WPC: selbst verarbeiten oder nicht?

Die Planungen der Frühjahrsaktivitäten im Garten stehen vor der Tür.
Damit Terrassen, Fassaden und Sichtschutzzäune aus WPC lange
Freude bereiten, ist eine gekonnte Verarbeitung unerlässlich.

Für den Außenbereich im privaten wie im öffentlichen Raum erfreut sich das Material WPC (engl.: Wood Polymer Composites) großer Beliebtheit. Das Farbspektrum ist breiter als bei Holz und lässt mehr gestalterische Freiheiten zu. Am bekanntesten ist WPC zwar als Terrassenund Balkonbelag, doch auch Sicht- und Schallschutzelemente sowie
Fassaden lassen sich aus diesem Holzwerkstoff realisieren.

Profiarbeit oder selber machen?
„Hochwertige WPC-Produkte müssen fachkundig verbaut werden, um optimale und langlebige Ergebnisse zu erzielen. Während Terrassen und Sichtschutzzäune unter Einhaltung der Verlegevorgaben der Hersteller auch von geübten Heimwerkern umgesetzt werden können, gehören Arbeiten an der Fassade immer in die Hände von Profis“, erklärt Horst Walther, Vorsitzender der Fachgruppe Holz-Polymer-Werkstoffe im Verband der
Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI).
Unabhängig davon, wer die Produkte verarbeitet, gilt: Bei der Verwendung von WPC-Elementen sind die Herstellervorgaben zu befolgen, um die hohe Haltbarkeit und die Witterungsbeständigkeit der Produkte optimal zu gewährleisten. Viele Hersteller von WPC-Elementen bieten die zum jeweiligen Produkt passenden Unterkonstruktionen, Halterungen, Klick- und Klammersysteme im Holzfachhandel an.

Was ist WPC?
WPC (engl.: Wood Polymer Composites) sind Verbundwerkstoffe, die aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz, sortenreinen Kunststoffen und Additiven bestehen. Durch die Verbindung der Materialien entsteht ein einzigartiger Werkstoff, der die Natürlichkeit von Holz mit der langen Lebensdauer von hochwertigen Kunststoffen verbindet. WPC quillt weit weniger als unbehandeltes Holz und ist gegen Pilz- und Insektenbefall resistent. Aufwendige Pflegearbeiten wie Streichen oder Ölen entfallen. Das Material ist witterungsbeständig, splitterfrei und rutschfest und eignet sich auch für Poolbereiche, Bootsstege und Schwimmbäder.

Auf Qualität achten
Eine wichtige Orientierungshilfe beim Kauf von Terrassendielen bietet die Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe e.V. Sie vergibt ihr Gütesiegel nur an Produkte, die besonderen Qualitätskriterien entsprechen. Durch zahlreiche Tests wird dem Kunden ein sicheres und qualitativ hochwertiges Produkt garantiert. Geprüfte Dielen aus WPC müssen beispielsweise eine punktuelle Belastung von 320 Kilo aushalten. Sie überstehen Nass-, Gefrier- und Trocknungsphasen auch im extremen Wechsel und nehmen selbst bei
stundenlangem Sieden im kochenden Wasser kaum Feuchtigkeit auf. Es lohnt sich deshalb, beim Kauf auf das Siegel der Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe e.V. zu achten.

Weitere Informationen im Internet unter:
www.qg-holzwerkstoffe.de

Textquelle: Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe e.V

Neuer Wirtschaftsförderer zu Besuch bei der Kreishandwerkerschaft

Wesels neuer Wirtschaftsförderer, Wendelin Knuf trat Anfang September sein Amt an. Mit Bürgermeisterin Ulrike Westkamp und dem ehemaligen Wirtschaftsförderer Johannes Opgen-Rhein kam er in seiner zweiten Arbeitswoche zum Antrittsbesuch in die Kreishandwerkerschaft Wesel und traf zum Gespräch auf Kreishandwerksmeister Günter Bode, seinen Stellvertreter Norbert Borgmann und Geschäftsführer Holger Benninghoff.

WESEL. Nach über 30 Jahren als Wirtschaftsförderer und insgesamt knapp fünf Jahrzehnten im Dienst der Stadt Wesel, verabschiedete sich Johannes Opgen-Rhein zu Ende August in den Ruhestand. Sein Nachfolger, Wendelin Knuf ist ebenfalls ein erfahrener Wirtschaftsförderer: 18 Jahre war Knuf als Wirtschaftsförderer der Stadt Bocholt tätig, davon 14 Jahre in leitender Stellung. „Ich sehe Wesel gut aufgestellt“, sagte er bei seinem Antrittsbesuch in der Kreishandwerkerschaft, zu dem ihn sowohl Opgen-Rhein als auch Bürgermeisterin Ulrike Westkamp begleiteten. Er machte klar, dass er sich als allererstes einen umfassenden Überblick verschaffen wolle. Das Handwerk sei ein wichtiger Partner für die Wirtschaftsförderung, dessen Belange er erfahren und nach und nach abarbeiten wolle. Anders als in Bocholt, wo die Wirtschaftsförderung eine eigenständige Gesellschaft ist, ist sie in Wesel dem Bürgermeisteramt angeschlossen. „Somit hat die Stadtspitze direkten Zugriff und kann eng mit der Wirtschaftsförderung zusammenarbeiten“, wie Bürgermeisterin Westkamp hervorhob.  

Seitens der Kreishandwerkerschaft nutzten Kreishandwerksmeister Günter Bode, sein Stellvertreter Norbert Borgmann und Geschäftsführer Holger Benninghoff die Gelegenheit, auf Interna einzugehen. Mit Blick auf andere Städte sprach Bode das Thema städtischer Servicegesellschaften an. Diese gibt es in Wesel nicht und die Kreishandwerkerschaft setzt sich dafür ein, dass es auch so bleibt: „Städte dürfen dem Handwerk keine Konkurrenz machen“, meinte der Kreishandwerksmeister. Vor diesem Hintergrund und der seit Monaten anhaltenden Krisenlage betonte Borgmann, dass „Corona die Betriebe viel Geld in Bezug auf die Hygienevorschriften und weitere Auflagen kostet“ – als Obermeister der Innung Sanitär-Heizung-Klima des Kreises Wesel erlebt er das hautnah mit. So bekommt das Stichwort „Privat vor Staat“, das Geschäftsführer Benninghoff einwirft, einen noch höheren Stellenwert.

Auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit heißt es nun zwischen Kreishandwerkerschaft, Stadt und Wirtschaftsförderung – vor allem in dieser Krisenzeit, die man am besten gemeinsam durchsteht.

Bildquelle: www.khwesel.de

Textquelle: www.khwesel.de

IHKs setzen alle Aus- und Weiterbildungsprüfungen aus

NRW. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) haben sämtliche Prüfungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) ab Montag, 16. März, abgesagt.

Darauf haben sich die IHK-Gremien am Freitagmittag verständigt. Die IHK-Organisation begründet die Absage mit dem gemeinsamen Aufruf der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen. Die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen ist nicht mehr möglich.

Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) haben sämtliche Prüfungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) ab Montag, 16. März, abgesagt.

Darauf haben sich die IHK-Gremien am Freitagmittag verständigt. Die IHK-Organisation begründet die Absage mit dem gemeinsamen Aufruf der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen. Die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen ist nicht mehr möglich.

Die Absage gilt vorerst bis zum 24. April. Wann die Prüfungen nachgeholt werden können, ist derzeit noch offen. Die Industrie- und Handelskammern stehen dazu mit den zuständigen Behörden im engen Austausch. Sie werden die neuen Termine bekanntgeben, sobald sich die Risikoeinschätzung rund um das Coronavirus wieder verbessert hat.

Bildquelle: www.ihk-niederrhein.de

Textquelle: www.ihk-niederrhein.de

Solarmetropole Ruhr

Die Kreishandwerkerschaft des Kreises Wesel widmet sich seit längerer Zeit dem Thema Nachhaltigkeit. Ein Baustein hierzu ist die Mitarbeit in der Ausbauinitiative der Solarmetropole Ruhr.

NRW. Die Ausbauinitiative der Solarmetropole Ruhr ist ein Projekt des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und des Handwerks in der Rhein-Ruhr-Region.

In 15 Kommunen wird über das Thema Solarenergie mit Hilfe von Veranstaltungen, Rundgängen und anderen Möglichkeiten informiert. Die Ausbauinitiative ist darauf ausgelegt, Hausbesitzer über die positiven Eigenschaften der Photovoltaik zu informieren und sie von deren Nutzen zu überzeugen, um so dem Klimaschutz im Kleinen voranzubringen. Denn jeder Eigenheimbesitzer kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten und so zur Energiewende beitragen.

Daher unterschützen Kreishandwerksmeister Günter Bode und stellvertretender Kreishandwerksmeister Norbert Borgmann die Ausbauinitiative sehr gerne und warben nunmehr am Standort der Kreishandwerkerschaft des Kreises Wesel für sie. Unter dem Motto „Hat Ihr Dach mehr drauf“ setzten sich die beiden Repräsentanten der Kreishandwerkerschaft des Kreises Wesel für die Solarmetropole Ruhr und Ihre Ziele ein.

Bildquelle: www.khwesel.de

Textquelle: ww.khwesel.de

Über den Dächern von Wesel

Azubis starten ihre Ausbildung beim Dachdeckerbetrieb Weber Bedachungen GmbH

WESEL. Hoch hinaus geht es für gleich drei Auszubildende seit dem 1. August dieses Jahres im Meisterbetrieb Weber Bedachungen GmbH an der Rudolf-Diesel-Straße 72. Dennis Sayman, Jason König und Ioanis Reinhardt haben ihre Dachdecker-Lehre im Weseler Traditionsunternehmen begonnen. Geht alles glatt, dürfen die neuen Lehrlinge in drei Jahren ihre Gesellenprüfung ablegen. Der Jüngste im Bunde ist Jason König. Mit gerade mal 16 Jahren ist er ins Berufsleben gestartet: „Ich wollte lieber eine anständige Ausbildung machen, statt weiter zur Schule zu gehen“, berichtet König. Der Beruf des Dachdeckers mache ihm einfach riesigen Spaß.

Ein bisschen mehr Luft im Berufsleben schnuppern konnten hingegen Dennis Sayman (24) und Ioanis Reinhard (19). Beide absolvierten bereits vorab Praktika in Dachdeckerbetrieben. „Dennis hat bei uns sein dreiwöchiges Praktikum absolviert. Dabei hat er sich gut geschlagen. Wir freuen uns deshalb, dass er nun bei uns seine Ausbildung begonnen hat“, so Christian Weber, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Ingo in zweiter Generation führt. Nach der Gesellenprüfung soll für Dennis Sayman aber noch lange nicht Schluss sein. Der junge Mann möchte nach der Lehre die Meisterschule besuchen. Doch diese Qualifizierung sei alles andere als preiswert.

Rund 15.000 Euro koste die Qualifizierung zum Meister. Und auch Ioanis Reinhardt kam durchs Praktikum zum Traumberuf. „Die Arbeit des Dachdeckers ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Man muss allerdings das Arbeiten auf einer Baustelle mögen. Alle Azubis müssen zudem natürlich höhentauglich sein“, erklärt Reinhardt. Bereits seit Jahrzehnten werden bei Webers junge Menschen zu Dachdeckern ausgebildet. „Ausgebildete und qualifizierte Fachkräfte sind in der Branche nur schwer zu finden. Entweder sind diese Leute selbstständig oder in festen Anstellungen. Daher bilden wir unsere Dachdecker am liebsten selbst aus. Mehr als 50 Prozent der heutigen Mitarbeiter sind ehemalige Lehrlinge“, berichtet Ingo Weber. Auf eine Sache ist man im Familienbetrieb an der Rudolf-Diesel-Straße besonders stolz. „Bei uns haben bislang alle Azubis ihre Prüfung zum Dachdecker bestanden. Das ist eine tolle Leistung, wenn man bedenkt, dass bei einigen Prüfungen 50 Prozent der Lehrlinge bei der Handwerkskammerprüfung in Düsseldorf durchfallen“, so Christian Weber. 75 Prozent der ehemaligen Azubis blieben zudem im Betrieb. „Einige von ihnen sind Innungsbeste“, freuen sich die Chefs.

Dass der Meisterbetrieb erste Adresse für eine Ausbildung ist, zeigten auch die Bewerbungszahlen. Ingo Weber: „Rund 90 Bewerbungen haben wir alleine in diesem Jahr erhalten. Das macht uns natürlich mächtig stolz.“ Und wie sieht es mit weiblichen Auszubildenden in dieser Berufsbranche aus? Ingo Weber: „Frauen sind in diesem Beruf eher selten zu finden. Dabei hat die Ausbildung sich stark gewandelt. Wo einst körperliche Kraft gefragt war, sind heute eher mathematische Kenntnisse erforderlich. Wir freuen uns daher besonders, ab September eine Jahrespraktikantin bei uns begrüßen zu dürfen.

Weitere Infos unter: www.weberbedachungen.de

Bild: Links: Dennis Sayman, Mitte: Jason König, Rechts: Ioanis Reinhard

Foto: Rüdiger Marquitan Text: Rüdiger Marquitan

Ausbildung Tiefbau: BZB schaffen neue Übungsflächen für Lehrlinge

NRW. Gute Neuigkeiten für die Baubranche: Mit dem Ausbildungsjahr 2020 stiegen die Zahlen der Neu-Lehrlinge um rund 25 % im Vergleich zum Vorjahr. Ein Gewinner ist unter anderem der Straßenbau: Die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) messen im Kammerbezirk Düsseldorf einen Anstieg von 24 % an den drei Ausbildungszentren in Krefeld, Düsseldorf und Wesel. Um den Bedarf zu decken und den Auszubildenden eine qualitativ hochwertige überbetriebliche Lehrlingsunterweisung zu ermöglichen, reagierten die BZB und stellten in Krefeld eine zusätzliche Zelthalle auf dem angrenzenden Gelände am Bökendonk auf. Auch am BZB in Düsseldorf entsteht in einer Außenwerkstatt eine weitere Tiefbau-Übungshalle.

„Die BZB schaffen neue Ausbildungsbereiche, um das deutliche Plus an Lehrlingen des regionalen Bauhandwerks unterbringen und ausbilden zu können,“ erläutert Markus Crone, Geschäftsbereichsleiter Ausbildung und Pädagogische Maßnahmen an den BZB. „Insbesondere in der derzeitigen Pandemie-Situation ist es entscheidend, die Lehrlingsgruppen zu entzerren und witterungsgeschützt unterweisen zu können.“

Die Tiefbau-Auszubildenden benötigen Übungsflächen, die eine Arbeit „in der Tiefe“, also unter der Erde, ermöglichen. Die neue Übungs-Zelthalle, die ab dem 30.11.2020 vollumfänglich nutzbar ist, bietet einen Sandkasten mit fast 200 m² Fläche und 85 m³ Sand mit einer Tiefe von bis zu einem Meter. Somit stehen den angehenden Straßenbauer/innen alle Möglichkeiten der praktischen Unterweisung zur Verfügung. Zusätzlich profitieren auch andere Gruppen wie die StraßenwärterNRW, die den Übungsort ebenfalls zur Unterweisung nutzen können.

Auch am BZB in Düsseldorf gibt es bald neue Übungsflächen: Im Laufe der nächsten Wochen entsteht in einer Außenwerkstatt, in der bisher gemauert, geschalt und verputzt wurde, ebenfalls ein großer Sandkasten für die praktischen Tiefbau-Übungen. „Ausbilder und Lehrlinge packen mit an, dann lassen sich solche Aktionen relativ schnell umsetzen,“ so Crone. „An dieser Stelle bedanken wir uns bei den Lehrlingen und den Ausbildungsbetrieben, die aktiv mitmachen. Anders könnten wir es nicht realisieren.“

Neben den erweiterten Werkhallen sorgten die BZB für zusätzliche Ausbilder und Material, um den gestiegenen Lehrlingszahlen in den zehn Gewerken der Stufenausbildung Bau gerecht zu werden.

„Der Lehrlings-Zuwachs im Allgemeinen und insbesondere auch im Tiefbaubereich ist mehr als erfreulich,“ kommentiert Crone. „Die generell starke Baukonjunktur der letzten Jahre und die Investitionen von Bund und Land in die Infrastruktur, die Straßen und Entwässerungssysteme erfordern zahlreiche Nachwuchskräfte. Insbesondere vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, der aufgrund von Renteneintritten etc., in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird.“

Bildquelle: www.bzb.de

Textquelle: www.bzb.de

IHK-Umfrage: Unternehmen stemmen sich gegen die Krise

Die Unternehmen am Niederrhein schlagen sich wacker durch den Teil-Lockdown im November. Im Vergleich zum September haben sich Lage und Erwartungen sogar leicht verbessert. Der Konjunkturklimaindex klettert von 89 auf 100 Punkte. Trotzdem fahren die Unternehmen weiter auf Sicht. Die Betriebe sparen beim Personal und schieben Investitionen. Dramatisch bleiben die Auswirkungen für die Branchen, die ihre Pforten schließen mussten. Für den Weg aus der Krise fordern die Unternehmen weitere Hilfsprogramme und Steuerentlastungen.

NRW. „Bislang scheint der Spagat zwischen Infektionsschutz und Wirtschaftshilfe weitgehend zu gelingen. Der Weg aus dem Tal ist immer noch lang. Wie lang, werden die Bund-Länder-Beratungen in der nächsten Woche zeigen“, kommentiert Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, die Ergebnisse einer aktuellen Unternehmensumfrage.Obwohl die Unternehmen den Aufholprozess im November weitgehend fortsetzen, wirken sich Pandemie und Corona-Maßnahmen auf knapp neun von zehn Unternehmen negativ aus. Jedes vierte Unternehmen erleidet in diesem Jahr Umsatzeinbrüche von mehr als 25 Prozent. Vor allem die schleppende Nachfrage, ausfallende Mitarbeiter und stornierte Aufträge belasten die Betriebe. Besonders unter Druck stehen Gastronomie, Veranstalter und Tourismusbetriebe. „Restaurantbesitzer, Hoteliers und Eventagenturen hängen am Beatmungsgerät und können nur mit staatlicher Hilfe am Leben gehalten werden. Sollten Bundeskanzlerin und Länderchefs weitere Einschränkungen beschließen, werden wir auch weitere, zielgerichtete Hilfen brauchen, damit diese Branchen überleben“, so Dietzfelbinger.

November-Lockdown drückt auf Investitionen und Beschäftigung

Die Betriebe agieren verhalten und fahren weiter auf Sicht: Knapp die Hälfte hat Investitionen verschoben oder gestrichen, ebenso viele nutzen Einsparpotenziale. Jedes vierte Unternehmen spart am Personal. Die Reaktionen zeigen: Die Wirtschaft bleibt im Krisenmodus und beobachtet sehr genau die Entwicklung der Märkte, auch im Ausland. Ein Lichtblick: Rund sechs von zehn Unternehmen setzen stärker auf Digitalisierung, mehr als jedes dritte baut die Online-Aktivitäten aus. In der Krise liegt damit auch die Chance für einen Entwicklungssprung.

Hilfe bei Krisenbewältigung

Dem Großteil der Unternehmen geht es vorerst darum, die aktuelle Krise zu bewältigen. 94 Prozent der Betriebe sprechen sich für weitere Hilfsprogramme und mehr Entlastung aus. Im Fokus steht einerseits ganz konkrete Hilfe: ein besserer steuerlicher Verlustrücktrag, bessere Abschreibungsmöglichkeiten und ein weiteres Konjunkturprogramm. Dietzfelbinger: „Die Krise zeigt auch, wo bei den Unternehmen schon lange der Schuh drückt: Jetzt ist die Zeit, Bürokratie abzubauen, Breitbandausbau und eGovernment voranzutreiben und die Energiepreise wettbewerbsfähiger zu gestalten.“

Bildquelle: www.ihk-niederrhein.de

Textquelle: www.ihk-niederrhein.de