Malerbetrieb Neumann aus Dinslaken und Autohaus Lackermann GmbH aus Wesel werben in Clipserie der Handwerkskammer für den Reiz ihrer Ausbildungsberufe

KREIS WESEL. Das Handwerk hat bundesweit einen „Sommer der Berufsbildung“ ausgerufen und seine Vermittlungs- und Beratungsangebote noch einmal ausgeweitet. Die Handwerkskammer Düsseldorf ergänzt ihre im Frühjahr gestartete Informationsoffensive (u. a. „Starten statt warten!“-Plakataktion, Azubi-Hotline, Praktikumsinitiative) zur Unterstützung der Fachkräftesicherung der Unternehmen jetzt mit einer Reihe selbst produzierter Videoclips, die neugierig und Lust machen auf die Qualifizierungschance, die der breitgefächerte Berufsbereich Schulabgängern auch und gerade in diesem Jahr bietet. Die Besonderheit: Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Auszubildende aus Ausbildungsunternehmen im gesamten Bezirk der Handwerkskammer (der deckungsgleich ist zum Regierungsbezirk) sind die „Stars“ der 26 Kurzfilme; sie packen ihre Botschaft – das, was an dem betreffenden Ausbildungsberuf so begeistert – in prägnante, packende Ansagen.

Im Kreis Wesel werben gleich zwei Profis für ihren Beruf. Unter ihnen Alex Neumann vom
Malerbetrieb Neumann. Ihm ist Zusammenhalt im Team wichtig, was auch dazu beiträgt, bei der Arbeit das bestmöglichste Ergebnis zu erzielen. Jugendlichen, die noch unsicher sind, ob sie nach der Schule eine Ausbildung im Handwerk machen sollen, rät er: „Macht es einfach. Im Maler- und Lackiererhandwerk gibt es zahlreiche Wege, sich nach oben zu arbeiten.“ Das Familienunternehmen besteht übrigens seit über fünfzig Jahren und wird in der zweiten Generation geführt. Auch Lia, Auszubildende im Autohaus Lackermann in Wesel wirbt für Ihr Handwerk. Sie mag es, körperlich gefordert zu werden. „Den ganzen ‚herumzusitzen’ ist nicht für mich.“, sagt sie. Das Autohaus Lackermann blickt auf eine lange Firmentradition zurück. Heute wird die Firma von den beiden Söhnen des Firmengründers Hermann Lackermann sen., Manfred und Wolfgang, sowie deren
Söhnen Jörg, Sven, André und Maik geführt.

Die Serie wird fortgesetzt und im bundesweit vom Handwerk ausgerufenen „Sommer der
Berufsbildung“ punktuell um Videotagebücher ausgewählter Azubis ergänzt.
Zu den Clips: www.hwk-duesseldorf.de/Ausbildungsvideos

Die HWK meldet bezirksweit noch zahlreiche offene Ausbildungsstellen, die kurzfristig besetzbar sind: www.hwk-duesseldorf.de/lehrstellen

Quelle: Handwerkskammer Düsseldorf

Handwerkskammer weist auf Materialengpässe bei Holz und anderen Baustoffen hin.

Ehlert: Baustopps und Kurzarbeit drohen trotz voller Auftragsbücher

NRW. Auf eine zunehmend angespannte Versorgung der Bau- und Ausbaubranchen mit Material und Werkstoffen macht die Handwerkskammer Düsseldorf aufmerksam. Gleichzeitig würden Preise für Vorprodukte wie Holz, Metalle, Dämmwolle, Farben und Silikone derzeit stark ansteigen, informiert die Kammer. Auch Fachverbände bestätigen die Verknappung bei Baustoffen und Halbzeug: So hat der Zentralverband des Baugewerbes (ZDB) bereits vor einigen Tagen auf eine „sehr dynamische“ Preisentwicklung und teilweise Lieferschwierigkeiten hingewiesen: Holz sei seit September um 15 bis 20 Prozent teurer geworden, Mineralölerzeugnisse um 15 Prozent und Betonstahl um 30 Prozent.
Auch der Bundesverband Farbe berichtet von Preiserhöhungen um rund 50 Prozent bei
Wärmedämmung und zum Teil auch bei Trockenbauprofilen.

Als zentrale Ursache für den sich zuspitzenden Rohstoff-Mangel auf heimischen Märkten geht die Kammer und gehen die Verbandsexperten von einer überstark angesprungenen Nachfrage aus China und in den USA aus, wo die Konjunktur sich bereits in den letzten Monaten durchgreifend erholt habe. „Hersteller kommen nun mit dem Wiederhochfahren der Produktion nicht nach“, nachdem sie in der ersten Phase der Pandemie die Erzeugung gedrosselt hätten, so HWK-Präsident Andreas Ehlert. „Hält diese Mangelsituation an, könnten Baustopps und in der Folge auch Kurzarbeit die Folge sein – trotz voller Auftragsbücher!“

Praktiker aus den betroffenen Handwerksinnungen hatten der Kammer und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks im Rahmen einer Obermeisterkonferenz der HWK vor wenigen Tagen ferner ihre Beobachtung mitgeteilt, wonach Produzenten und Großhändler das Knappheitsproblem für generelle Preisanstiege in ihren Sortimenten nutzten. Kammerpräsident Ehlert informierte am Montagabend im Rahmen einer virtuellen Dialogveranstaltung mit 200 Handwerksunternehmerinnen und -Unternehmern Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier über die neuen Marktverwerfungen im
Bausektor. „Es ist ein absolutes Brandthema. Der Materialengpass am Bau könnte sich zu einem echten Hemmschuh für eine rasche konjunkturelle Erholung der gewerblichen Wirtschaft nach Ende der Pandemie auswachsen,“ so Ehlert. Kunden und Auftraggeber müssten sich darauf einstellen, dass Bau- und Ausbaubetriebe, die derzeit in großer Breite unter Lieferengpässen und Preissprüngen für Vorprodukte „teils in kurzer Folge“ litten, aktuell gehäuft gezwungen seien, Preisgleitklauseln in die Leistungsverträge hineinzunehmen, warb Ehlert bei Verbrauchern um Verständnis.

Quelle: Handwerkskammer Düsseldorf