Sonnenstrom vom Gartenhaus in die Steckdose

Moers. (pst) Sonnenenergie ist Trendthema in Moers: Die Förderung von kleinen Anlagen wird aufgrund der hohen Nachfrage aufgestockt. Die Stadt Moers unterstützt weitere fünf Haushalte bei der Anschaffung von sogenannten Balkonkraftwerken mit jeweils 100 Euro. Das wiederum bringt die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien voran. Die Förderung der Stecker-Solargeräte kam im Rahmen des ‚Wattbewerbs‘ zustande.

Dieser Wettbewerb dreht sich um den Photovoltaikausbau und spornt die teilnehmenden Städte zum Ausbau der Energiegewinnung aus Sonnenwärme an. Das Konzept der Balkonkraftwerke ermöglicht es auch den Moerserinnen und Moersern, die in einer Wohnung und nicht in einem Haus leben, Strom aus Sonnenenergie zu produzieren und zu nutzen: Am Balkon, auf dem Gartenhaus oder der Garage lassen sich die einzelnen Photovoltaik-Modulen installieren. (Foto: privat) Anika Siebert, Umweltplanerin der Stadt Moers, findet das Projekt wichtig: „Erneuerbare Energien müssen in der Mitte der Gesellschaft ankommen!

Die Nutzung der Sonnenkraft zur Stromproduktion in Privathaushalten ist eine zukunftsweisende Ergänzung zu den großen Photovoltaik-Anlagen, die wir teilweise auch auf städtischen Dächern haben.“ Strom aus der Mittagssonne in die Steckdose einspeisen ist dank der Balkonkraftwerke für viele Bürgerinnen und Bürger einfach möglich. Bisher umfasste die Förderung der Stadt Moers insgesamt zehn Anträge für Neuanschaffungen von Stecker-Solargeräten. Aufgrund der hohen Nachfrage stehen jetzt weitere 500 Euro für fünf Haushalte bereit. 

Quelle: Stadt Moers

Trendwende: Immer mehr Hauseigentümer heizen mit der Kraft der Sonne

VOERDE. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 83.000 neue Solarthermieanlagen installiert, gegenüber rund 71.000 im Vorjahr 2019. Auch die Absätze der Solarbranche erreichten mit einem Plus von 26 Prozent im Jahr 2020 den höchsten Stand seit über zehn Jahren; Tendenz steigend. 

Gründe für das anhaltend hohe Interesse innerhalb der Bevölkerung sieht Kristina Ackermann, die Beauftragte für Umwelt- und Klimaschutz bei der Stadt Dinslaken, neben einem gewachsenen Klimabewusstsein, in der Einführung eines CO2-Preises auf fossile Energieträger sowie in den deutlich verbesserten Förderangeboten, die seit Anfang dieses Jahres für den Einbau von Heizungen mit erneuerbaren Energien von der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vergeben werden. „Wird beispielsweise eine bestehende Heizungsanlage mit einer Solarthermie-Anlage nachgerüstet, erhält der Betreiber einen Zuschuss von 30 Prozent der förderfähigen Kosten“, erklärt der Klimaschutzmanager der Stadt Voerde Simon Bielinski. „Wird ein alter Ölkessel gegen eine effiziente Gas-Solar-Heizung getauscht, winkt eine Förderung von 40 Prozent der Anschaffungs- und Installationskosten“, fügt Ulrich Kemmerling (Klimaschutzmanager der Gemeinde Hünxe) hinzu. 

Thermische Solaranlagen sind zur Erwärmung von Wasser für Dusche und Co. geeignet. Wahlweise können sie auch die ganze Heizung unterstützen. Bei einer üblichen Kollektorfläche von 10 bis 15 Quadratmetern und guter Dämmung des Hauses können bis 30 Prozent des Wärmebedarfs gedeckt werden. Mithilfe großer Warmwasserspeicher und größerer Kollektorflächen kann eine Deckung von 50 Prozent erreicht werden. 

Solarthermische Anlagen lassen sich mit beinahe jedem erdenklichen Wärmeerzeuger kombinieren, etwa mit einem Holzheizkessel, einer Wärmepumpe oder einem Gasbrennwertkessel. Heizungen, die mehr als eine Wärmequelle nutzen, heißen Hybridheizungen. Für den Umstieg auf Hybridheizungen gibt es erhebliche Fördermittel. 

Auch für den Einbau einer neuen reinen Gasheizung, die erst nachträglich durch Sonnen- oder Umweltwärme unterstützt wird, fließen Zuschüsse. Solche Systeme werden als „Renewable Ready“ bezeichnet, also als „bereit für Erneuerbare“. 

Solarthermieanlagen verfügen heute über ein hohes Maß an technischer Zuverlässigkeit und Effizienz. Langzeituntersuchungen haben gezeigt, dass solarthermische Anlagen auch nach zwanzig Jahren wie am ersten Tag zuverlässig Wärme erzeugen. 

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von ALTBAUNEU unter www.alt-bau-neu.de/kreis-wesel/

Die Städte Voerde und Dinslaken sowie die Gemeinde Hünxe sind wie die anderen kreisangehörigen Kommunen über den Kreis Wesel Mitglied im landesweiten Netzwerk ALTBAUNEU, das durch die EnergieAgentur.NRW koordiniert und vom NRW-Wirtschaftsministerium unterstützt wird. Energieeffizienz und der Einsatz von erneuerbaren Energien bei der Sanierung von Altbauten sind zentrale Themen des Netzwerks.

Mit dem KompetenzNetz Energie Kreis Wesel e.V., der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW und der Plattform ALTBAUNEU hat sich im Kreis Wesel zudem eine „Allianz für Gebäude-Modernisierung und Klimaschutz“ etabliert, die sich darauf spezialisiert hat, die Bürgerinnen und Bürger bei der Modernisierung des Eigenheims und bei der Planung von Neubauten zu unterstützen und zu beraten. Weitere Informationen erhalten Sie bei der/dem Klimaschutzmanager/in Ihrer Kommune. 

Quelle: Stadt Voerde

Solarmetropole Ruhr

Die Kreishandwerkerschaft des Kreises Wesel widmet sich seit längerer Zeit dem Thema Nachhaltigkeit. Ein Baustein hierzu ist die Mitarbeit in der Ausbauinitiative der Solarmetropole Ruhr.

NRW. Die Ausbauinitiative der Solarmetropole Ruhr ist ein Projekt des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und des Handwerks in der Rhein-Ruhr-Region.

In 15 Kommunen wird über das Thema Solarenergie mit Hilfe von Veranstaltungen, Rundgängen und anderen Möglichkeiten informiert. Die Ausbauinitiative ist darauf ausgelegt, Hausbesitzer über die positiven Eigenschaften der Photovoltaik zu informieren und sie von deren Nutzen zu überzeugen, um so dem Klimaschutz im Kleinen voranzubringen. Denn jeder Eigenheimbesitzer kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten und so zur Energiewende beitragen.

Daher unterschützen Kreishandwerksmeister Günter Bode und stellvertretender Kreishandwerksmeister Norbert Borgmann die Ausbauinitiative sehr gerne und warben nunmehr am Standort der Kreishandwerkerschaft des Kreises Wesel für sie. Unter dem Motto „Hat Ihr Dach mehr drauf“ setzten sich die beiden Repräsentanten der Kreishandwerkerschaft des Kreises Wesel für die Solarmetropole Ruhr und Ihre Ziele ein.

Bildquelle: www.khwesel.de

Textquelle: ww.khwesel.de