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Energiequartier Schepersfeld bietet telefonische und digitale Beratung an

WESEL. Die Covid-19-Pandemie zwingt die meisten von uns, derzeit auf Home-Office umzustellen. Auch das Sanierungsbüro im MehrGenerationenHaus im Schepersfeld, Am Birkenfeld 14, ist bis auf weiteres nicht vor Ort besetzt. Daher bietet das Sanierungsmanagement für die Bewohner*innen und Immobilienbesitzer*innen im Schepersfeld sowohl telefonische als auch digitale Beratungen via E-Mail oder Videokonferenz zu den Themen: energetische Gebäudemodernisierung, Energiesparen und Fördermöglichkeiten an.

„Das Interesse an energetischen Modernisierungsmaßnahmen im Energiequartier Schepersfeld ist seit Projektbeginn ungebrochen groß“, erläutert Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. „Es sind bereits acht Anträge auf Förderung bei uns eingegangen, und wir konnten schon fünf Förderbescheide ausstellen und sie den Antragstellern zusenden. Das verdeutlicht uns, dass gute Wohn- und Lebensumstände wichtig sind und unsere Entscheidung, das Projekt Energiequartier Schepersfeld mitten in der Pandemie zu beginnen, genau richtig war“, betont Westkamp. „Durch die verschiedenen Maßnahmen leisten die Bürger*innen nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz. Bei sinkenden Energiekosten sparen sie nach einer energetischen Sanierung auch Geld und steigern ihre Wohnqualität.“

Einen wesentlichen Beitrag zur erhöhten Modernisierungstätigkeit leistet die, eigens für das Energiequartier Schepersfeld entwickelte, städtische Förderrichtlinie: Der „Sanierungszuschuss Wesel-Schepersfeld“. Das Programm fördert zum Beispiel Maßnahmen rund um Dämmung, Fensteraustausch oder auch den Einsatz Erneuerbarer Energien mit direkten Zuschüssen. Der Sanierungszuschuss richtet sich an alle Eigentümer*innen, deren Immobilie im Quartier liegt. Das Quartier wird begrenzt von der Schermbecker Landstraße im Süden, der Hagerstownstraße im Osten sowie der Brüner Landstraße und den Bahngleisen im Nordwesten und Westen.

Bereits 44 Bürger*innen haben sich seit dem 27. Oktober 2020 mit einer Terminanfrage für eine kostenlose Erstberatung im Sanierungsbüro Schepersfeld an Sanierungsmanager Nikolai Spies gewandt. 30 nahmen dieses Angebot schon in Anspruch: „Ratsuchende informieren sich zu ihren individuellen Modernisierungsmöglichkeiten sowie vorhandenen Förderungen“, so Spies. 23 Ratsuchende ließen sich in einem nächsten Schritt von Akke Wilmes, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW, vor Ort an der eigenen Immobilie bzw. pandemiebedingt via Telefon oder Videokonferenz beraten.

Bislang wurden 6.060 Euro an Fördergeldern für 2020 bewilligt. Für das Jahr 2021 stehen aktuell noch 34.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Schnell sein lohnt sich also, denn die Ausschüttung der Fördergelder erfolgt nach Eingang der Anträge.

Bei Fragen rund um die Förderrichtlinie und das Beratungsangebot steht Herr Nikolai Spies dienstags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr für eine individuelle und kostenlose Energieberatung telefonisch unter 0281 / 203-2778, via E-Mail unter info@energiequartier-schepersfeld.de oder nach vorheriger Absprache an der Immobilie im Schepersfeld zur Verfügung. Selbstverständlich immer unter Einhaltung der Coronaschutzverordnung. Die Sprechzeiten werden nach einer Lockerung der Coronaschutzmaßnahmen auch wieder persönlich im MehrGenerationenHaus Schepersfeld, Am Birkenfeld 14, angeboten werden.

Ein weiteres Angebot sind regelmäßige, kostenlose Themenabende für Bürger*innen im Quartier. Der nächste Themenabend „Heizen, Lüften, Schimmel vermeiden“ findet am 16. März 2021, um 18:00 Uhr, als Onlinethemenabend statt. Nähere Einzelheiten zum Programm erfahren Sie rechtzeitig aus der lokalen Presse oder über die genannte Internetseite. Eine Anmeldung zum Themenabend ist aber bereits jetzt beim Sanierungsmanagement möglich.

Aktuelle Termine und Informationen zum Energiequartier Schepersfeld sind über die Projektwebseite www.energiequartier-schepersfeld.de abrufbar.

Quelle: Stadt Wesel

MEHR ALS EIN ÖKOLOGISCHER TREND: FERTIGHÄUSER SIND SCHNELL GEBAUT UND ENERGIEEFFIZIENT

NRW. Fertighäuser in Holzrahmenbauweise werden immer beliebter. Circa 15 Prozent aller neuen Eigenheime in Deutschland sind solche Fertighäuser, also Bauten, deren Rohbau eine sehr hohe Vorfertigung aufweist. Erst auf der Baustelle werden die vorgefertigten Bauteile dann zusammengesetzt.

Hauskäufer schätzen zunehmend die vielfältigen Vorteile des Fertigbaus: Der hohe Grad der Vorfertigung garantiert optimale Qualität und viele der bereits auf dem Markt angebotenen Fertighaussysteme erfüllen die Normen eines Niedrigenergiehauses.

Große Marken und Systemanbieter von Fertighäusern dominieren derzeit den Markt. Das Portfolio besteht dabei meist aus einem überschaubaren Angebot an Haustypen, das sich nach dem Geschmack und Budget der Käuferschichten orientiert. Individuelle Fertighäuser – und damit eine unbegrenzte Auswahl an einzelnen „Bausteinen“ eines Fertighauses – erhält der Kunde jedoch nur von Architekten, deren Planung eng mit den Vorfertigungsprozessen verwoben ist.

Das Berliner Architekturbüro Müllers Büro (www.muellersbuero.com) errichtet seit 25 Jahren überwiegend Fertighäuser als Niedrigenergie- oder Passivbauten:

„Fertighäuser haben eine hohe Maßgenauigkeit, sprich eine hohe Qualität. Sie zeichnen sich durch kurze Bauzeiten aus und können es energetisch mit jeder konventionellen Bauweise aufnehmen. Wir entwerfen und bauen absolut individuell nach Kundenwunsch, sind aber kompromisslos bei der Qualität und Energieeffizienz“, sagt Inhaber Frank Müller.

Mineralwolle – ein exzellenter Baupartner

Eine effektive Wärmedämmung, etwa durch Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle), trägt entscheidend zur Energieeffizienz von Fertighäusern bei. Sie spart in der kalten Jahreszeit eine Menge Heizkosten und reduziert dadurch den Ausstoß von klimaschädlichem CO2. In den warmen Monaten schützt die fachgerechte Dämmung das Haus wiederum vor Hitze. Eine Mineralwolldämmung sorgt so übers Jahr hinweg für Wohlfühltemperaturen im ganzen Haus.

Neben den exzellenten Wärmedämmeigenschaften von Mineralwolle punkten noch weitere Vorteile des mineralischen Dämmstoffes bei den traditionell, in einer Holzständerkonstruktion errichteten Fertighäusern: Dank ihrer Nichtbrennbarkeit eignet sich Mineralwolle ideal, um einer tragenden Holzkonstruktion beste Brandschutzqualitäten zu verleihen. Die Außen- und Trittschalldämmung ist bei Gebäuden in leichter Bauweise ebenso wichtig. Mineralwolle verfügt in allen drei Bereichen über hervorragende Eigenschaften.

Frank Müller und sein Partner im Fertigteilbau, die Firma Kreutner & Schmälzlin Holzbau GmbH (www.ks-holzbau.de), bestätigen den Dreifachschutz von Mineralwolle:

„Von den zur Auswahl stehenden Wärmedämmmaterialien präferieren wir Mineralwolle, weil sie zusätzlich einen besonders guten Schallschutz leistet. Ebenso effektiv ist dieser nichtbrennbare Dämmstoff, wenn es darum geht, Schwelbrände innerhalb von Holzständerwänden zu verhindern.“

Dem Wand- und Deckenaufbau von Fertighäusern kommt daher eine große Bedeutung zu. Die regulären Außen- wie Innenwände beruhen auf einer Holzständerbauweise. Die Stärke der Hölzer in Außenwänden liegt bei 8 x 18 cm, wobei die Hohlräume der Wände als Wärmeschutz mit einer 18 cm dicken Schicht Mineralwolle der Wärmeleitgruppe (WLG) 035 ausgelegt sind. In den meisten Fällen wird auf der Außenseite noch eine Holzfaserplatte (80 mm) aufgebracht, um die Wärmedämmung weiter zu verbessern.

Fertighäuser: Positive Ökobilanz

Bewertet man die Bedingungen, unter denen Fertighäuser geplant, gefertigt und errichtet werden, so zeigt sich unterm Strich eine sehr positive Ökobilanz. Architekt Frank Müller resümiert:

„Die Holzständerbauweise ist sehr gut für das Wohnklima in Bezug auf die Wärme- bzw. Kältestrahlung. Außerdem ist ihr hoher Vorfertigungsgrad, verbunden mit kurzen Bauzeiten, aus ökologischer Sicht unschlagbar. Mineralwolle fügt sich mit ihren sehr guten multiplen Dämmeigenschaften sowie ihrer leichten Verarbeitung ideal in die Bauweise von Fertighäusern ein.“

Mineralwolle ist damit bereits heute ein wichtiger Teil einer nachhaltigen, klimafreundlichen Bauweise, die in Zeiten des ökologischen Umdenkens eine große Zukunft haben wird.

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

Solarmetropole Ruhr

Die Kreishandwerkerschaft des Kreises Wesel widmet sich seit längerer Zeit dem Thema Nachhaltigkeit. Ein Baustein hierzu ist die Mitarbeit in der Ausbauinitiative der Solarmetropole Ruhr.

NRW. Die Ausbauinitiative der Solarmetropole Ruhr ist ein Projekt des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und des Handwerks in der Rhein-Ruhr-Region.

In 15 Kommunen wird über das Thema Solarenergie mit Hilfe von Veranstaltungen, Rundgängen und anderen Möglichkeiten informiert. Die Ausbauinitiative ist darauf ausgelegt, Hausbesitzer über die positiven Eigenschaften der Photovoltaik zu informieren und sie von deren Nutzen zu überzeugen, um so dem Klimaschutz im Kleinen voranzubringen. Denn jeder Eigenheimbesitzer kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten und so zur Energiewende beitragen.

Daher unterschützen Kreishandwerksmeister Günter Bode und stellvertretender Kreishandwerksmeister Norbert Borgmann die Ausbauinitiative sehr gerne und warben nunmehr am Standort der Kreishandwerkerschaft des Kreises Wesel für sie. Unter dem Motto „Hat Ihr Dach mehr drauf“ setzten sich die beiden Repräsentanten der Kreishandwerkerschaft des Kreises Wesel für die Solarmetropole Ruhr und Ihre Ziele ein.

Bildquelle: www.khwesel.de

Textquelle: ww.khwesel.de

Über den Dächern von Wesel

Azubis starten ihre Ausbildung beim Dachdeckerbetrieb Weber Bedachungen GmbH

WESEL. Hoch hinaus geht es für gleich drei Auszubildende seit dem 1. August dieses Jahres im Meisterbetrieb Weber Bedachungen GmbH an der Rudolf-Diesel-Straße 72. Dennis Sayman, Jason König und Ioanis Reinhardt haben ihre Dachdecker-Lehre im Weseler Traditionsunternehmen begonnen. Geht alles glatt, dürfen die neuen Lehrlinge in drei Jahren ihre Gesellenprüfung ablegen. Der Jüngste im Bunde ist Jason König. Mit gerade mal 16 Jahren ist er ins Berufsleben gestartet: „Ich wollte lieber eine anständige Ausbildung machen, statt weiter zur Schule zu gehen“, berichtet König. Der Beruf des Dachdeckers mache ihm einfach riesigen Spaß.

Ein bisschen mehr Luft im Berufsleben schnuppern konnten hingegen Dennis Sayman (24) und Ioanis Reinhard (19). Beide absolvierten bereits vorab Praktika in Dachdeckerbetrieben. „Dennis hat bei uns sein dreiwöchiges Praktikum absolviert. Dabei hat er sich gut geschlagen. Wir freuen uns deshalb, dass er nun bei uns seine Ausbildung begonnen hat“, so Christian Weber, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Ingo in zweiter Generation führt. Nach der Gesellenprüfung soll für Dennis Sayman aber noch lange nicht Schluss sein. Der junge Mann möchte nach der Lehre die Meisterschule besuchen. Doch diese Qualifizierung sei alles andere als preiswert.

Rund 15.000 Euro koste die Qualifizierung zum Meister. Und auch Ioanis Reinhardt kam durchs Praktikum zum Traumberuf. „Die Arbeit des Dachdeckers ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Man muss allerdings das Arbeiten auf einer Baustelle mögen. Alle Azubis müssen zudem natürlich höhentauglich sein“, erklärt Reinhardt. Bereits seit Jahrzehnten werden bei Webers junge Menschen zu Dachdeckern ausgebildet. „Ausgebildete und qualifizierte Fachkräfte sind in der Branche nur schwer zu finden. Entweder sind diese Leute selbstständig oder in festen Anstellungen. Daher bilden wir unsere Dachdecker am liebsten selbst aus. Mehr als 50 Prozent der heutigen Mitarbeiter sind ehemalige Lehrlinge“, berichtet Ingo Weber. Auf eine Sache ist man im Familienbetrieb an der Rudolf-Diesel-Straße besonders stolz. „Bei uns haben bislang alle Azubis ihre Prüfung zum Dachdecker bestanden. Das ist eine tolle Leistung, wenn man bedenkt, dass bei einigen Prüfungen 50 Prozent der Lehrlinge bei der Handwerkskammerprüfung in Düsseldorf durchfallen“, so Christian Weber. 75 Prozent der ehemaligen Azubis blieben zudem im Betrieb. „Einige von ihnen sind Innungsbeste“, freuen sich die Chefs.

Dass der Meisterbetrieb erste Adresse für eine Ausbildung ist, zeigten auch die Bewerbungszahlen. Ingo Weber: „Rund 90 Bewerbungen haben wir alleine in diesem Jahr erhalten. Das macht uns natürlich mächtig stolz.“ Und wie sieht es mit weiblichen Auszubildenden in dieser Berufsbranche aus? Ingo Weber: „Frauen sind in diesem Beruf eher selten zu finden. Dabei hat die Ausbildung sich stark gewandelt. Wo einst körperliche Kraft gefragt war, sind heute eher mathematische Kenntnisse erforderlich. Wir freuen uns daher besonders, ab September eine Jahrespraktikantin bei uns begrüßen zu dürfen.

Weitere Infos unter: www.weberbedachungen.de

Bild: Links: Dennis Sayman, Mitte: Jason König, Rechts: Ioanis Reinhard

Foto: Rüdiger Marquitan Text: Rüdiger Marquitan