Trendwende: Immer mehr Hauseigentümer heizen mit der Kraft der Sonne

VOERDE. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 83.000 neue Solarthermieanlagen installiert, gegenüber rund 71.000 im Vorjahr 2019. Auch die Absätze der Solarbranche erreichten mit einem Plus von 26 Prozent im Jahr 2020 den höchsten Stand seit über zehn Jahren; Tendenz steigend. 

Gründe für das anhaltend hohe Interesse innerhalb der Bevölkerung sieht Kristina Ackermann, die Beauftragte für Umwelt- und Klimaschutz bei der Stadt Dinslaken, neben einem gewachsenen Klimabewusstsein, in der Einführung eines CO2-Preises auf fossile Energieträger sowie in den deutlich verbesserten Förderangeboten, die seit Anfang dieses Jahres für den Einbau von Heizungen mit erneuerbaren Energien von der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vergeben werden. „Wird beispielsweise eine bestehende Heizungsanlage mit einer Solarthermie-Anlage nachgerüstet, erhält der Betreiber einen Zuschuss von 30 Prozent der förderfähigen Kosten“, erklärt der Klimaschutzmanager der Stadt Voerde Simon Bielinski. „Wird ein alter Ölkessel gegen eine effiziente Gas-Solar-Heizung getauscht, winkt eine Förderung von 40 Prozent der Anschaffungs- und Installationskosten“, fügt Ulrich Kemmerling (Klimaschutzmanager der Gemeinde Hünxe) hinzu. 

Thermische Solaranlagen sind zur Erwärmung von Wasser für Dusche und Co. geeignet. Wahlweise können sie auch die ganze Heizung unterstützen. Bei einer üblichen Kollektorfläche von 10 bis 15 Quadratmetern und guter Dämmung des Hauses können bis 30 Prozent des Wärmebedarfs gedeckt werden. Mithilfe großer Warmwasserspeicher und größerer Kollektorflächen kann eine Deckung von 50 Prozent erreicht werden. 

Solarthermische Anlagen lassen sich mit beinahe jedem erdenklichen Wärmeerzeuger kombinieren, etwa mit einem Holzheizkessel, einer Wärmepumpe oder einem Gasbrennwertkessel. Heizungen, die mehr als eine Wärmequelle nutzen, heißen Hybridheizungen. Für den Umstieg auf Hybridheizungen gibt es erhebliche Fördermittel. 

Auch für den Einbau einer neuen reinen Gasheizung, die erst nachträglich durch Sonnen- oder Umweltwärme unterstützt wird, fließen Zuschüsse. Solche Systeme werden als „Renewable Ready“ bezeichnet, also als „bereit für Erneuerbare“. 

Solarthermieanlagen verfügen heute über ein hohes Maß an technischer Zuverlässigkeit und Effizienz. Langzeituntersuchungen haben gezeigt, dass solarthermische Anlagen auch nach zwanzig Jahren wie am ersten Tag zuverlässig Wärme erzeugen. 

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von ALTBAUNEU unter www.alt-bau-neu.de/kreis-wesel/

Die Städte Voerde und Dinslaken sowie die Gemeinde Hünxe sind wie die anderen kreisangehörigen Kommunen über den Kreis Wesel Mitglied im landesweiten Netzwerk ALTBAUNEU, das durch die EnergieAgentur.NRW koordiniert und vom NRW-Wirtschaftsministerium unterstützt wird. Energieeffizienz und der Einsatz von erneuerbaren Energien bei der Sanierung von Altbauten sind zentrale Themen des Netzwerks.

Mit dem KompetenzNetz Energie Kreis Wesel e.V., der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW und der Plattform ALTBAUNEU hat sich im Kreis Wesel zudem eine „Allianz für Gebäude-Modernisierung und Klimaschutz“ etabliert, die sich darauf spezialisiert hat, die Bürgerinnen und Bürger bei der Modernisierung des Eigenheims und bei der Planung von Neubauten zu unterstützen und zu beraten. Weitere Informationen erhalten Sie bei der/dem Klimaschutzmanager/in Ihrer Kommune. 

Quelle: Stadt Voerde

Richtiges Verhalten bei sommerlicher Hitze

VOERDE. Der Klimawandel ist immer häufiger spürbar und wird an manchen Tagen zur körperlichen Belastung. Während sommerlicher Hitze sind Anpassungsmaßnahmen im individuellen Verhalten sinnvoll und erforderlich, zum Beispiel auf den Gebieten der körperlichen Gesundheit und im baulichen Hitzeschutz.

Digitaler Hitzeschutz-Stammtisch am 08.07.2021
War es im Mai noch relativ mild und feucht, konnten im Juni bereits an mehreren Tagen in Folge sommerliche Temperaturen verzeichnet werden. Aus diesem Grund laden Sie Simon Bielinski (Klimaschutzmanager der Stadt Voerde) und Akke Wilmes (Energieberater der Verbraucherzentrale NRW im Kreis Wesel) am 08.07.2021 von 18:30-20:00 Uhr zu einem digitalen Hitzeschutz-Stammtisch ein.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich hier über das Verhalten während Hitzeperioden informieren. Themen sind dabei z. B. das Trinkverhalten, richtiges Lüften sowie der Zeitpunkt des Aufenthalts im Freien und die Achtsamkeit gegenüber Mitmenschen.
Zudem können Sie sich bei der Arbeit sowie im häuslichen Umfeld auch durch „bauliche“ Maßnahmen (Verschattung, Dämmung, Fenstertausch, …) schützen.

Eine Teilnahme am Hitzeschutz-Stammtisch ist kostenlos möglich. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich.
Interessierte melden sich bitte per E-Mail an, um die Zugangsdaten zu erhalten: stadtplanung@voerde.de.

Verteilaktion der Broschüre „Hitzeknigge“
„Der ‚Hitzeknigge‘ des Umweltbundesamtes dient Bürgerinnen und Bürgern in Zeiten zunehmender Extremwetterlagen und Hitzeperioden als Ratgeber. Interessierte können sich über Möglichkeiten informieren wie sie hitzebedingte Belastungen abmildern oder vermeiden können“, erklärt der Voerder Klimaschutzmanager. „Der ‚Hitzeknigge‘ ist im Voerder Rathaus beim Fachdienst 6.1, im Bürgerbüro oder der Stadtbibliothek erhältlich.“

Weitere Tipps zum Sonnen- und Hitzeschutz, die digitale Version der
„Hitzeknigge“-Broschüre und Informationen zu den kostenlosen Angeboten der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW im Kreis Wesel erhalten Sie auf der städtischen Internetseite unter www.voerde.de/klimaschutz.

Für Fragen kontaktieren Sie bitte den Voerder Klimaschutzmanager Simon Bielinski (Tel. 02855 / 80-512).

Quelle: Stadt Voerde (Niederrhein)