Sonnenstrom vom Gartenhaus in die Steckdose

Moers. (pst) Sonnenenergie ist Trendthema in Moers: Die Förderung von kleinen Anlagen wird aufgrund der hohen Nachfrage aufgestockt. Die Stadt Moers unterstützt weitere fünf Haushalte bei der Anschaffung von sogenannten Balkonkraftwerken mit jeweils 100 Euro. Das wiederum bringt die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien voran. Die Förderung der Stecker-Solargeräte kam im Rahmen des ‚Wattbewerbs‘ zustande.

Dieser Wettbewerb dreht sich um den Photovoltaikausbau und spornt die teilnehmenden Städte zum Ausbau der Energiegewinnung aus Sonnenwärme an. Das Konzept der Balkonkraftwerke ermöglicht es auch den Moerserinnen und Moersern, die in einer Wohnung und nicht in einem Haus leben, Strom aus Sonnenenergie zu produzieren und zu nutzen: Am Balkon, auf dem Gartenhaus oder der Garage lassen sich die einzelnen Photovoltaik-Modulen installieren. (Foto: privat) Anika Siebert, Umweltplanerin der Stadt Moers, findet das Projekt wichtig: „Erneuerbare Energien müssen in der Mitte der Gesellschaft ankommen!

Die Nutzung der Sonnenkraft zur Stromproduktion in Privathaushalten ist eine zukunftsweisende Ergänzung zu den großen Photovoltaik-Anlagen, die wir teilweise auch auf städtischen Dächern haben.“ Strom aus der Mittagssonne in die Steckdose einspeisen ist dank der Balkonkraftwerke für viele Bürgerinnen und Bürger einfach möglich. Bisher umfasste die Förderung der Stadt Moers insgesamt zehn Anträge für Neuanschaffungen von Stecker-Solargeräten. Aufgrund der hohen Nachfrage stehen jetzt weitere 500 Euro für fünf Haushalte bereit. 

Quelle: Stadt Moers

Umzug der Comenius-Gesamtschule in den sanierten Haupttrakt ist für den Herbst vorgesehen

VOERDE. An der Entwicklung der äußeren Hülle des Altbaus der Gesamtschule ist erkennbar, dass die Sanierungsarbeiten gut voranschreiten. Zuletzt hatten neben Vertretern der Schule auch die Mitglieder des Kultur- und Sportausschusses sowie des Schulausschusses vor Beginn der Sommerferien die Möglichkeit, sich ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten im Inneren des Gebäudes zu verschaffen. Dabei wurde erkennbar, dass der Zeitplan, wonach die beiden Obergeschosse nach den Sommerferien bezogen werden können, eingehalten werden kann.

Für den sukzessiven Umzug in das neue Hauptgebäude hat die Comenius-Gesamtschule eine Planung erarbeitet, wonach nach den Sommerferien zunächst nur die vier Klassen des siebten Jahrgangs in das Obergeschoss des Haupttraktes umziehen sollten. Das finale Raumkonzept der Gesamtschule sieht nämlich vor, dass die Schülerinnen und Schüler den fünften und sechsten Jahrgang im B-Gebäude (dem ehemaligen Neubau der Gesamtschule) verbringen und anschließend in das Hauptgebäude ziehen. Das grüne Gebäude (der ehemalige Ersatzbau der Realschule) hingegen ist vorrangig für die Oberstufe vorgesehen.

In einem Gespräch zwischen der Schulleitung und der Verwaltung sind vor Ferienbeginn noch einmal die Vor- und Nachteile der angedachten Teilinbetriebnahme und des sukzessiven Umzugs erörtert worden. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Teilinbetriebnahme lediglich für vier Klassen erfolgen würde und aktuell davon auszugehen ist, dass die vollständige Inbetriebnahme des Gebäudes inklusive des Erdgeschosses nach aktueller Zeitplanung im Herbst möglich sein wird. Im Ergebnis wurde festgehalten, dass alle Beteiligten – Schulleitung, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie die Stadt Voerde – im erheblichen Maße davon profitieren, wenn der Umzug im vollen Umfang im Herbst stattfinden würde: Es entfällt der Organisationsaufwand für den Teilumzug, der Aufsichtsbereich würde nicht noch weiter vergrößert, die Wegstrecken fallen kürzer aus und der Unterricht wird nicht von Lärm gestört, der aus Restarbeiten im Gebäude erzeugt wird. Für die Stadt Voerde bedeutet der Wegfall der Teilinbetriebnahme eine Einsparung im hohen fünftstelligen Bereich.

Die Schulleitung der Comenius-Gesamtschule sowie die Stadt Voerde blicken somit voller Vorfreude dem Herbst entgegen, wenn den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern sowie allen weiteren in der Schule Tätigen ein neuwertiges, modern ausgestattet und eingerichtetes Hauptgebäude übergeben werden kann, das auch in Sachen Digitalisierung auf dem neusten Stand der Technik ist.

Quelle: Stadt Voerde

Malerbetrieb Neumann aus Dinslaken und Autohaus Lackermann GmbH aus Wesel werben in Clipserie der Handwerkskammer für den Reiz ihrer Ausbildungsberufe

KREIS WESEL. Das Handwerk hat bundesweit einen „Sommer der Berufsbildung“ ausgerufen und seine Vermittlungs- und Beratungsangebote noch einmal ausgeweitet. Die Handwerkskammer Düsseldorf ergänzt ihre im Frühjahr gestartete Informationsoffensive (u. a. „Starten statt warten!“-Plakataktion, Azubi-Hotline, Praktikumsinitiative) zur Unterstützung der Fachkräftesicherung der Unternehmen jetzt mit einer Reihe selbst produzierter Videoclips, die neugierig und Lust machen auf die Qualifizierungschance, die der breitgefächerte Berufsbereich Schulabgängern auch und gerade in diesem Jahr bietet. Die Besonderheit: Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Auszubildende aus Ausbildungsunternehmen im gesamten Bezirk der Handwerkskammer (der deckungsgleich ist zum Regierungsbezirk) sind die „Stars“ der 26 Kurzfilme; sie packen ihre Botschaft – das, was an dem betreffenden Ausbildungsberuf so begeistert – in prägnante, packende Ansagen.

Im Kreis Wesel werben gleich zwei Profis für ihren Beruf. Unter ihnen Alex Neumann vom
Malerbetrieb Neumann. Ihm ist Zusammenhalt im Team wichtig, was auch dazu beiträgt, bei der Arbeit das bestmöglichste Ergebnis zu erzielen. Jugendlichen, die noch unsicher sind, ob sie nach der Schule eine Ausbildung im Handwerk machen sollen, rät er: „Macht es einfach. Im Maler- und Lackiererhandwerk gibt es zahlreiche Wege, sich nach oben zu arbeiten.“ Das Familienunternehmen besteht übrigens seit über fünfzig Jahren und wird in der zweiten Generation geführt. Auch Lia, Auszubildende im Autohaus Lackermann in Wesel wirbt für Ihr Handwerk. Sie mag es, körperlich gefordert zu werden. „Den ganzen ‚herumzusitzen’ ist nicht für mich.“, sagt sie. Das Autohaus Lackermann blickt auf eine lange Firmentradition zurück. Heute wird die Firma von den beiden Söhnen des Firmengründers Hermann Lackermann sen., Manfred und Wolfgang, sowie deren
Söhnen Jörg, Sven, André und Maik geführt.

Die Serie wird fortgesetzt und im bundesweit vom Handwerk ausgerufenen „Sommer der
Berufsbildung“ punktuell um Videotagebücher ausgewählter Azubis ergänzt.
Zu den Clips: www.hwk-duesseldorf.de/Ausbildungsvideos

Die HWK meldet bezirksweit noch zahlreiche offene Ausbildungsstellen, die kurzfristig besetzbar sind: www.hwk-duesseldorf.de/lehrstellen

Quelle: Handwerkskammer Düsseldorf

Trendwende: Immer mehr Hauseigentümer heizen mit der Kraft der Sonne

VOERDE. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 83.000 neue Solarthermieanlagen installiert, gegenüber rund 71.000 im Vorjahr 2019. Auch die Absätze der Solarbranche erreichten mit einem Plus von 26 Prozent im Jahr 2020 den höchsten Stand seit über zehn Jahren; Tendenz steigend. 

Gründe für das anhaltend hohe Interesse innerhalb der Bevölkerung sieht Kristina Ackermann, die Beauftragte für Umwelt- und Klimaschutz bei der Stadt Dinslaken, neben einem gewachsenen Klimabewusstsein, in der Einführung eines CO2-Preises auf fossile Energieträger sowie in den deutlich verbesserten Förderangeboten, die seit Anfang dieses Jahres für den Einbau von Heizungen mit erneuerbaren Energien von der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vergeben werden. „Wird beispielsweise eine bestehende Heizungsanlage mit einer Solarthermie-Anlage nachgerüstet, erhält der Betreiber einen Zuschuss von 30 Prozent der förderfähigen Kosten“, erklärt der Klimaschutzmanager der Stadt Voerde Simon Bielinski. „Wird ein alter Ölkessel gegen eine effiziente Gas-Solar-Heizung getauscht, winkt eine Förderung von 40 Prozent der Anschaffungs- und Installationskosten“, fügt Ulrich Kemmerling (Klimaschutzmanager der Gemeinde Hünxe) hinzu. 

Thermische Solaranlagen sind zur Erwärmung von Wasser für Dusche und Co. geeignet. Wahlweise können sie auch die ganze Heizung unterstützen. Bei einer üblichen Kollektorfläche von 10 bis 15 Quadratmetern und guter Dämmung des Hauses können bis 30 Prozent des Wärmebedarfs gedeckt werden. Mithilfe großer Warmwasserspeicher und größerer Kollektorflächen kann eine Deckung von 50 Prozent erreicht werden. 

Solarthermische Anlagen lassen sich mit beinahe jedem erdenklichen Wärmeerzeuger kombinieren, etwa mit einem Holzheizkessel, einer Wärmepumpe oder einem Gasbrennwertkessel. Heizungen, die mehr als eine Wärmequelle nutzen, heißen Hybridheizungen. Für den Umstieg auf Hybridheizungen gibt es erhebliche Fördermittel. 

Auch für den Einbau einer neuen reinen Gasheizung, die erst nachträglich durch Sonnen- oder Umweltwärme unterstützt wird, fließen Zuschüsse. Solche Systeme werden als „Renewable Ready“ bezeichnet, also als „bereit für Erneuerbare“. 

Solarthermieanlagen verfügen heute über ein hohes Maß an technischer Zuverlässigkeit und Effizienz. Langzeituntersuchungen haben gezeigt, dass solarthermische Anlagen auch nach zwanzig Jahren wie am ersten Tag zuverlässig Wärme erzeugen. 

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von ALTBAUNEU unter www.alt-bau-neu.de/kreis-wesel/

Die Städte Voerde und Dinslaken sowie die Gemeinde Hünxe sind wie die anderen kreisangehörigen Kommunen über den Kreis Wesel Mitglied im landesweiten Netzwerk ALTBAUNEU, das durch die EnergieAgentur.NRW koordiniert und vom NRW-Wirtschaftsministerium unterstützt wird. Energieeffizienz und der Einsatz von erneuerbaren Energien bei der Sanierung von Altbauten sind zentrale Themen des Netzwerks.

Mit dem KompetenzNetz Energie Kreis Wesel e.V., der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW und der Plattform ALTBAUNEU hat sich im Kreis Wesel zudem eine „Allianz für Gebäude-Modernisierung und Klimaschutz“ etabliert, die sich darauf spezialisiert hat, die Bürgerinnen und Bürger bei der Modernisierung des Eigenheims und bei der Planung von Neubauten zu unterstützen und zu beraten. Weitere Informationen erhalten Sie bei der/dem Klimaschutzmanager/in Ihrer Kommune. 

Quelle: Stadt Voerde

AZUBI-STIPENDIUM 2021

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Contorion unterstützt den Nachwuchs im Handwerk

NRW. Contorion, der Online-Shop für professionelles Handwerk, vergibt dieses Jahr zum zweiten Mal in Folge das Azubi-Stipendium. Das Stipendium im Gesamtwert von 3.000 Euro richtet sich an junge Menschen, die eine handwerkliche Ausbildung absolvieren oder kurz davor sind, diese zu beginnen. Ab dem 14. Juni bis zum 22. August 2021 können sich Auszubildende unter contorion.de/azubi-stipendium um das Stipendium bewerben. Der Gewinner oder die Gewinnerin erhält von Contorion ein Jahr lang monatlich 250 Euro zur freien Verfügung. Über die Vergabe des Azubi-Stipendiums entscheidet eine Jury aus Handwerksexperten und -expertinnen, die in Kürze bekannt gegeben wird.

Contorion hilft jungen Menschen, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen

“Als Partner und Unterstützer des Handwerks ist es uns ein großes Anliegen, den Nachwuchs zu fördern. Deshalb haben wir vergangenes Jahr das Azubi-Stipendium ins Leben gerufen”, erklärt Tobias Tschötsch, Gründer und Geschäftsführer von Contorion. Die Resonanz war groß, rund 130 Bewerbungen sind während der dreimonatigen Bewerbungsphase eingegangen. Unter ihnen zahlreiche Bewerbungen junger Menschen, die in Handwerksberufen eine Chance sehen, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. “Das hat uns sehr gefreut”, so Tschötsch, “denn wir wissen, dass es für viele Betriebe schwer ist, junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern.” Obwohl das Handwerk vielfältige und zukunftssichere Berufsmöglichkeiten bietet, ist der Fachkräftemangel groß. Laut einer aktuellen Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) fehlten 2020 bundesweit knapp 65.000 Handwerker und Handwerkerinnen, während zahlreiche Lehrstellen unbesetzt blieben. Tobias Tschötsch: “Berufe im Handwerk haben teilweise ein negatives und veraltetes Image. Zu unrecht, wie wir finden. Mit dem Azubi-Stipendium möchten wir deshalb vor allem engagierte und talentierte Nachwuchskräfte stärken und auf ihrem Ausbildungsweg im Handwerk begleiten.”

Das Wichtigste auf einen Blick

Bewerbungszeitraum

14. Juni bis 22. August 2021.

Voraussetzungen

Um das Stipendium können sich Personen zwischen 16 und 25 Jahren bewerben, die sich zum Zeitpunkt der Bewerbung in einer handwerklichen Ausbildung befinden oder in Kürze eine handwerkliche Ausbildung beginnen.* 

Bewerbungsform

Die Bewerbung erfolgt online unter contorion.de/azubi-stipendium. Bewerber und Bewerberinnen werden darum gebeten, ein Video (maximal 60 Sekunden) oder ein Foto mit Text (maximal eine Seite) einzusenden. 

Finale und Preisverleihung

Das Finale mit anschließender Preisverleihung soll Anfang Oktober in Form einer digitalen Veranstaltung mit den Finalisten und Finalistinnen und den Jury-Mitgliedern stattfinden.

Preise 

1. Platz: Das Azubi-Stipendium im Wert von 3.000 Euro und attraktive Sachpreise

2. Platz: Contorion-Gutschein im Wert von 500 Euro und attraktive Sachpreise

3. Platz: Contorion-Gutschein im Wert von 100 Euro und attraktive Sachpreise

Infos zu:

1
KOFA-Studie 1/2021: Fachkräfteengpässe in Unternehmen – Fachkräftemangel und Nachwuchsqualifizierung im Handwerk

2 Unter »handwerkliche Ausbildung« fallen im Rahmen des Wettbewerbs Ausbildungen der Berufe, die in Anlage A und Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung aufgeführt sind, mit folgenden Ausnahmen: Bäcker, Konditoren, Fleischer, Augen- und Feinoptiker, Hörakustiker, Zahntechniker, Orthopädietechniker, Orthopädieschuhmacher, Friseure, Müller, Brauer und Mälzer, Textilreiniger, Gebäudereiniger, Fotografen, Uhrmacher, Buchbinder, Drucker, Siebdrucker, Maßschneider, Textilgestalter, Modisten, Schuhmacher und Bestatter.

Quelle: Contorion GmbH

Energiequartier Wesel-Schepersfeld bietet wieder persönliche Beratung an

WESEL. Die konstant niedrigen Inzidenzwerte im Kreis Wesel lassen wieder mehr Öffnung zu: Auch das Sanierungsbüro im MehrGenerationenHaus im Schepersfeld öffnet wieder seine Tore. Ab Dienstag, 29. Juni 2021, steht Sanierungsmanager Nikolai Spies wieder
dienstags von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr für eine individuelle und kostenlose Energieberatung zur Verfügung.

Die Beratungen finden im Sanierungsbüro, Am Birkenfeld 14, unter Einhaltung der üblichen Corona-Hygiene-Regeln statt. Um Wartezeiten zu vermeiden und die Coronaschutzverordnung einzuhalten, wird um eine Voranmeldung für die wöchentlichen Sprechzeiten gebeten unter 0281 / 203-2778 oder via E-Mail an info@energiequartier-schepersfeld.de.
Darüber hinaus können sich Ratsuchende auch weiterhin am Telefon, per E-Mail oder Videokonferenz beraten lassen.

Sollte der Inzidenzwert erneut landesweit auf über 35 steigen, gelten für die persönliche Beratung im Sanierungsbüro die drei G’s: Besucher des Sanierungsbüros müssen dann einen Nachweis vorlegen, dass sie genesen, vollständig geimpft oder getestet (negativer Coronatest, nicht älter als 48 Stunden) sind.

Aktuelle Termine und Informationen zum Energiequartier Schepersfeld sind über die Projektwebseite www.energiequartier-schepersfeld.de abrufbar.

Quelle: Stadt Wesel

Richtiges Verhalten bei sommerlicher Hitze

VOERDE. Der Klimawandel ist immer häufiger spürbar und wird an manchen Tagen zur körperlichen Belastung. Während sommerlicher Hitze sind Anpassungsmaßnahmen im individuellen Verhalten sinnvoll und erforderlich, zum Beispiel auf den Gebieten der körperlichen Gesundheit und im baulichen Hitzeschutz.

Digitaler Hitzeschutz-Stammtisch am 08.07.2021
War es im Mai noch relativ mild und feucht, konnten im Juni bereits an mehreren Tagen in Folge sommerliche Temperaturen verzeichnet werden. Aus diesem Grund laden Sie Simon Bielinski (Klimaschutzmanager der Stadt Voerde) und Akke Wilmes (Energieberater der Verbraucherzentrale NRW im Kreis Wesel) am 08.07.2021 von 18:30-20:00 Uhr zu einem digitalen Hitzeschutz-Stammtisch ein.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich hier über das Verhalten während Hitzeperioden informieren. Themen sind dabei z. B. das Trinkverhalten, richtiges Lüften sowie der Zeitpunkt des Aufenthalts im Freien und die Achtsamkeit gegenüber Mitmenschen.
Zudem können Sie sich bei der Arbeit sowie im häuslichen Umfeld auch durch „bauliche“ Maßnahmen (Verschattung, Dämmung, Fenstertausch, …) schützen.

Eine Teilnahme am Hitzeschutz-Stammtisch ist kostenlos möglich. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich.
Interessierte melden sich bitte per E-Mail an, um die Zugangsdaten zu erhalten: stadtplanung@voerde.de.

Verteilaktion der Broschüre „Hitzeknigge“
„Der ‚Hitzeknigge‘ des Umweltbundesamtes dient Bürgerinnen und Bürgern in Zeiten zunehmender Extremwetterlagen und Hitzeperioden als Ratgeber. Interessierte können sich über Möglichkeiten informieren wie sie hitzebedingte Belastungen abmildern oder vermeiden können“, erklärt der Voerder Klimaschutzmanager. „Der ‚Hitzeknigge‘ ist im Voerder Rathaus beim Fachdienst 6.1, im Bürgerbüro oder der Stadtbibliothek erhältlich.“

Weitere Tipps zum Sonnen- und Hitzeschutz, die digitale Version der
„Hitzeknigge“-Broschüre und Informationen zu den kostenlosen Angeboten der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW im Kreis Wesel erhalten Sie auf der städtischen Internetseite unter www.voerde.de/klimaschutz.

Für Fragen kontaktieren Sie bitte den Voerder Klimaschutzmanager Simon Bielinski (Tel. 02855 / 80-512).

Quelle: Stadt Voerde (Niederrhein)

Mehr Geld für mehr Energieeffizienz im Gebäude

Die Fördermöglichkeiten für Neubau und Sanierung werden noch einmal verbessert

NRW. Eine höhere Energieeffizienz von Gebäuden lohnt sich für Klima, Wohlbefinden und Geldbeutel. Mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können Besitzer sowie mit Genehmigung des Vermieters auch Pächter und Mieter von Wohn- und Nichtwohngebäuden jetzt mit nur einem Antrag höhere Fördergelder denn je erhalten, wenn sie ihre Immobilie energetisch modernisieren. Wer es unbürokratisch mag, für den bietet die steuerliche Förderung bei der Umsetzung energetischer Einzelmaßnahmen am Haus eine gute Alternative. Die Förderung durch die BEG ist wahlweise als Investitionszuschuss oder als Förderkredit mit Tilgungszuschüssen möglich. Auch Bauherren können ab dem 1. Juli 2021 auf attraktive Zuschüsse zurückgreifen.

Dämmung & Co.: 20 Prozent Zuschüsse für energetische Einzelmaßnahmen

Hausbesitzer, die ihr Gebäude Schritt für Schritt passend zum eigenen Zeitplan und Geldbeutel sanieren möchten, haben heute schon zwei Möglichkeiten zum Erhalt staatlicher Fördergelder: Mit der steuerlichen Förderung lassen sich energetische Einzelmaßnahmen am Haus – wie zum Beispiel eine Dämmung mit Mineralwolle (Glaswolle oder Steinwolle) von Dächern, Wänden oder Geschossdecken – drei Jahre lang von der Steuer absetzen. Bei einer Investitionssumme von maximal 200.000 Euro gibt es für jede Maßnahme 20 Prozent Förderung und damit bis zu 40.000 Euro Steuervorteile.

Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung von Gebäuden fördert seit Januar 2021 auch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit ihrem Teilprogramm „Einzelmaßnahmen“ (BEG EM). Bei einer maximal förderfähigen Investitionssumme von 60.000 Euro erhalten Sanierer eines Wohnhauses für jede Maßnahme bis zu 12.000 Euro (20 %). Für Nichtwohngebäude werden 20 Prozent der Sanierungskosten pro Quadratmeter Nettogrundfläche gefördert, das sind bis zu 200 Euro/m².

Sanieren nach Fahrplan: 5 Prozent iSFP-Bonus für Wohngebäude.

Aber damit nicht genug: Für die Wohnhaussanierung gibt es bei der BEG EM zusätzlich 5 Prozent Bonus und damit bis zu 15.000 Euro Zuschuss pro Einzelmaßnahme, wenn diese an einen sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) gemäß „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ vom Fachmann geknüpft wird. Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. (FMI), sagt:

„Wer sein Haus gemäß iSPF schrittweise mit Mineralwolle dämmt, wird nicht nur mit dauerhaft niedrigeren Energiekosten und einem idealen Raumklima belohnt. Glas- und Steinwolle dienen zusätzlich auch dem Schall- und Brandschutz in den eigenen vier Wänden.“

Neu ab Juli: Bis zu 50 Prozent Förderung für Effizienzhäuser und Effizienzgebäude

Zum 1. Juli 2021 treten zwei weitere Teilprogramme der BEG – „Wohngebäude“ (BEG WG) und „Nichtwohngebäude“ (BEG NWG) – in Kraft. Wird ein Wohngebäude zum Effizienzhaus saniert, können bei einer maximal förderfähigen Investitionssumme von 150.000 Euro bis zu 50 Prozent der Kosten und somit bis zu 75.000 Euro gefördert werden. Zusätzlich kann man vom iSFP profitieren, denn mit Erreichen der im iSFP definierten Effizienzhaus-Stufe lassen sich für diese abschließenden Maßnahmen zusätzliche 5 Prozent iSFP-Bonus erzielen, wenn dieser innerhalb von 15 Jahren umgesetzt wird. Für Wohnungsneubauten sind staatliche Zuschüsse von bis zu 37.500 Euro (25 %) im Rahmen der BEG WG möglich.

Weil eine höhere Energieeffizienz auch bei den vielen Nichtwohngebäuden zu mehr Energieeinsparung und damit Klimaschutz führt, werden diese ebenfalls stärker gefördert: Bei der Sanierung zum Effizienzgebäude ermöglicht die BEG NWG Zuschüsse bis zu 50 Prozent der förderfähigen Investitionssumme und damit bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche. Neugebaute Nichtwohngebäude mit Effizienzgebäude-Stufe sind bis zu 450 Euro/m² (22,5 %) förderfähig.

„Auf dem Weg zum energieeffizienten Gebäude ist die fachgerechte Dämmung der Gebäudehülle die erste und wichtigste Maßnahme. Dadurch kann dann auch die neue Anlagentechnik, wie eine Wärmepumpe, effizient arbeiten. Eine geförderte Effizienzhaus- bzw. Effizienzgebäude-Stufe lässt sich mit Dämmsystemen aus Mineralwolle einfach erreichen. Zudem bietet ein mit Mineralwolle gedämmtes Gebäude einen sicheren, ruhigen und komfortablen Wohn- oder Arbeitsort“, so Dr. Thomas Tenzler.

Infos zu Bilder:

1. Die staatliche Förderung für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz im Neubau und bei der Sanierung war noch nie so attraktiv.

2. Wird ein Wohngebäude zum Effizienzhaus saniert, lassen sich ab 1. Juli 2021 Fördergelder bis zu 75.000 Euro beantragen.

3. Bei der Sanierung zum Effizienzgebäude winken ab 1. Juli 2021 Zuschüsse bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche bei Nichtwohngebäuden. 

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.



Verkehrshinweis: Sanierung der Theodor-Heuss-Brücke

WESEL.

Vom 10. Juni 2021 bis voraussichtlich zum 12. Juni 2021 wird die Theodor-Heuss-
Brücke in Wesel (Isselstraße) saniert. Während der Bauzeit kommt es zu
Einschränkungen des Straßenverkehrs.

Umleitung eingerichtet
Stadtauswärts wird die Fahrbahn auf der Theodor-Heuss-Brücke gesperrt. Der
Verkehr wird über die Schermbecker Landstraße und die Hagerstownstraße
umgeleitet. Stadteinwärts können Verkehrsteilnehmer/innen die Brücke nutzen.

Für Radfahrer und Fußgänger bleibt die Brücke in beiden Richtungen offen.
Die Instandsetzung ist erforderlich, da die Fahrbahndecke Schäden aufweist.
Durchgeführt werden die Arbeiten von der Firma Mesken aus Bocholt.

Quelle: Stadt Wesel

Druckluft sicher nutzen und gleichzeitig Energie und Kosten sparen

Mit sicherheitstechnischen Produkten können Risiken durch Druckluft vermieden werden. Der Technische Handel berät, welche Anwendungen Sicherheit für die Mitarbeiter garantieren.

NRW. In vielen Industriebetrieben werden Anlagen, Maschinen und Werkzeuge mit pneumatischen Antrieben eingesetzt. Von ihnen selbst gehen keine direkten Gefährdungen aus, aber unter Umständen von der „eingesperrten“ Druckluft. Sie ist für bis zu zehn Prozent aller Unfälle bzw. Erkrankungen am Arbeitsplatz verantwortlich: beispielsweise durch platzende und entkoppelte Schläuche, die durch die Luft peitschen, oder durch Blaspistolen, deren Luftstoß die Haut verletzt und mit eingetragenen Partikeln zur Blutvergiftung führen kann.

Sichere Druckluftnutzung ist machbar

Fachbetriebe, die in der Fachgruppe „Schlauch- und Armaturentechnik“ des VTH Verband Technischer Handel e.V. organisiert sind, wissen, wie man die Risiken minimiert. Dazu sollten sich alle Anwender in Handwerk und Industrie zunächst mit diesen elementaren Fragen beschäftigen: Beachten wir alle organisatorischen und technischen Sicherheitsmaßnahmen, wie sie die Betriebssicherheitsverordnung, die Maschinenrichtlinie und produktbezogene Normen vorgeben? Befinden sich unsere Anlagen, deren Einzelkomponenten sowie die Persönlichen Schutzausrüstungen auf dem aktuellen Stand der Technik? 

Wo diese Fragen nicht bejaht werden können, ist Eile geboten. Aber auch wenn diese positiv beantwortet sind, sollten Unternehmen zusätzlich in sicherheitstechnische Komponenten investieren und sie in ihren pneumatischen Anlagen und Druckluftwerkzeugen unter fachlicher Anleitung verbauen. 

Auf dem Markt gibt es mittlerweile ein umfangreiches Sortiment an Produkten, welche Sicherheit bringen und gleichzeitig die Performance der Anlage nicht drosseln. 

  • Mit einschraubbaren Inline-Druckreglern und -Filtern kann ein Unternehmen dafür sorgen, dass im Werkzeug nie ein höherer Druck aufgebaut ist als für die Anwendung benötigt wird. 
  • Wenn zwei- statt einstufige Kupplungen verwendet werden, kann die Trennung vom Stecker sicher erfolgen. Das schlagartige Entweichen der Luft wird verhindert; der Stecker fliegt nicht unkontrolliert durch die Luft und ein Peitschenhiebeffekt des Schlauchs wird vermieden.
  • Ein Kugelhahn sorgt für automatische Entlüftung. Da er abschließbar ist, wird Manipulation ausgeschlossen. 

Dirk Höschle, der das Präventionsprogramm „RIEGLER SAFETY“ beim gleichnamigen Hersteller in Bad Urach betreut, weist auf weitere Vorteile einer sicheren Druckluftnutzung hin: auf Energieeffizienz und Kosteneinsparung. Er sagt: „Viele Werkzeuge, Anlagen und Maschinen werden mit zu hohem Leitungsdruck betrieben. Denken wir zum Beispiel an einen Druckluft-

Ratschenschrauber, dessen Drehmoment für sechs Bar ausgelegt ist, aber an das vorhandene Netz mit acht oder sogar zehn Bar angeschlossen wird. Ein Leitungsdruckregler minimiert hier nicht nur die Unfallgefahr, sondern reduziert auch die Kosten auf Grund des geringeren Luftverbrauchs und verlängert die Lebensdauer der Werkzeuge.“

Fachlicher Rat vom Technischen Handel 

Die Verantwortung für die Sicherheit der Mitarbeiter liegt auch bei drucklufttechnischen und pneumatischen Anwendungen allein beim Arbeitgeber. Er ist dafür zuständig, Anweisungen für den ordnungsgemäßen Umgang mit Druckluft zu erlassen sowie sichere Betriebsmittel zur Verfügung zu stellen. 

Die Routinen am Arbeitsplatz und die Vielfalt der Produkte zur Unfallverhütung und Sicherheit sind jedoch selbst für Sicherheitsbeauftragte kaum überschaubar. Für Riegler-Geschäftsführer Jürgen Wacker ist nach langjähriger Beschäftigung mit der Problematik klar: „Unternehmen sollten auf Nummer sicher gehen und sich von vornherein beim Technischen Händler ihres Vertrauens beraten und schulen lassen; er weiß, welches Produkt für welchen Zweck die meiste Sicherheit garantiert.“ 

Eine Übersicht über qualifizierte Technische Händler bietet der VTH Verband Technischer Handel e. V. auf seiner Webseite: www.vth-verband.de/mitgliederverzeichnis.

Quelle: VTH Verband Technischer Handel e.V.

Fotobeschreibung 1:

Das zweistufige Entkuppeln und Entlüften verhindert den Peitschenhiebeffekt. Der versenkte Knopf verringert die Gefahr des ungewollten Auslösens. Foto: RIEGLER

Fotobeschreibung 2:

Drucklufttechnik: Arbeitsschutz von A bis Z. Quelle: RIEGLER; Grafik: VTH

Fotobeschreibung 3:

Schlauchbruchsicherungen schützen Personen und Arbeitsumgebung vor Schäden, die beim Platzen oder Anreißen einer Druckluftleitung eintreten können. In diesen Fällen unterbricht die Schlauchbruchsicherung sofort den Durchfluss bis auf eine geringe Restströmung und verhindert somit womöglich schwere Verletzungen eines Mitarbeitenden. Foto: RIEGLER