Foto: Rüdiger Marquitan Text: Rüdiger Marquitan