Trendwende: Immer mehr Hauseigentümer heizen mit der Kraft der Sonne

VOERDE. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 83.000 neue Solarthermieanlagen installiert, gegenüber rund 71.000 im Vorjahr 2019. Auch die Absätze der Solarbranche erreichten mit einem Plus von 26 Prozent im Jahr 2020 den höchsten Stand seit über zehn Jahren; Tendenz steigend. 

Gründe für das anhaltend hohe Interesse innerhalb der Bevölkerung sieht Kristina Ackermann, die Beauftragte für Umwelt- und Klimaschutz bei der Stadt Dinslaken, neben einem gewachsenen Klimabewusstsein, in der Einführung eines CO2-Preises auf fossile Energieträger sowie in den deutlich verbesserten Förderangeboten, die seit Anfang dieses Jahres für den Einbau von Heizungen mit erneuerbaren Energien von der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vergeben werden. „Wird beispielsweise eine bestehende Heizungsanlage mit einer Solarthermie-Anlage nachgerüstet, erhält der Betreiber einen Zuschuss von 30 Prozent der förderfähigen Kosten“, erklärt der Klimaschutzmanager der Stadt Voerde Simon Bielinski. „Wird ein alter Ölkessel gegen eine effiziente Gas-Solar-Heizung getauscht, winkt eine Förderung von 40 Prozent der Anschaffungs- und Installationskosten“, fügt Ulrich Kemmerling (Klimaschutzmanager der Gemeinde Hünxe) hinzu. 

Thermische Solaranlagen sind zur Erwärmung von Wasser für Dusche und Co. geeignet. Wahlweise können sie auch die ganze Heizung unterstützen. Bei einer üblichen Kollektorfläche von 10 bis 15 Quadratmetern und guter Dämmung des Hauses können bis 30 Prozent des Wärmebedarfs gedeckt werden. Mithilfe großer Warmwasserspeicher und größerer Kollektorflächen kann eine Deckung von 50 Prozent erreicht werden. 

Solarthermische Anlagen lassen sich mit beinahe jedem erdenklichen Wärmeerzeuger kombinieren, etwa mit einem Holzheizkessel, einer Wärmepumpe oder einem Gasbrennwertkessel. Heizungen, die mehr als eine Wärmequelle nutzen, heißen Hybridheizungen. Für den Umstieg auf Hybridheizungen gibt es erhebliche Fördermittel. 

Auch für den Einbau einer neuen reinen Gasheizung, die erst nachträglich durch Sonnen- oder Umweltwärme unterstützt wird, fließen Zuschüsse. Solche Systeme werden als „Renewable Ready“ bezeichnet, also als „bereit für Erneuerbare“. 

Solarthermieanlagen verfügen heute über ein hohes Maß an technischer Zuverlässigkeit und Effizienz. Langzeituntersuchungen haben gezeigt, dass solarthermische Anlagen auch nach zwanzig Jahren wie am ersten Tag zuverlässig Wärme erzeugen. 

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von ALTBAUNEU unter www.alt-bau-neu.de/kreis-wesel/

Die Städte Voerde und Dinslaken sowie die Gemeinde Hünxe sind wie die anderen kreisangehörigen Kommunen über den Kreis Wesel Mitglied im landesweiten Netzwerk ALTBAUNEU, das durch die EnergieAgentur.NRW koordiniert und vom NRW-Wirtschaftsministerium unterstützt wird. Energieeffizienz und der Einsatz von erneuerbaren Energien bei der Sanierung von Altbauten sind zentrale Themen des Netzwerks.

Mit dem KompetenzNetz Energie Kreis Wesel e.V., der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW und der Plattform ALTBAUNEU hat sich im Kreis Wesel zudem eine „Allianz für Gebäude-Modernisierung und Klimaschutz“ etabliert, die sich darauf spezialisiert hat, die Bürgerinnen und Bürger bei der Modernisierung des Eigenheims und bei der Planung von Neubauten zu unterstützen und zu beraten. Weitere Informationen erhalten Sie bei der/dem Klimaschutzmanager/in Ihrer Kommune. 

Quelle: Stadt Voerde

Energiequartier Wesel-Schepersfeld bietet wieder persönliche Beratung an

WESEL. Die konstant niedrigen Inzidenzwerte im Kreis Wesel lassen wieder mehr Öffnung zu: Auch das Sanierungsbüro im MehrGenerationenHaus im Schepersfeld öffnet wieder seine Tore. Ab Dienstag, 29. Juni 2021, steht Sanierungsmanager Nikolai Spies wieder
dienstags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr für eine individuelle und kostenlose Energieberatung zur Verfügung.

Die Beratungen finden im Sanierungsbüro, Am Birkenfeld 14, unter Einhaltung der üblichen Corona-Hygiene-Regeln statt. Um Wartezeiten zu vermeiden und die Coronaschutzverordnung einzuhalten, wird um eine Voranmeldung für die wöchentlichen Sprechzeiten gebeten unter 0281 / 203-2778 oder via E-Mail an info@energiequartier-schepersfeld.de.
Darüber hinaus können sich Ratsuchende auch weiterhin am Telefon, per E-Mail oder Videokonferenz beraten lassen.

Sollte der Inzidenzwert erneut landesweit auf über 35 steigen, gelten für die persönliche Beratung im Sanierungsbüro die drei G’s: Besucher des Sanierungsbüros müssen dann einen Nachweis vorlegen, dass sie genesen, vollständig geimpft oder getestet (negativer Coronatest, nicht älter als 48 Stunden) sind.

Aktuelle Termine und Informationen zum Energiequartier Schepersfeld sind über die Projektwebseite www.energiequartier-schepersfeld.de abrufbar.

Quelle: Stadt Wesel

Hitze im Haus:

Tipps zur Abkühlung für heiße Tage 

NRW. Nach einem viel zu kühlen, nassen Frühling drängt jetzt die Hitze ins Haus und ruft den Klimawandel wieder in Erinnerung. Der FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI) verrät, welche energieeffizienten Maßnahmen nachhaltig für kühle Räume und Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden sorgen und dabei auch dem Klima helfen.

Haus fachgerecht dämmen

Lassen Sie in einem ersten Schritt die Energiebilanz Ihres Hauses von einem Fachmann prüfen. Das lohnt sich, denn der Energieberater erkennt sofort die Schwachstellen, an denen im Sommer Hitze ins Haus und im Winter Wärme aus dem Haus dringt. Ein Knackpunkt sind meist unzureichend oder gar nicht gedämmte Dach- und Fassadenflächen sowie mangelhaft gedämmte Anschlüsse von Fensterrahmen, Balkonen, Dächern und Decken. Oft lassen sich diese Teilbereiche schnell und leicht dämmen und so langfristig große Energieeinsparungen in Kombination mit einer angenehmen Raumtemperatur erzielen. Ein Beispiel ist die Dämmung der obersten Geschossdecke oder eine Zwischen- und Untersparrendämmung bei Steildächern mit Mineralwolle (Glaswolle oder Steinwolle), die auch Heimwerker einfach ausführen können. 

Dämmstoffe aus Mineralwolle sind schnell am und im Haus verlegt. Mit diesen lassen sich auch potenzielle Wärmebrücken bei Bauteilanschlüssen sauber und sicher überdämmen. Das verhindert langfristig bauphysikalisch begründete Bauschäden und die Aufheizung der bestehenden Gebäudehülle in der heißen Jahreszeit. „Unangenehm empfundene, schnelle Temperaturwechsel bleiben den Bewohnern in einem mit Mineralwolle gedämmten Haus erspart. Gleichzeitig bietet Mineralwolle besten Schall- und Brandschutz“, sagt FMI-Geschäftsführer Dr. Thomas Tenzler. 

Fenster verschatten und richtig lüften 

Um die Sommerhitze auszusperren, sind außenliegende Rollos oder Jalousien notwendig. Diese verschatten den Raum sowie die Fensterflächen und verhindern, dass sich diese aufheizen und Wärme an den Raum abgeben. Halten Sie außerdem die Fenster tagsüber am besten geschlossen. Nachts oder frühmorgens sorgen Sie dagegen mit Querlüftung für eine Abkühlung der Innenoberflächen. Diese können dann die Kühle speichern und im Laufe des Tages die Erwärmung des Raumes abpuffern. 

Lassen Sie sich fördern

Dank der attraktiven staatlichen Fördermöglichkeiten lohnen sich energiesparende Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz, wie etwa außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen und eine Dämmung, für Klima und Geldbeutel jetzt besonders: „Im Rahmen der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können Sie Ihr Haus Stück für Stück nach Bedarf und Budget zum Beispiel mit Mineralwolle dämmen und jede Maßnahme bis zu 15.000 Euro in Kombination mit einem sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan einzeln fördern lassen. Alternativ können Sanierer drei Jahre lang insgesamt bis zu 40.000 Euro Steuern sparen“, so Dr. Thomas Tenzler.

Mehr Infos zu den Fördermöglichkeiten und zur Dämmung mit Mineralwolle erhalten Sie unter:
www.der-daemmstoff.de

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

Infos zu Bild 1:

Zu den wichtigsten Maßnahmen für mehr sommerlichen Wärmeschutz im Haus gehören außenliegende Verschattungsmaßnahmen an den Fenstern, das Lüften in der kühlen Tageszeit sowie eine fachgerechte Dämmung der Gebäudehülle, etwa mit Mineralwolle.

Infos zu Bild 2:

Eine Zwischensparrendämmung können Heimwerker schnell und leicht in Eigenregie ausführen.

Richtiges Verhalten bei sommerlicher Hitze

VOERDE. Der Klimawandel ist immer häufiger spürbar und wird an manchen Tagen zur körperlichen Belastung. Während sommerlicher Hitze sind Anpassungsmaßnahmen im individuellen Verhalten sinnvoll und erforderlich, zum Beispiel auf den Gebieten der körperlichen Gesundheit und im baulichen Hitzeschutz.

Digitaler Hitzeschutz-Stammtisch am 08.07.2021
War es im Mai noch relativ mild und feucht, konnten im Juni bereits an mehreren Tagen in Folge sommerliche Temperaturen verzeichnet werden. Aus diesem Grund laden Sie Simon Bielinski (Klimaschutzmanager der Stadt Voerde) und Akke Wilmes (Energieberater der Verbraucherzentrale NRW im Kreis Wesel) am 08.07.2021 von 18:30-20:00 Uhr zu einem digitalen Hitzeschutz-Stammtisch ein.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich hier über das Verhalten während Hitzeperioden informieren. Themen sind dabei z. B. das Trinkverhalten, richtiges Lüften sowie der Zeitpunkt des Aufenthalts im Freien und die Achtsamkeit gegenüber Mitmenschen.
Zudem können Sie sich bei der Arbeit sowie im häuslichen Umfeld auch durch „bauliche“ Maßnahmen (Verschattung, Dämmung, Fenstertausch, …) schützen.

Eine Teilnahme am Hitzeschutz-Stammtisch ist kostenlos möglich. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich.
Interessierte melden sich bitte per E-Mail an, um die Zugangsdaten zu erhalten: stadtplanung@voerde.de.

Verteilaktion der Broschüre „Hitzeknigge“
„Der ‚Hitzeknigge‘ des Umweltbundesamtes dient Bürgerinnen und Bürgern in Zeiten zunehmender Extremwetterlagen und Hitzeperioden als Ratgeber. Interessierte können sich über Möglichkeiten informieren wie sie hitzebedingte Belastungen abmildern oder vermeiden können“, erklärt der Voerder Klimaschutzmanager. „Der ‚Hitzeknigge‘ ist im Voerder Rathaus beim Fachdienst 6.1, im Bürgerbüro oder der Stadtbibliothek erhältlich.“

Weitere Tipps zum Sonnen- und Hitzeschutz, die digitale Version der
„Hitzeknigge“-Broschüre und Informationen zu den kostenlosen Angeboten der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW im Kreis Wesel erhalten Sie auf der städtischen Internetseite unter www.voerde.de/klimaschutz.

Für Fragen kontaktieren Sie bitte den Voerder Klimaschutzmanager Simon Bielinski (Tel. 02855 / 80-512).

Quelle: Stadt Voerde (Niederrhein)

Mehr Geld für mehr Energieeffizienz im Gebäude

Die Fördermöglichkeiten für Neubau und Sanierung werden noch einmal verbessert

NRW. Eine höhere Energieeffizienz von Gebäuden lohnt sich für Klima, Wohlbefinden und Geldbeutel. Mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können Besitzer sowie mit Genehmigung des Vermieters auch Pächter und Mieter von Wohn- und Nichtwohngebäuden jetzt mit nur einem Antrag höhere Fördergelder denn je erhalten, wenn sie ihre Immobilie energetisch modernisieren. Wer es unbürokratisch mag, für den bietet die steuerliche Förderung bei der Umsetzung energetischer Einzelmaßnahmen am Haus eine gute Alternative. Die Förderung durch die BEG ist wahlweise als Investitionszuschuss oder als Förderkredit mit Tilgungszuschüssen möglich. Auch Bauherren können ab dem 1. Juli 2021 auf attraktive Zuschüsse zurückgreifen.

Dämmung & Co.: 20 Prozent Zuschüsse für energetische Einzelmaßnahmen

Hausbesitzer, die ihr Gebäude Schritt für Schritt passend zum eigenen Zeitplan und Geldbeutel sanieren möchten, haben heute schon zwei Möglichkeiten zum Erhalt staatlicher Fördergelder: Mit der steuerlichen Förderung lassen sich energetische Einzelmaßnahmen am Haus – wie zum Beispiel eine Dämmung mit Mineralwolle (Glaswolle oder Steinwolle) von Dächern, Wänden oder Geschossdecken – drei Jahre lang von der Steuer absetzen. Bei einer Investitionssumme von maximal 200.000 Euro gibt es für jede Maßnahme 20 Prozent Förderung und damit bis zu 40.000 Euro Steuervorteile.

Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung von Gebäuden fördert seit Januar 2021 auch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit ihrem Teilprogramm „Einzelmaßnahmen“ (BEG EM). Bei einer maximal förderfähigen Investitionssumme von 60.000 Euro erhalten Sanierer eines Wohnhauses für jede Maßnahme bis zu 12.000 Euro (20 %). Für Nichtwohngebäude werden 20 Prozent der Sanierungskosten pro Quadratmeter Nettogrundfläche gefördert, das sind bis zu 200 Euro/m².

Sanieren nach Fahrplan: 5 Prozent iSFP-Bonus für Wohngebäude.

Aber damit nicht genug: Für die Wohnhaussanierung gibt es bei der BEG EM zusätzlich 5 Prozent Bonus und damit bis zu 15.000 Euro Zuschuss pro Einzelmaßnahme, wenn diese an einen sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) gemäß „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ vom Fachmann geknüpft wird. Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI), sagt:

„Wer sein Haus gemäß iSPF schrittweise mit Mineralwolle dämmt, wird nicht nur mit dauerhaft niedrigeren Energiekosten und einem idealen Raumklima belohnt. Glas- und Steinwolle dienen zusätzlich auch dem Schall- und Brandschutz in den eigenen vier Wänden.“

Neu ab Juli: Bis zu 50 Prozent Förderung für Effizienzhäuser und Effizienzgebäude

Zum 1. Juli 2021 treten zwei weitere Teilprogramme der BEG – „Wohngebäude“ (BEG WG) und „Nichtwohngebäude“ (BEG NWG) – in Kraft. Wird ein Wohngebäude zum Effizienzhaus saniert, können bei einer maximal förderfähigen Investitionssumme von 150.000 Euro bis zu 50 Prozent der Kosten und somit bis zu 75.000 Euro gefördert werden. Zusätzlich kann man vom iSFP profitieren, denn mit Erreichen der im iSFP definierten Effizienzhaus-Stufe lassen sich für diese abschließenden Maßnahmen zusätzliche 5 Prozent iSFP-Bonus erzielen, wenn dieser innerhalb von 15 Jahren umgesetzt wird. Für Wohnungsneubauten sind staatliche Zuschüsse von bis zu 37.500 Euro (25 %) im Rahmen der BEG WG möglich.

Weil eine höhere Energieeffizienz auch bei den vielen Nichtwohngebäuden zu mehr Energieeinsparung und damit Klimaschutz führt, werden diese ebenfalls stärker gefördert: Bei der Sanierung zum Effizienzgebäude ermöglicht die BEG NWG Zuschüsse bis zu 50 Prozent der förderfähigen Investitionssumme und damit bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche. Neugebaute Nichtwohngebäude mit Effizienzgebäude-Stufe sind bis zu 450 Euro/m² (22,5 %) förderfähig.

„Auf dem Weg zum energieeffizienten Gebäude ist die fachgerechte Dämmung der Gebäudehülle die erste und wichtigste Maßnahme. Dadurch kann dann auch die neue Anlagentechnik, wie eine Wärmepumpe, effizient arbeiten. Eine geförderte Effizienzhaus- bzw. Effizienzgebäude-Stufe lässt sich mit Dämmsystemen aus Mineralwolle einfach erreichen. Zudem bietet ein mit Mineralwolle gedämmtes Gebäude einen sicheren, ruhigen und komfortablen Wohn- oder Arbeitsort“, so Dr. Thomas Tenzler.

Infos zu Bilder:

1. Die staatliche Förderung für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz im Neubau und bei der Sanierung war noch nie so attraktiv.

2. Wird ein Wohngebäude zum Effizienzhaus saniert, lassen sich ab 1. Juli 2021 Fördergelder bis zu 75.000 Euro beantragen.

3. Bei der Sanierung zum Effizienzgebäude winken ab 1. Juli 2021 Zuschüsse bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche bei Nichtwohngebäuden. 

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.



Neue Energieausweise: Das gilt ab Mai 2021 für Bestandsgebäude

Energiekosten runter, Wohnkomfort rauf  

Das im November 2020 in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt den Fokus auf eine umfangreichere Betrachtung bei Gebäuden im Bestand. In der Konsequenz gelten ab 1. Mai 2021 neue Anforderungen an Energieausweise. So sind künftig zum Beispiel bei allen Energieausweisen zusätzlich zu den End- und Primärenergieverbräuchen in kWh/(m²a) die Treibhausgas-Emissionen in kg C02-Äquivalent/(m²a) aufzuführen. Neu ist auch die Pflicht zur Begehung durch den Aussteller und Modernisierungsempfehlungen.

NRW. Die Angabe der Treibhausgas-Emissionen, also des CO₂-Ausstoßes eines Wohngebäudes im neuen Energieausweis gibt Laien eine einschätzbare Größe für die Nachhaltigkeit beim Wohnen. Sie veranschaulicht die Umweltauswirkungen des Gebäudebetriebs, vor allem durch Beheizung, Kühlung und Warmwasser. Der Heiz- bzw. Kühlbedarf ist bei schlecht gedämmten Gebäuden besonders hoch, da hier unnötig viel Energie über das Dach oder die Außenwände entweicht. Die bestmögliche Energieeffizienz eines Hauses kann deshalb nur durch eine Kombination aus baulichen Maßnahmen an der Gebäudehülle (Dämmung, Fenster), effizienter Anlagentechnik (z.B. Heizung) sowie dem Einsatz erneuerbarer Energien (z.B. Solarwärme) erreicht werden. 

„Ist die Gebäudehülle optimal gedämmt, ist der wichtigste Schritt für mehr Energieeffizienz bereits getan. Dadurch wird deutlich weniger Energie für Heizung und Kühlung benötigt“, sagt Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI). Der vielseitig in Gebäuden eingesetzte Dämmstoff Mineralwolle (Glaswolle und Steinwolle) überzeugt dabei gleich mehrfach: „Ein mit Mineralwolle gedämmtes Wohngebäude senkt dessen Energiebedarf und damit den CO₂-Ausstoß erheblich. Das spart Jahr für Jahr hohe Energiekosten bei gleichzeitig mehr Wohnkomfort, Schallschutz und Brandschutz“, so Dr. Thomas Tenzler.

Welchen Ausweis brauchen Sie jetzt für bestehende Wohnhäuser?

Eigentümer von kleinen Wohnhäusern (bis zu vier Wohneinheiten), für die der Bauantrag vor dem 01.11.1977 gestellt wurde und welche danach auch nicht mehr energetisch modernisiert wurden, sind verpflichtet, den energetischen Bedarf und damit auch die gesamte Gebäudequalität mit dem sogenannten Energiebedarfsausweis nachzuweisen. Für alle anderen Wohngebäude genügt ein sogenannter Energieverbrauchsnachweis. Dieser ließ sich bisher einfach und kostengünstig aus den Verbrauchszahlen der vergangenen drei Jahre ermitteln. Weil aber die so ermittelten Energiedaten stark vom Nutzerverhalten abhängen und wenig über die energetische Qualität des Gebäudes verraten, hat der Gesetzgeber nachjustiert: 

Der Energieverbrauchsausweis muss ab dem 1. Mai 2021 die Energiebilanz des Gebäudes detaillierter benennen. Dafür muss ein Fachmann das Gebäude vor Ort begutachten, mit Fotos dokumentieren und Modernisierungsmaßnahmen empfehlen. So ergibt sich eine gute Übersicht über die Mängel und möglichen Energieeinsparpotenziale eines Bestandsgebäudes. 

Langfristig CO2 senken und Geld sparen

Das neue GEG und die damit verbundenen neuen Energieausweise und Empfehlungen für Modernisierungen zeigen, dass viele Aspekte sinnvoll ineinandergreifen müssen, um einen langfristig nachhaltigen Einspareffekt von Energie und CO₂ bei Gebäuden zu erzielen. 

Hauseigentümer, die ohnehin die Sanierung ihrer Wohnimmobilie beabsichtigen, profitieren jetzt doppelt, wenn sie ihren neuen Energieverbrauchsausweis gemeinsam mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen. Für die iSFP-Erstellung durch einen Energieberater übernimmt der Staat bis zu 80 der Kosten. Gleichzeitig erhalten Sie damit auch einen fundiert durchdachten, optionalen Handlungsplan für die wirtschaftliche energetische Sanierung Ihres Gebäudes.  

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

SANIERUNG EINES FLACHDACHES IN HOLZBAUWEISE MIT MINERALWOLLE ZWISCHEN UND AUF DEN SPARREN

NRW. Im letzten Beitrag haben wir erklärt, wie sich ein zweilagiger Dachaufbau, bestehend aus einem Tragwerk und einer darüber liegenden Dämm- und Abdichtungsebene, aufdämmen oder neu aufbauen lässt. Viele der Wohnhäuser mit Flachdach aus den 1960er und 1970er Jahren haben aber ein Holzflachdach. Bei diesem gibt es gute Gründe, den Balkenzwischenraum für die Dämmung zu nutzen und so Aufbauhöhe zu sparen. Allerdings ist dieser einlagige Dachaufbau hinsichtlich möglichen Tauwassers anspruchsvoll, da die Holzkonstruktion in der Dämmebene bis in den Kaltbereich reicht. Geringe Mengen Dampf könnten an den kalten Außenseiten der Bauteile kondensieren und die Holzkonstruktion durchfeuchten und dauerhaft beschädigen.

Wir zeigen hier, wie sich ein Holzflachdach mit einer Wärmedämmung in der tragenden Ebene sicher sanieren lässt, dabei nur wenig Aufbauhöhe braucht und so die Ausbildung des notwendigen Dachgefälles erleichtert.

Bestandsdach aufdämmen

Die Ausgangslage ist ein Bestandsdach, das möglicherweise bereits zwischen den Sparren etwas gedämmt, mit Holz verkleidet und an der Außenseite mit Bitumen abgedichtet wurde. Die Dämmstärke, das Material und die Abdichtung entsprechen hierbei nicht dem neuesten Stand der Technik. Die wichtigste Frage ist daher: Sind die Holzkonstruktion und der Dachaufbau an sich noch intakt? Das kann nur ein Fachmann unter anderem mit einer Holzfeuchtemessung bei den Deckenbalken beurteilen. Ist die Konstruktion schadensfrei, gibt es zwei Möglichkeiten:

„Bei bewohnten Häusern und intakter Konstruktion können Sie auf dem alten Dach ein komplett neues Dach aufbauen“, sagt der Holzbauingenieur und gelernte Zimmermann Jörg Bühler. Er leitet die Fachberatung Holzbau des Informationsdienstes Holz und war Fachredakteur des Handbuches „Flachdächer in Holzbauweise“. Diese erste, von ihm genannte Variante entspricht dem zweischaligen Aufbau, den wir im vorangegangenen Artikel beschrieben haben. Sie ist eine robuste Sanierungslösung, die allerdings einen relativ hohen Dachaufbau erzeugt. Ist aber die niedrige Dachhöhe gestalterisch, baurechtlich, statisch oder konstruktiv durch angrenzende Bauteile entscheidend, wird man die zweite Variante des nicht belüfteten Flachdaches bevorzugen: das Abräumen des alten Dachaufbaus und den Neuaufbau mit einer Mineralwolldämmung in der Tragebene und einer zusätzlichen Überdämmung.

U-Wert erreichen mit Mineralwolle als Zwischensparren- und Aufdachdämmung

Die Aufteilung der Dämmstärken auf die beiden Dämmlagen hängt dabei von der Sparrenhöhe und den energetischen Zielen ab. Das GEG fordert für Flachdächer von Wohnhäusern einen U-Wert von 0,20 W/(m²K) – das entspricht nach dem Handbuch des Informationsdienstes Holz etwa einer Zwischensparrendämmung aus Mineralwolle (Stein- und Glaswolle mit WLS 035) von 16 cm und einer Überdämmung mit 6 cm druckbelastbarer Mineralwolle (WLS 040). Den Passivhausstandard mit einem U-Wert von 0,11 W/(m²K) erreichen Sie mit 24 cm + 10 cm Dämmung.

Gegenüber der reinen Aufdachdämmung lassen sich beim Dach mit der Kombination einer Zwischensparren- und Aufdachdämmung also 10 cm bis 20 cm Aufbauhöhe sparen. Für die Ausführung gilt zuerst: Schützen Sie die Holzkonstruktion schon auf der Baustelle und vor dem Dämmen mit Planen vor der Witterung. Dann können Sie die Mineralwolldämmplatten einfach mit einem Cutter zuschneiden und fest zwischen die Sparren klemmen. Schneiden Sie die Matten für eine optimale Klemmwirkung etwa 1 cm breiter, als der Sparrenzwischenraum breit ist. Die meisten Holzdachtragwerke bei Einfamilienhäusern werden eine Sparrenhöhe von etwa 16 bis 22 cm haben. Über diese Höhe können Sie die Zwischenräume komplett mit Mineralwolle ausfüllen, je nach energetischem Zielwert. Nach dieser ersten Dämmlage sollten Sie sich direkt dem Feuchteschutz zuwenden.

Feuchteschutz

Nicht immer ist es Wasser von außen, das die Schäden verursacht, wie Bühler berichtet: „Gerade bei Winterbaustellen muss die Dämmung und die Konstruktion zügig vor Feuchteeintrag durch Baufeuchte, wie feuchten Estrich oder Putz, geschützt werden.“ Sie sollten also die Sparrenlage direkt nach Verlegung der Zwischensparrendämmung auch zum Innenraum hin zügig abdichten. Arbeiten Sie bei großen Dachflächen daher am besten in Sparrenabschnitten.

Das A und O für den Feuchteschutz ist die geeignete Folie. Von der früher verlegten, innenseitigen Dampfsperre mit einem sd-Wert von 100 raten Experten bei diesem Warmdachaufbau mit Zwischensparrendämmung dringend ab. Eine Dampfsperre zum Innenraum verhindert die Rücktrocknung des Bauteils und kann daher schwere Feuchteschäden verursachen. Eine geeignete Folie muss diffusionsdicht genug sein, um die Tauwassermenge zu begrenzen und zugleich möglichst diffusionsoffen sein, um eine Rücktrocknung von möglicher Feuchtigkeit zum Innenraum hin zu gewährleisten. Bühler erklärt: „Deshalb kommen heute feuchtevariable Dampfbremsen mit variablem sd-Wert zum Einsatz.“

Die Rücktrocknung über die Diffusion zum Innenraum und damit der Schutz vor Kondensation von Feuchtigkeit im Dachaufbau hängt unter anderem vom Verhalten der Folie ab. „Auch deshalb ist bei diesem Dachaufbau eine hygrothermische Simulation für den Feuchtenachweis zwingend erforderlich. Denn das vereinfachte Diffusionsbilanzverfahren nach Glaser berücksichtigt nicht die feuchte- und temperaturabhängigen Materialkennwerte, die veränderlichen Klimabedingungen und weitere Einflussgrößen“, so Bühler. Jeder Dachaufbau, bei dem Holzbauteile in der Dämmebene liegen, braucht daher eine individuelle Feuchtigkeitsberechnung mit der hygrothermischen Simulation. Bühler sagt: „Hier müssen Handwerksbetriebe mit Bauphysikern eng zusammenarbeiten, um den richtigen Dachaufbau zu planen.“ Sind die Zwischensparrendämmung und die geeignete feuchtevariable Folie unter der Balkenlage verlegt, erfolgt der weitere Dachaufbau mit der nächsten Dämmlage.

Aufsparrendämmung verlegen

Zunächst sollten Sie über die Zwischensparren eine Dampfsperre als Trennlage verlegen. Bühler erklärt: „Ab hier muss der Dachaufbau im oberen Bereich dicht sein, um die Diffusion von Feuchtigkeit auf den Zwischensparrenbereich zu begrenzen. Für diese Dampfsperre haben sich als gleichzeitige Bauzeit- und Behelfsdichtung einlagige, streifen- oder punktartig befestigte Polymerbitumenbahnen sowie frei bewitterbare PVC-Dachbahnen bewährt.“ Die Bahnen der Dampfsperre sollten Sie mit ausreichend großer Überlappung, aber lose, d.h. nur streifenweise oder punktuell befestigt – nicht verklebt – verlegen, damit Bewegungen im Bauteil nicht zu Spannungen und Schäden in der Dampfsperre führen. Besondere Aufmerksamkeit erfordern hier die luftdichten Anschlüsse, Überlappungen und Faltungen der Bahnen an angrenzende Bauteile.

Ist die Dampfsperre verlegt, können Sie darauf die Aufsparrendämmung lose, aber dicht gestoßen und mittig über die Sparren, bzw. versetzt zu den Stößen der Zwischensparrendämmung, verlegen. So vermeiden Sie durchgehende Fugen und Wärmebrücken. Die Aufsparrendämmung überdämmt die konstruktiven Bauteile und verlegt so den Taupunkt weg von der Konstruktion nach außen. Möglicher Dampf wird also nicht mehr an den Seiten der Bauteile kondensieren, solange auch eine Rücktrocknung über eine feuchtevariable Folie innenraumseitig ermöglicht wird. Diese Trocknungsreserve über eine innenseitige Rücktrocknung ist eine Forderung der Holzschutznorm.

Gefälle zur Dachentwässerung

Beachten Sie bei der Aufsparrendämmung das notwendige Gefälle zur Dachentwässerung. Flachdächer brauchen eine Dachneigung von mindestens 2 Prozent. Mit 5 Prozent Neigung und einer ausreichend dimensionierten Entwässerung vermeiden Sie weitestgehend Standwasser, was die Langlebigkeit des Dachaufbaus erhöht. Beachten Sie hier die Wetterereignisse der Region, in der Sie bauen und rechnen Sie mit zunehmendem Starkregen. Auch dann sollte sich das Wasser nie höher als 8 cm auf der Dachoberfläche stauen und schnell, auch über Notabläufe, abfließen.

Mit Gefälledämmplatten und Dämmkeilen aus Mineralwolle können Sie die Oberfläche des Daches optimal für eine punktförmige Entwässerung gestalten. Dabei sollte der niedrigste Punkt der Aufsparrendämmung der erforderlichen Mindestdämmhöhe entsprechen. Als oberste Lage lassen sich Abdichtungsbahnen überlappend verlegen. Sichern Sie die Abdichtungsbahnen punktuell mechanisch oder mit einer Auflast gegen Windsog. Wie bei den Folienlagen zuvor gilt, dass Überlappungen und Anschlüsse an angrenzende Bauteile wie Flachdachfenster, Dachkuppeln, Entwässerungen und durchgeführte Bauteile besonders sorgsam, luft- und wasserdicht, aber spannungsfrei ausgeführt werden müssen. Eventuell müssen Bauteile oder Attiken erhöht werden, um die notwendigen Anschlusshöhen von Abdichtungen zu ermöglichen (15 cm bei Bauteilen bzw. 10 cm am Dachrand, je ab Oberkante Dachbelag). Dieser Anschlussbereich erhöht sich also um die Höhe der Auflast wie Kies oder Erdsubstrat.

Auflast statisch und bauphysikalisch einrechnen

Je nach Nutzung sollten Sie für die Aufsparrendämmung Dämmplatten aus Mineralwolle mit hoher Druckfestigkeit nutzen und mit einer lastverteilenden Plattenlage, Kiesschüttung oder Erdsubstrat bedecken. Dabei profitiert das Dach nicht nur von den hohen Wärme- und Schalldämmwerten. Der Informationsdienst Holz schreibt in seinem Handbuch: „Nichtbrennbare Mineralwolledämmstoffe bieten insbesondere bei großflächigen Dächern Vorteile, weil sie keinen Beitrag zur Brandlast leisten.“ Jeder weitere Aufbau auf dem fertigen Dach wie Kies und Begrünung bedeutet eine erhebliche Auflast für die Tragkonstruktion und sollte deshalb vom Statiker berechnet und freigegeben werden.

Die Nutzung des Daches ist nicht nur für die Statik, sondern auch für den Feuchteschutz relevant, wie Bühler sagt: „Die Temperatur, die von außen auf das Bauteil wirkt, kann den Dampfdruck im Bauteil nach innen erhöhen und damit die Rücktrocknung fördern. Deshalb ist es ein Unterschied, ob ein Dach eine Auflast hat oder nicht.“ Bei einem Gründach wird es zum Beispiel weniger Temperaturschwankungen und eine langsamere Rücktrocknung im Dachaufbau geben. Wie genau sich eine Auflast bauphysikalisch auf das Bauteil auswirkt, auch das berechnet nur die hygrothermische Simulation. „Es gibt bei diesem Dachaufbau einfach keine Pauschalaussagen, es braucht immer die Berechnung des Bauphysikers“, sagt Bühler.

Ist der zweilagige Warmdachaufbau mit Mineralwolle hygrothermisch korrekt berechnet und entsprechend ausgeführt, dann ist er hinsichtlich des Feuchtschutzes sehr robust und ermöglicht langfristig einen hohen Wärme-, Schall- wie auch Brandschutz bei einem schlanken Dachaufbau.

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI)

Energiequartier Schepersfeld bietet telefonische und digitale Beratung an

WESEL. Die Covid-19-Pandemie zwingt die meisten von uns, derzeit auf Home-Office umzustellen. Auch das Sanierungsbüro im MehrGenerationenHaus im Schepersfeld, Am Birkenfeld 14, ist bis auf weiteres nicht vor Ort besetzt. Daher bietet das Sanierungsmanagement für die Bewohner*innen und Immobilienbesitzer*innen im Schepersfeld sowohl telefonische als auch digitale Beratungen via E-Mail oder Videokonferenz zu den Themen: energetische Gebäudemodernisierung, Energiesparen und Fördermöglichkeiten an.

„Das Interesse an energetischen Modernisierungsmaßnahmen im Energiequartier Schepersfeld ist seit Projektbeginn ungebrochen groß“, erläutert Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. „Es sind bereits acht Anträge auf Förderung bei uns eingegangen, und wir konnten schon fünf Förderbescheide ausstellen und sie den Antragstellern zusenden. Das verdeutlicht uns, dass gute Wohn- und Lebensumstände wichtig sind und unsere Entscheidung, das Projekt Energiequartier Schepersfeld mitten in der Pandemie zu beginnen, genau richtig war“, betont Westkamp. „Durch die verschiedenen Maßnahmen leisten die Bürger*innen nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz. Bei sinkenden Energiekosten sparen sie nach einer energetischen Sanierung auch Geld und steigern ihre Wohnqualität.“

Einen wesentlichen Beitrag zur erhöhten Modernisierungstätigkeit leistet die, eigens für das Energiequartier Schepersfeld entwickelte, städtische Förderrichtlinie: Der „Sanierungszuschuss Wesel-Schepersfeld“. Das Programm fördert zum Beispiel Maßnahmen rund um Dämmung, Fensteraustausch oder auch den Einsatz Erneuerbarer Energien mit direkten Zuschüssen. Der Sanierungszuschuss richtet sich an alle Eigentümer*innen, deren Immobilie im Quartier liegt. Das Quartier wird begrenzt von der Schermbecker Landstraße im Süden, der Hagerstownstraße im Osten sowie der Brüner Landstraße und den Bahngleisen im Nordwesten und Westen.

Bereits 44 Bürger*innen haben sich seit dem 27. Oktober 2020 mit einer Terminanfrage für eine kostenlose Erstberatung im Sanierungsbüro Schepersfeld an Sanierungsmanager Nikolai Spies gewandt. 30 nahmen dieses Angebot schon in Anspruch: „Ratsuchende informieren sich zu ihren individuellen Modernisierungsmöglichkeiten sowie vorhandenen Förderungen“, so Spies. 23 Ratsuchende ließen sich in einem nächsten Schritt von Akke Wilmes, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW, vor Ort an der eigenen Immobilie bzw. pandemiebedingt via Telefon oder Videokonferenz beraten.

Bislang wurden 6.060 Euro an Fördergeldern für 2020 bewilligt. Für das Jahr 2021 stehen aktuell noch 34.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Schnell sein lohnt sich also, denn die Ausschüttung der Fördergelder erfolgt nach Eingang der Anträge.

Bei Fragen rund um die Förderrichtlinie und das Beratungsangebot steht Herr Nikolai Spies dienstags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr für eine individuelle und kostenlose Energieberatung telefonisch unter 0281 / 203-2778, via E-Mail unter info@energiequartier-schepersfeld.de oder nach vorheriger Absprache an der Immobilie im Schepersfeld zur Verfügung. Selbstverständlich immer unter Einhaltung der Coronaschutzverordnung. Die Sprechzeiten werden nach einer Lockerung der Coronaschutzmaßnahmen auch wieder persönlich im MehrGenerationenHaus Schepersfeld, Am Birkenfeld 14, angeboten werden.

Ein weiteres Angebot sind regelmäßige, kostenlose Themenabende für Bürger*innen im Quartier. Der nächste Themenabend „Heizen, Lüften, Schimmel vermeiden“ findet am 16. März 2021, um 18:00 Uhr, als Onlinethemenabend statt. Nähere Einzelheiten zum Programm erfahren Sie rechtzeitig aus der lokalen Presse oder über die genannte Internetseite. Eine Anmeldung zum Themenabend ist aber bereits jetzt beim Sanierungsmanagement möglich.

Aktuelle Termine und Informationen zum Energiequartier Schepersfeld sind über die Projektwebseite www.energiequartier-schepersfeld.de abrufbar.

Quelle: Stadt Wesel

Stadt Wesel vergibt Gaskonzession an die Stadtwerke Wesel GmbH

WESEL. Am Donnerstag, 11. März 2021, haben Bürgermeisterin Ulrike Westkamp und der Geschäftsführer der Stadtwerke Wesel GmbH, Rainer Hegmann, den neuen Konzessionsvertrag über die Wegenutzung für das Gasnetz in der Stadt unterschrieben. Damit erhält die Stadtwerke Wesel GmbH nach Ausschreibung die Gaskonzession für weitere 20 Jahre. Der Vertrag gilt ab dem 1. Januar 2022 und läuft bis zum 31. Dezember 2041.

„Die Stadtwerke Wesel sind ein erfahrener Partner, der seit Jahrzehnten das Gasnetz in Wesel betreibt, wartet und instand hält. Sie werden somit ihr umfangreiches Know-How auch zukünftig in die Unterhaltung des Gasnetzes einbringen können“, fasst Bürgermeisterin Ulrike Westkamp die Vertragsunterzeichnung zusammen. Geschäftsführer Rainer Hegmann ergänzt: „Wir verfügen über Fachkräfte, die seit Jahren die zuverlässige Versorgung mit dem umweltschonenden, effizienten und kostengünstigen Energieträger Erdgas in unserer Stadt sicherstellen“. Zudem bedankt er sich bei dem Team der Stadtwerke Wesel und der Tochtergesellschaft NSG für die gute und engagierte Arbeit.

Der Rat der Stadt Wesel hat in seiner Sitzung im Dezember 2020 entschieden, den neuen Gaskonzessionsvertrag wiederum mit den Stadtwerken Wesel abzuschließen. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp und Geschäftsführer Rainer Hegmann freuen sich über die weitere Zusammenarbeit.

Quelle: Stadt Wesel